Das Critérium du Dauphine hat einen neuen Namen: Seit dieser Saison heißt die Rundfahrt Tour Auvergne - Rhône-Alpes. Auch die 78. Austragung des Etappenrennens bietet sowohl Sprintern als auch Kletterern die Chance auf Tagessiege. Neben den vier Bergetappen und drei Etappen mit welligem Profil, wartet am dritten Tag ein Mannschaftszeitfahren - statt wie im letzten Jahr ein Einzelzeitfahren. Das Rennen erstreckt sich über acht Tage, startet in Vizille und endet in den französischen Alpen auf dem Plateau de Solaison in Brison.
Die erste Etappe führt von Vizille nach Saint-Ismier und hat es direkt in sich: Knapp 3000 Höhenmeter müssen auf der Bergetappe zu Beginn der Rundfahrt bewältigt werden. Mit zwei relativ kurzen und drei langen kategorisierten Anstiegen bietet sie mehrfach die Gelegenheit für Ausreißerversuche.
Am zweiten Tag werden die meisten Kilometer zurückgelegt. Die 234 Kilometer lange Etappe führt die Fahrer von Saint-Martin-Le-Vinoux nach Le Puy-en-Velay. Auf dem eher welligen Profil warten auch auf Etappe zwei einige lange Anstiege. Trotz eher moderater Steigung ist es fraglich, ob die Sprinter mithalten und das Finale unter sich ausmachen können.
Auch ein Zeitfahren ist wieder Teil der Rundfahrt. Jedoch wird in diesem Jahr, im Gegensatz zum Vorjahr, ein Mannschaftszeitfahren ausgetragen. Dieses dürfte als ultimativer Test für das Teamzeitfahren bei der Auftaktetappe der diesjährigen Tour de France dienen. Der 28,4 Kilometer lange Rundkurs, mit Start und Ziel in Perreux, führt die Teams über 420 Höhenmeter, die es in sich haben werden.
Die vierte Etappe von Le Puy-en-Velay nach Montrond-les-Bains bietet den hügelfesten Sprintern die Chance auf einen Tagessieg. Da die letzten 50 Kilometer bergab bzw. überwiegend flach verlaufen, dürften Ausreißer keinen Freifahrtschein haben.
Auch die fünfte Etappe ist ein Fall für die Sprinter. Nach einer welligen ersten Hälfte warten nur noch wenige Höhenmeter im zweiten Abschnitt der Strecke. Da es auf den letzten drei Etappen wieder bergiger wird, ist es zugleich die letzte Chance für die Sprinter auf einen Tagessieg.
Etappe sechs fängt zunächst flach an, beinhaltet jedoch mehrere lange Anstiege inklusive einer Bergankunft in Crest-Voland, die die Kletterer in den Fokus rückt.
Am vorletzten Tag warten 3810 Höhenmeter auf die Fahrer. Die 133 Kilometer lange Strecke führt die Fahrer von La Bridoire über fünf kategorisierte Anstiege, ehe es am Anstieg zum Grand Colombier zum Showdown kommen sollte: 8,4 Kilometer bei durchschnittlich 10,2 Prozent Steigung sprechen für sich.
Auf der Schlussetappe müssen die meisten Höhenmeter der achttägigen Tour überwunden werden, die ein hartes Finale versprechen. Von Beaufort geht es quasi ununterbrochen rauf und runter, mit langen, kräftezehrenden Anstiegen und einer buchstäblich atemberaubenden Bergankunft auf dem Plateau de Solaison in Brison. Spätestens hier steht der endgültige Sieger der Rundfahrt fest.
In Deutschland ist die Tour Auvergne - Rhône-Alpes 2026 im Fernsehen bei Eurosport und kostenpflichtig bei Eurosport 2 zu sehen. Einen kostenpflichtigen Live-Stream zu allen Etappen gibt es zudem bei Discovery Plus.

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