Auch am vierten Tag der Spanienrundfahrt erreicht das Rennen sein Mutterland nicht. Ein ganzer Tag in Andorra steht auf dem Programm. Das Fürstentum ist regelmäßig Gast bei der Vuelta, seit 1965 starteten hier 22 Etappen, 27 fanden ihr Ziel. Fünf Etappe wurden komplett auf dem Gebiet des Zwergstaats ausgetragen.
Die nur 104,8 Kilometer lange Etappe beginnt in Andorra la Vella und macht von dort einen Abstecher zum Port d’Envalira (1. Kategorie), dem höchstens asphaltierten Pass der Pyrenäen. Über eine 25 Kilometer lange Anfahrt mit 5,1 Prozent im Schnitt geht es rauf auf 2409 Meter - und dann nach einer kleinen Schleife auf selben Weg wieder runter.
Angesteuert wird eine weitere Zusatzrunde über den Collada de Beixalís (1. Kategorie), der deutlich steiler ist. 6,5 Kilometer bei 8,5 Prozent sind zu absolvieren, ehe mit dem Coll de Ordino gleicher der nächster Einser-Berg ansteht. Noch mal 9,9 Kilometer mit sieben Prozent Steigung müssen absolviert werden. Anschließend werden wieder ein paar Kilometer Abfahr genutzt, die ein paar Stunden zuvor noch in umgekehrter Richtung hoch zum Envalira gefahren wurden.
Zurück in Andorra la Vella wartet noch eine Runde durch den Ort. Auch hier muss nochmal ein kleinerer Anstieg nach La Comella (3. Kategorie) bewältigt werden, ehe die letzten fünf Kilometer abschüssig zur Start- und Zielgeraden führen. Insgesamt sind knapp 3000 Höhenmeter veranschlagt.
Die Vuelta 2026 kleckert nicht. Sie klotzt. Schon am vierten Tag wartet die nächste Bergetappe. Der Andorra-Trip hat es in sich, kaum ein Meter Asphalt hier ist wirklich eben. Demnach sind nicht nur Kletterqualitäten gefragt. Wer hier erfolgreich sein will, muss auch gut bergab fahren können.
Nachdem die erste Bergprüfung aufgrund der Hagelfälle im Finale abgebrochen wurde, konnten die Profis ihre Bergbeine noch nicht wirklich zeigen, eine Sortierung im Klassement blieb durch die Annullierung aus. Durch die steileren Berge als noch am dritten Tag werden die Abstände nun aber gleich deutlicher werden. Und nachdem Tadej Pogacar (UAE Team Emirates - XRG) um seinen angestrebtenEtappensieg gebracht wurde, wird er erneut auf die Jagd gehen.
Dahinter dürfte sich ein eigenes Rennen entwickeln. Wer hinter dem Slowenen aufs Gesamtpodium klettern will, muss sich in Andorra in guter Form präsentieren.
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