Vuelta a España 2026Vorschau 21. Etappe: Vom Supermarkt zur Burg mit Montmartre-Feeling

Sebastian Lindner

 · 12.09.2026

Vuelta a España 2026: Vorschau 21. Etappe: Vom Supermarkt zur Burg mit Montmartre-FeelingFoto: Getty Images / Carlos Gil Andreu
An der Burg Alhambra in Granada endet die Vuelta 2026.
​Die Vuelta a España ist die dritte und letzte Grand Tour der Saison 2026. Die 81. Auflage führt vom 22. August bis zum 13. September über 3275 Kilometer und rund 58.000 Höhenmeter von Monaco nach Granada. Sie gilt als bislang schwerste Spanienrundfahrt überhaupt. Das ist die 21. Etappe.

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​Die wichtigsten Infos zur 21. Etappe der Vuelta a España 2026

  • Sonntag, 13. September: Granada - Granada
  • 112 Kilometer, 1217 Höhenmeter (hügelig)
  • Bergwertungen: keine
  • Zwischensprint: KM 92,4
  • Bonussprint: KM 92,4
  • Start: 16:20 Uhr, Ziel: ca. 19:06 Uhr
  • Liveticker und Ergebnisse

Die Strecke der 21. Etappe der Spanienrundfahrt

Das Profil der 21. Etappe der Vuelta a España 2026Foto: UnipublicDas Profil der 21. Etappe der Vuelta a España 2026

In Granada endet die Vuelta 2026 - allein anhand der Streckenführung, aber auch zusätzlich durch enorme Hitze vielleicht die schwerste der bisherigen 81 Austragungen in der Geschichte der Rundfahrt. Die andalusische Stadt mit gut 230.000 Einwohnern ist die achte nach Madrid, Santiago de Compostela, Bilbao, San Sebastian, Miranda de Ebro, Salamanca und Jerez de la Frontera, in der das Rennen endet.

112 Kilometer mit 1200 Höhenmetern stehen zum Abschluss nochmal auf dem Programm. Gestartet wird an einem Supermarkt von Hauptsponsor Carrefour im Süden der Stadt. Von dort schlängelt sich die Strecke durch die südlichen Bezirke Granadas, ehe in einem großen Bogen durch das westliche und leicht hügelige Umland der Stadt von Nordwesten her ein neuer Anlauf Richtung Zentrum genommen wird.

Nach 70 Kilometern wird erstmals der Zielstrich überfahren. Direkt danach geht es zum ersten von vier Malen den Anstieg zur Stadtburg Alhambra hinauf, in deren Schatten später die Sieger der Vuelta gekürt werden. Das Weltkulturerbe im maurischen Stil hält für die Profis einen gut zwei Kilometer langen Anstieg mit mehr als sechseinhalb Prozent Steigung im Mittel bereit, wobei der erste Teil etwas schwieriger ist.

Das Finale erinnert damit an das der Tour de France mit dem neu hinzugefügten Montmartre-Anstieg. Zwar wartet in Granada kein Kopfsteinpflaster; aber auch ohne ist der Anstieg einen Ticken schwerer als der im Zentrum von Paris. Nach 13 Kilometern sind die Fahrer wieder am Zielstrich. Die übrigen drei Runden sind jeweils drei Kilometer kürzer, lassen den entscheidenden Part aber auch nicht aus.

Die Strecke der 21. Etappe der Vuelta a España 2026Foto: UnipublicDie Strecke der 21. Etappe der Vuelta a España 2026

Sportliche Einschätzung zur 21. Etappe der Vuelta a España 2026

Ob die Zeiten der letzten Etappe noch einen Einfluss auf die Gesamtwertung haben werden, entscheiden die Vuelta-Organisatoren erst kurzfristig. Im Raum steht ein ähnliches Verfahren wie bei der Tour de France, wo die Schlussrunden über den Montmartre lediglich im Kampf um den Etappensieg eine Rolle spielten.

Doch selbst wenn am letzten Tag nochmal bis zum Ende gewertet werden würde, sind die Abstände im Klassement doch zu groß, als dass Platzwechsel auf den vorderen Positionen noch wahrscheinlich wären. Zwar liegen zwischen Primoz Roglic (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Felix Gall (Decathlon CMA CGM) auf Rang zwei und drei nur 29 Sekunden, doch würde der Parcours mit den kurzen Anstiegen eher dem Slowenen entgegenkommen denn Gall, der sich auf diesem Geläuf überhaupt nicht wohlfühlt.

Und so stellt sich letztlich nur noch die Frage: Wer gewinnt die Etappe in Granada? Und auch das scheint die Antwort recht einfach: Matthew Brennan (Team Visma | Lease a Bike). Ob ganz flach oder hügelig, der Brite hatte kaum Konkurrenz, wenn nicht eine echte Bergetappe auf dem Programm stand. Wäre sein Teamkollege Wout van Aert am Vortag nicht noch in die Vollen gegangen, wäre auch er eine gute Option. Doch so scheint klar, dass sich der Belgier in der Helferrolle wiederfinden, Attacken kontern und seinem Sprinter die letzten Meter anfahren wird.

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