Es ist der fünfte Sieg des 21-Jährigen bei dieser Spanienrundfahrt. Wie an den meisten Tagen war seine Konkurrenz komplett chancenlos. Das prestigeträchtige Sprintfinale, dass der Ankunft in Neapel beim Giro oder in Bordeaux bei der Tour de France gleichkommt, stand dabei besonders auf der Liste von Visma. Denn vor zwei Jahren, als dann Rennen hier letztmals Station machte, musste sich Wout van Aert noch hauchdünn geschlagen geben.
“Das wollten wir nicht noch mal haben”, sagte Brennan nach seinem Sieg, bei dem er dieses Mal ohne eigenen Sprintzug auskommen musste. Van Aert war zwar im Finale noch bei ihm, doch nachdem die ausgedünnte Mannschaft viel zu arbeiteten hatte, lud er Brennan lieber am Hinterrad der Konkurrenz ab als selbst den Anfahrer zu geben. “Die Jungs haben wieder alles super vorbereitet. Für mich fühlt es sich so an, als müsste ich bloß noch den leichtesten Teil nach Hause bringen”, so Brennan.
Der feierte nach 185 Kilometern von Dos Hermanas, einer Satellitenstadt Sevillas, seinen zwölften Saisonsieg. Vielleicht bietet sich am Finaltag der Vuelta noch einmal die Chance für die kletterfesten Sprinter. Zunächst sind nun aber wieder die Klassementfahrer gefragt. Angeführt wird die Gesamtwertung weiter von Enric Mas (Movistar Team). Van Aert bleibt in Grün, Santiago Buitrago (Bahrain - Victorious) im Bergtrikot.
| RG | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Team Visma | Lease a Bike | 04:07:15 |
| 2 | Red Bull - BORA - hansgrohe | +00:00:00 |
| 3 | Uno-X Mobility | +00:00:00 |
| 4 | XDS Astana Team | +00:00:00 |
| 5 | Lotto Intermarché | +00:00:00 |
| 6 | Netcompany INEOS | +00:00:00 |
Einmal mehr saß gleich der erste Versuch der Ausreißer - und wieder hätte es für Visma | Lease a Bike und Brennan kaum besser laufen können. Denn in Enzo Paleni (Groupama - FDJ United), Sinuhé Fernández (Burgos Burpellet BH) und Fredrik Dversnes (Uno-X Mobility) sprangen lediglich drei Fahrer aus dem Feld, wobei Letzterer sogar schnell wieder eingeholt wurde. Das verbliebene Spitzenduo war leicht zu kontrollieren und bekam deshalb auch schnell mehr als vier Minuten Vorsprung zugesprochen.
Als 25 Kilometer nach dem Start neun weitere Fahrer angreifen wollten, wurde das von Visma jedoch sofort unterbunden. Denn unter den Angreifern war auch Sprint-Etappensieger Bryan Coquard (Cofidis). Danach kehrte Ruhe ein. Über die Kilometer stiegen Cofidis und Red Bull in die Nachführarbeit ein und übernahmen einen Großteil der Tempoarbeit von Visma - allerdings wuchs der Vorsprung der Ausreißer daraufhin zunächst auf mehr als fünf Minuten an.
Richtung 50-Kilometer-Marke reduzierte das Feld seinen Rückstand dann aber wieder auf zwei Minuten. Die waren es dann aber auch noch bei der Hälfte der Distanz. 15 Kilometer vor dem Ziel schütelte Paleni dann seinen Begleiter ab und nahm eine knappe Minute Vorsprung mit auf die letzten zehn. Drei Kilometer vor dem Ziel wurde er dann von den Verfolgern, die gutes Timing bewiesen, gestellt. Uno-X war maßgeblich dafür verantwortlich.
Die norwegische Mannschaft eröffnete dann auch den Sprint für Cort, der lange Zeit gut aussah. Dann aber schossen noch Meeus, der den langen Weg um den Anfahrer des Dänen gehen musste, und auch Brennan, der erst spät von Corts Hinterrad startete, vorbei.
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