Tour de Pologne - 3. EtappeMilan erst in der Spitzengruppe und später Hattrick-Etappensieger

Sebastian Lindner

 · 05.08.2026

Tour de Pologne - 3. Etappe: Milan erst in der Spitzengruppe und später Hattrick-EtappensiegerFoto: Getty Images / Luc Claessen
Die Bilder gleichen sich: Jonathan Milan feiert in Polen seinen dritten Etappensieg in Serie.
Jonathan Milan (Lidl - Trek) ist bei der Polen-Rundfahrt nicht zu schlagen. Der Italienische Meister gewann nach den ersten beiden auch die 3. Etappe. In Zielona Góra feierte der 25-Jährige seinen 36. Sieg als Profi. Zweiter wurde der Brite Noah Hobbs (EF Education - EasyPost), der Milan lange Paroli bieten konnte. Rang drei ging an Alessandro Romele (XDS Astana Team).

Von Paul Magnier (Soudal Quick-Step), der auf den bisherigen Etappen Milans größten Konkurrenten darstellte, war dieses Mal allerdings nichts zu sehen. Auch die anderen großen Namen wie Jordi Meeus (Red Bull - BORA - hansgrohe), Sam Welsford (Netcompany INEOS) oder Juan Sebastian Molano (UAE Team Emirates - XRG) konnten sich nicht in den Top 10 platzieren. Dabei lief der Sprint dieses Mal geradlienig und ohne Chaos ab.

Der Sieger selbst wusste ob seiner Dominanz auch kaum noch, was er sagen sollte. “Ich bin gerade einfach sehr gut in Form und habe mich schon auf den zweiten Teil der Saison gefreut”, so Milan, der ergänzte: “Ich bin extrem motiviert und das ist manchmal genauso wichtig wie die Beine.”

​193 Kilometer von Gorzów Wielkopolski nach Zielona Góra parallel zur deutsch-polnischen Grenze bildeten den dritten Tag, der wieder überwiegend flach war und lediglich zwölf Kilometer vor dem Finale eine kleiner Bergwertung sah. Klassement wird dann ab dem vierten Teilstück gemacht. Ob Milan die 30 Sekunden, die er sich an Bonus an den ersten drei Tagen ersprintet hat, dann noch helfen, um im Gelben Trikot zu bleiben, ist unwahrscheinlich. Es geht in die Berge.

Tour de Pologne 2026 - Ergebnisse der 3. Etappe


2026:

Etappe 3: Gorzów Wielkopolski - Zielona Góra

05.08.2026 | 193.5 km
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So lief die 3. Etappe der Tour de Pologne 2026

Das Profil der 3. Etappe der Tour de Pologne 2026Foto: Lang TeamDas Profil der 3. Etappe der Tour de Pologne 2026

Action von Beginn an auf der 3. Etappe der Polen-Rundfahrt. Gleich mit Eröffnung des Rennens ging Taco van der Hoorn (Lotto Intermarché) in die Offensive. Radosław Frątczak (Polnische Nationalmannschaft) setzte nach und schloss auf - der typische Etappenverlauf schien vorprogrammiert. Doch es kam anders. Nach 40 Kilometern und weiteren Attacken aus dem Feld waren die Ausreißer wieder eingeholt. Alles begann bei Null.

Mit Dries De Bondt (Team Jayco AlUla) attackierte der Führende in der Bergwertung.Es bildete sich ein Trio, ehe sich ein weiteres aus dem Feld löste. Das Kuriose: Milan höchstselbst ging in die Gruppe und fuhr mit seinen Begleitern nach vorne. Das löste sowohl bei den Ausreißern als auch im Feld Unmut aus. Hinten musste Soudal Quick-Step allein Vollgas nachsetzen, während die Ausreißer wussten, dass sie mit dem Gelben unter ihnen erst recht keine Chance bekommen würden.

Verlauf wiederholt sich

Nach einigen Kilometern ließ sich Milan dann wieder ins Feld zurückfallen. An der Spitze verblieb mit van der Hoorn, De Bondt und Enzo Paleni (Groupama - FDJ United) eine schlagkräftige Dreiergruppe, die ihren Vorsprung zunächst wieder ausbauen konnte. 120 Kilometer vor dem Ziel stand eine Minute für die Ausreißer auf der Uhr. Viel mehr wurde es in der Folge allerdings auch nicht mehr.

71 Kilometer vor dem Ziel wiederholte sich das Bild aus dem Beginn der Etappe. Eine zweite Dreiergruppe nutzte die kleine Lücke und sprang zur Spitze nach vorn. Sjoerd Bax und Fabio Christen (beide Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team), die es früh am Tag schon mal versucht hatten, schloss gemeinsam mit dem Vorjahresdritten Matteo Sobrero (Lidl - Trek) auf und baute den zwischenzeitlich auf 25 Sekunden geschrumpften Abstand wieder aus. Bis 50 Kilometer vors Ziel wurden daraus wieder anderthalb Minuten.

Doch die Sprinterteams hatten alles im Griff. Während De Bondt an der Bergwertung zwölf Kilometer vor dem Ziel noch die Punkte sicherte, war vier vor Ziel alles vorbei. Die Züge formierten sich, vor allem Decathlon, NSN und EF Education machten sich breit. Doch am Ende nützte es erneut nichts: Milan war wieder der Stärkste.

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