Hagel-Chaos bei VueltaHotel wird zum Internet-Star

Leon Weidner

 · 25.08.2026

Hagel-Chaos bei Vuelta: Hotel wird zum Internet-StarFoto: Getty Images/Tim de Waele
Fahrer und Staff suchten vor dem Unwetter Zuflucht in dem nahegelegenen Hotel
​Hagel, Starkregen und ein Etappenabbruch: Die Vuelta a España erlebte am Montag chaotische Szenen. Für ein Hotel in den Pyrenäen wurde der ungewöhnliche Besuch des Pelotons dagegen zum perfekten PR-Coup.

​Die 3. Etappe der Vuelta a España endete am Montag nicht mit einem Zielsprint oder einem Bergduell, sondern im Chaos. Ein heftiger Sturm mit Starkregen und Hagel zwang die Organisatoren dazu, das Teilstück nach rund 160 Kilometern abzubrechen. Die Fahrer um Gesamtführenden Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG) suchten daraufhin Schutz in einem nahegelegenen Hotel in den französischen Pyrenäen.

Als die Wetterbedingungen immer extremer wurden und große Hagelkörner auf die Fahrer niederprasselten, verließ das Peloton die Rennstrecke. Rund 180 Profis, Betreuer und weitere Rennbeteiligte fanden schließlich Zuflucht im Hotel Gesa Village Club Mont Louis Les Sorbiers, das seine Türen spontan für die durchnässten und frierenden Gäste öffnete. Mitarbeiter verteilten Handtücher sowie warme Getränke und kümmerten sich um die unerwarteten Besucher.

Es hagelt gute Bewertungen für Hotel

Die außergewöhnliche Gastfreundschaft blieb nicht unbemerkt. Kurz nach den Ereignissen hagelte es auf der Google-Seite des Hotels positive Bewertungen. Mehrere Profis bedankten sich persönlich für die Hilfe. Uno-X-Mobility-Fahrer Tobias Halland Johannessen schrieb etwa, das Hotel sei der „perfekte Ort während eines Hagelsturms“ gewesen und lobte den schnellen Service für die plötzlich eintreffenden Radprofis. Auch William Barta (Tudor Pro Cycling Team) und Julien Bernard (Lidl - Trek) hinterließen begeisterte Fünf-Sterne-Bewertungen.

Was als wetterbedingte Rennunterbrechung begann, entwickelte sich so zu einer der schönsten Geschichten dieser noch jungen Vuelta. Während die 3. Etappe ohne Sieger endete, gewann ein Hotel in den Pyrenäen innerhalb weniger Stunden die Herzen des Pelotons und zahlreicher Radsportfans. Das Peloton rückte derweil eng zusammen, auch wenn die Fahrer Konkurrenten sind. Solche Geschichten schreibt am Ende nur der Radsport...

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Leon Weidner

Redakteur

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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