Vuelta 2026 startet in MonacoAuftakt für die Geschichtsbücher

Kristian Bauer

 · 15.08.2026

Vuelta 2026 startet in Monaco: Auftakt für die GeschichtsbücherFoto: Getty Images/Jean Catuffe
Romain Bardet 2024 beim Zeitfahren von Monaco nach Nizza
Die Vuelta a España 2026 startet am 22. August mit einem 9,4 Kilometer langen Zeitfahren in Monaco und macht das Fürstentum zum ersten Ort, der alle drei Grand Tours eröffnet hat. Das Rennen endet am 13. September vor der Alhambra in Granada und bietet mit mehr als 58.000 Höhenmetern eine der bergigsten Strecken aller Zeiten.

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Monaco schreibt Radsportgeschichte und wird nach dem Giro d'Italia 1966 und der Tour de France 2009 zum ersten Austragungsort, der alle drei Grand Tours eröffnet hat. Das 9,4 Kilometer lange Auftaktzeitfahren der Vuelta a España findet am 22. August statt und führt die 184 Teilnehmer durch das Fürstentum. Zwischen dem Start in Monaco und dem Finale in Granada liegen mehr als 58.000 Höhenmeter, was die Vuelta 2026 zu einer der anspruchsvollsten Grand Tours macht.

Monaco mit Giro, Tour und Vuelta

Der Giro d'Italia 1966 markierte den ersten Grand-Tour-Start in Monaco. 100 Fahrer in zehn Teams unterzeichneten am 18. Mai 1966 vor dem Palast in Anwesenheit von Fürst Rainier III und Fürstin Gracia ihre Startverträge. Die Veranstaltung feierte das hundertjährige Jubiläum von Monte Carlo, das Fürst Charles III am 1. Juli 1866 kurz nach der Eröffnung des Casinos gegründet hatte. Am Vorabend präsentierten sich die Teams erstmals nachts zwischen 21 und 22 Uhr in einer Live-Übertragung auf Eurovision. Der italienisch-amerikanische Moderator Mike Bongiorno führte durch das erste Girofestival mit Sängern und Showeinlagen.

Jacques Anquetil strebte seinen dritten Giro-Sieg an, verlor aber bereits in der ersten Etappe von Monaco nach Diano Marina drei Minuten durch einen unachtsamen Zuschauer. Der Franzose musste sich gegen eine neue Generation italienischer Fahrer behaupten und belegte am Ende nur Platz drei hinter Gianni Motta und Italo Zilioli.

Tour-Start 2009 und Contador

Die Tour de France 2009 brachte Monaco erneut ins Zentrum des Radsports. Alberto Contador etablierte sich in diesem Rennen endgültig als Champion, nachdem er 2007 überraschend die Tour gewonnen und 2008 das Giro-Vuelta-Double geschafft hatte. Dieses Double blieb seit der Reform des Rennkalenders 1995 einzigartig. Fabian Cancellara gewann das Auftaktzeitfahren am 4. Juli 2009.

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Der 14-jährige Victor Langellotti gehörte zwei Tage vor dem Zeitfahren zu den Schülern aus Monaco, die bei der Teampräsentation auf die Bühne durften. Er begleitete sein Idol Alberto Contador und dessen Astana-Teamkollegen. Langellotti wurde später der dritte professionelle Radfahrer mit monegassischer Staatsbürgerschaft nach Laurent Devalle und Albert Vigna in den 1920er Jahren. Bei der Vuelta 2022 trug er als erster Monegasse ein Wertungstrikot in einer Grand Tour, das blau-weiße Bergtrikot.

Pogacars Traum von der Vuelta

Tadej Pogacar nimmt erstmals an der Vuelta a España teil und strebt den Gewinn aller drei Grand Tours an. Der fünfmalige Tour-Sieger wohnt in Monaco und fährt beim Zeitfahren am 22. August an seinem Haus vorbei. Pogacar zeigte bei der Vuelta 2019 als Nachwuchsprofi sein Potenzial über drei Wochen, wurde Dritter und gewann drei Etappen. Ein Gesamtsieg würde ihn zum neunten Fahrer machen, der alle drei Grand Tours gewonnen hat. Vor ihm gelang dies Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Alberto Contador, Vincenzo Nibali, Chris Froome und seit Mai Jonas Vingegaard.

Langellotti und XDS-Astana

Auch ein ganz besonderes Heimspiel gibt es in Monaco: Victor Langellotti wechselte Anfang August 2026 zu XDS-Astana. Langellotti trägt seit Juni die Farben des monegassischen Zeitfahr- und Straßenmeisters. Der Transfer erfolgte kurz vor dem Vuelta-Start in seiner Heimat Monaco.

Finale der Vuelta in Granada

Die Spanien-Rundfahrt endet am 13. September vor der Alhambra in Granada. Der Palastkomplex verkörpert neun Jahrhunderte mediterraner Zivilisation und bildet eine ebenso prestigeträchtige Kulisse wie das Casino in Monaco. Die Strecke zwischen diesen beiden Schauplätzen fordert die Fahrer mit mehr als 58.000 Höhenmetern und macht die Vuelta 2026 zu einer der bergigsten Grand Tours der Geschichte.

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Kristian Bauer

Kristian Bauer

Redakteur

Kristian Bauer ist gebürtiger Münchner und liebt Ausdauersport – besonders wenn es in die Berge geht. Er ist ein Fan der Tour de France und bevorzugt solide Rennradtechnik. Er führt für TOUR Interviews, berichtet von Events im Hobbyradsport und schreibt Artikel über die Fahrradbranche sowie Trends im Rennradsport.

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