Die 3. Etappe der Vuelta a España endete am Montag nicht mit einem Zielsprint oder einem Bergduell, sondern im Chaos. Ein heftiger Sturm mit Starkregen und Hagel zwang die Organisatoren dazu, das Teilstück nach rund 160 Kilometern abzubrechen. Die Fahrer um Gesamtführenden Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG) suchten daraufhin Schutz in einem nahegelegenen Hotel in den französischen Pyrenäen.
Als die Wetterbedingungen immer extremer wurden und große Hagelkörner auf die Fahrer niederprasselten, verließ das Peloton die Rennstrecke. Rund 180 Profis, Betreuer und weitere Rennbeteiligte fanden schließlich Zuflucht im Hotel Gesa Village Club Mont Louis Les Sorbiers, das seine Türen spontan für die durchnässten und frierenden Gäste öffnete. Mitarbeiter verteilten Handtücher sowie warme Getränke und kümmerten sich um die unerwarteten Besucher.
Die außergewöhnliche Gastfreundschaft blieb nicht unbemerkt. Kurz nach den Ereignissen hagelte es auf der Google-Seite des Hotels positive Bewertungen. Mehrere Profis bedankten sich persönlich für die Hilfe. Uno-X-Mobility-Fahrer Tobias Halland Johannessen schrieb etwa, das Hotel sei der „perfekte Ort während eines Hagelsturms“ gewesen und lobte den schnellen Service für die plötzlich eintreffenden Radprofis. Auch William Barta (Tudor Pro Cycling Team) und Julien Bernard (Lidl - Trek) hinterließen begeisterte Fünf-Sterne-Bewertungen.
Was als wetterbedingte Rennunterbrechung begann, entwickelte sich so zu einer der schönsten Geschichten dieser noch jungen Vuelta. Während die 3. Etappe ohne Sieger endete, gewann ein Hotel in den Pyrenäen innerhalb weniger Stunden die Herzen des Pelotons und zahlreicher Radsportfans. Das Peloton rückte derweil eng zusammen, auch wenn die Fahrer Konkurrenten sind. Solche Geschichten schreibt am Ende nur der Radsport...

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