Sebastian Lindner
· 29.08.2026
173 Kilometer durch die Bretagne rund um Plouay standen auf dem Plan - die wenigsten davon waren wirklich eben. Doch die Anstiege erwiesen sich auch in diesem Jahr als nicht schwierig genug, um einer Gruppe genügend Vorsprung zu ermöglichen. Der eine oder andere Vorstoß auf den letzten Kilometern sah zwar verheißungsvoll aus, doch die letzten vier Kilometer absolvierte die Kopfgruppe geschlossen.
“Einen großen Dank an mein Team”, wollte Balsamo dann auch als erstes loswerden, denn ihre Mannschaft hielt das Feld im Finale zusammen. “Nachdem wir den letzten Anstieg überstanden hatten, haben wir alles auf den Sprint gesetzt. Am Berg habe ich nur auf das Hinterrad vor mir geschaut, weil es so hart war. Und im Ziel habe ich dann immer dran geglaubt, obwohl Mischa schon die Lücke hatte, weil ich wusste, dass die letzten 50 Meter wirklich sehr hart sind.”
Für Balsamo war es der sechste Sieg der Saison, vier davon hatte sie beim Giro d’Italia eingefahren.
| RG | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Lidl - Trek | 04:30:49 |
| 2 | Team SD Worx - Protime | +00:00:00 |
| 3 | FDJ United - SUEZ | +00:00:00 |
| 4 | UAE Team L'IMAD | +00:00:00 |
| 5 | CANYON//SRAM | +00:00:00 |
| 6 | Movistar Team | +00:00:00 |
Auf dem Klassikerkurs mit rund 2200 Höhenmetern bekam die frühe Ausreißergruppe mit bis zu sieben Minuten ein gewaltiges Polster mit auf den Weg. Sieben Frauen, angeführt von der Olympiazweiten im Zeitfahren von Paris, Anna Henderson (Lidl - Trek), bestimmten das Rennen vor dem Feld bis auf den finalen Rundkurs.
55 Kilometer vor dem Ziel blieben den Ausreißerinnen, die nun noch zu sechst waren, noch 3:30 Minuten. 30 Kilometer vor dem Ziel setzte Regen ein, der Abstand war auf 40 Sekunden zusammengeschrumpft. Hinten begannen zudem die Attacken, die zunächst allerdings eher zum Antesten gedacht waren. Es war Cédrine Kerbaol (EF Education-Oatly) die 21 Kilometer vor dem Ziel einmal richtig in die Pedale trat und auf wenigen Metern die verbliebenen Sekunden zur Spitzengruppe kassierte.
Den Konter lancierte Franziska Koch (FDJ United - SUEZ), doch lösen konnte aber auch sie sich nicht. Allerdings wurde die Hauptgruppe auf gut 60 Frauen reduziert. Geschlossen ging es also auf die letzte, 16 Kilometer lange Runde. Zehn Kilometer vor dem Ziel ging dann Maeva Squiban (UAE Team L’IMAD) in die Offensive. Hinter der Französin wurde sich lediglich angeschaut. Doch an der Côte de Ty Marrec, dem letzten Anstieg gut sechs Kilometer vor dem Ziel, wurde sie wieder gestellt.
Célia Gery (FDJ United - SUEZ) und Eleonora Gasparrini (UAE Team L’IMAD) machten den nächsten Move, aber auch diese Lücke ging nicht weit genug auf. Lidl - Trek kontrollierte die letzten Kilometer bis zum Sprint, den Bredewold dann sehr früh eröffnete. Das Loch, dass sie sich anfangs herausfuhr, konnte Balsamo mit einem Kraftakt schließen. Aus dem Windschatten heraus konnte die nochmals beschleunigen und Bredewold die entscheidenden Zentimeter abnehmen.
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