Vuelta a España 2026Vorschau 1. Etappe: Auftakt gegen die Uhr mit Formel-1-Feeling

Sebastian Lindner

 · 21.08.2026

Vuelta a España 2026: Vorschau 1. Etappe: Auftakt gegen die Uhr mit Formel-1-FeelingFoto: Getty Images / Bryn Lennon
Am Casino von Monaco startete 2009 bereits die Tour de France mit einem Einzelzeitfahren. 17 Jahre später macht es die Vuelta ähnlich.
​Die Vuelta a España ist die dritte und letzte Grand Tour der Saison 2026. Die 81. Auflage führt vom 22. August bis zum 13. September über 3275 Kilometer und rund 58.000 Höhenmeter von Monaco nach Granada. Sie gilt als bislang schwerste Spanienrundfahrt überhaupt. Das ist die 1. Etappe.

Themen in diesem Artikel

​Die wichtigsten Infos zur 1. Etappe der Vuelta a España 2026

  • Samstag, 22. August: Monaco - Monaco
  • 9,4 Kilometer, 59 Höhenmeter (Einzelzeitfahren)
  • Start erster Fahrer: 16:17 Uhr, Ziel letzter Fahrer: ca. 19:30 Uhr
  • Liveticker und Ergebnisse

Die Strecke der 1. Etappe der Spanienrundfahrt

Die Strecke der Vuelta a España 2026Foto: UnipublicDie Strecke der Vuelta a España 2026

Auslandstarts waren bei der Vuelta lange Zeit die absolute Ausnahme. Doch diese Herangehensweise hat sich in jüngster Vergangenheit komplett gewandelt. Vier der letzten fünf Austragungen begannen außerhalb Spaniens - seit der ersten Spanienrundfahrt im Jahr 1935 war es insgesamt nur sieben Mal der Fall.

Das Profil der 1. Etappe der Vuelta a España 2026Foto: UnipublicDas Profil der 1. Etappe der Vuelta a España 2026

2026 stellt nun Monaco die Bühne für den Auftakt. Einige Profis wird’s freuen, sind sie doch wohnhaft im Fürstentum an der Côte d’Azur, unter ihnen Top-Favorit Tadej Pogacar (UAE Team Emirates - XRG). Für den zweitkleinsten Staat der Erde bedeutet die Ausrichtung zudem eine weitere Einzigartigkeit: Monaco ist das erste Land, in dem alle drei großen dreiwöchigen Landesrundfahrten mindestens einmal starteten.

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Im Falle der Vuelta ist es nun ein Auftaktzeitfahren. Die 1. Etappe - nicht etwa ein Prolog, denn der dürfte laut Regelwerk maximal acht Kilometer lang sein; letztlich ist das aber auch nur eine Formalie - führt auf 9,4 Kilometern ausschließlich durch Monaco. Der Kurs bringt es zwar nur auf 59 Höhenmeter, generiert seine Schwierigkeit aber aus seinem technischen Anspruch. Zwar ist die Strecke einerseits geprägt von langen Geraden beziehungsweise seichten Bögen wie etwa direkt entlang der Hafenpromenade, die keiner Steuerkünste bedürfen. Allerdings warten unterwegs ebenso viele Haarnadelkurven, 180-Grad-Wenden oder rechtwinklige Kurven, die kaum im Zeitfahrlenker zu absolvieren sind.

Die Startrampe steht direkt auf dem Vorplatz des bekannten monegassischen Casinos. Von dort geht es einmal ins Herz der Stadt über den Luxusboulevard des Moulins, auf gleichem Wege zurück und dann zur aus der Formel 1 bekannten Fairmont Haarnadelkurve. An der Zeitmessung nach 5,6 Kilometern vorbei geht es in den Hafen und von dort bis an den südwestlichsten Punkt des Landes bis zur französischen Grenze und dann zurück ins Zentrum, wo auf dem Boulevard Albert 1er, auf dem auch die Zielgerade des Formel-1-Kurses-liegt, die 1. Etappe ihr Ende nimmt.

Die Strecke der 1. Etappe der Vuelta a España 2026Foto: UnipublicDie Strecke der 1. Etappe der Vuelta a España 2026

Sportliche Einschätzung zur 1. Etappe der Vuelta a España 2026

In Abwesenheit der beiden absoluten Zeitfahrcracks Remco Evenepoel (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Filippo Ganna (Netcompany INEOS) hat der Auftakt der Vuelta keinen klaren Favoriten auf das erste Rote Trikot. Natürlich liegt der Name Pogacar auf der Zunge, doch ob der Slowene gleich am ersten Tag alles aus sich herausholen und Vollgas geben will, um sein Team dann wegen ein paar Sekunden - große Abstände wird es kaum geben - gleich die Verantwortung bei der Nachführarbeit aufzuladen, ist eher unwahrscheinlich.

Allerdings hat UAE in Ivo Oliveira und Jay Vine zwei weitere Anwärter, die mit dem Parcours gut zurechtkommen dürften, für die ein Grand-Tour-Etappensieg deutlich wertvoller wäre. Immer gut gegen die Uhr ist auch Stefan Küng (Tudor Pro Cycling Team). Der Schweizer hat sich bei der Polen-Rundfahrt Mitte August mit einem Sieg aus langer Verletzung zurückgemeldet, hätte aber sicher gerne ein paar Kilometer mehr vor sich, um seine Stärken auszuspielen. Ähnliches dürfte für Bruno Armirail (Team Visma | Lease a Bike) gelten. Die Niederländer haben mit Allrounder Wout van Aert und Christophe Laporte aber mindestens zwei weitere Eisen im Feuer.

Breit aufgestellt ist diesbezüglich auch Red Bull - BORA - hansgrohe. Altmeister Primoz Roglic, Youngster Callum Thornley oder auch Finn Fisher-Black sind allesamt starke Zeitfahrer. Größte spanische Hoffnung auf einen Auftaktsieg dürfte indes Javier Romo (Movistar) sein. Ansonsten im engeren Kreis: Ethan Hayter (Soudal Quick-Step). Der Brite kämpft aber immer wieder mit starken Formschwankungen. Passt alles zusammen, könnte er aber sogar als oberster Anwärter auf Rot gelten.

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