Marianne Vos wird bei der Vuelta España Femenina 2026 nach der ersten Etappe nicht mehr an den Start gehen. Die niederländische Fahrerin von Team Visma | Lease a Bike stürzte am Sonntag während der ersten Etappe nach Salvaterra de Miño auf einem nassen Streckenabschnitt in einen Graben und zog sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zu. Trotz der Verletzung absolvierte die 38-Jährige das Sprint-Finale und wurde noch Siebte. Die Etappe gewann Noemi Rüegg vom Team EF Education-Oatly. Medizinische Untersuchungen nach dem Rennen bestätigten die Fraktur des Schlüsselbeins. Das Team gab schon am Morgen bekannt, dass Vos nicht zur zweiten Etappe antreten werde.
Der Unfall ereignete sich in den Schlusskilometern der ersten Etappe. Vos verlor auf einem regennassen Streckenabschnitt die Kontrolle über ihr Rad und stürzte in einen Straßengraben. Das bergauf führende Finale nach Salvaterra de Miño entsprach dem Profil der Niederländerin, die für ihre Sprints am Berg bekannt ist. Trotz der Schmerzen durch die Verletzung kämpfte sich Vos noch ins Ziel und erkämpfte den siebten Platz. Die Schwere der Verletzung wurde erst nach dem Rennen durch ärztliche Untersuchungen festgestellt.
Vos hält den Rekord für die meisten Etappensiege bei der Vuelta España Femenina. Seit der Neuauflage der Rundfahrt im Jahr 2023 nahm die Niederländerin an allen vier Ausgaben teil. Bei der Premiere 2023 gewann sie drei Etappen, 2024 folgten zwei weitere Tagessiege und in der vergangenen Saison fuhr sie einen Etappensieg ein. Mit insgesamt sechs Erfolgen führt Vos die Siegerinnenliste der Spanien-Rundfahrt an. Die kommenden Wochen wird sie dem Team jedoch fehlen, strebt aber eine schnelle Genesung an. Mit Pauline Ferrand-Prévot hat das Team eine der Topfavoritinnen auf den Gesamtsieg, weshalb der Ausfall des Radstars für den Rennstall besonders bitter ist. Neben ihren Ambitionen für Etappensiege war Vos auf den letzten Etappen als wichtige Helferin eingeplant.
Werkstudent