Prominente Sportler wie Ex-Biathlet Martin Fourcade trafen sich zum offiziellen Countdown der Rad-WM 2027. Bernard Hinault kehrte auf die Straßen zurück, auf denen er vor 46 Jahren Weltmeister wurde. Der französische Radsport-Botschafter führte am Samstag eine 10 km lange Parade von der Côte de Domancy nach Sallanches an. Die Strecke ist Teil der Kurse für die Straßenrennen der Elite-Männer und Elite-Frauen bei der UCI Rad-WM 2027 in Haute-Savoie Mont-Blanc. Neben Hinault nahmen Julie Bresset, Olympiasiegerin im Mountainbike Cross-Country, und Samuel Dumoulin, Etappensieger der Tour de France, an der Ausfahrt teil.
Der Peloton erreichte den Place Charles Albert in Sallanches, der für den Tag in eine Radsport-Arena umgewandelt wurde. Dort standen 20 vernetzte Räder bereit, die die 20 UCI-Weltmeisterschaften repräsentierten. Das Ziel: gemeinsam virtuelle 2.027 km zurücklegen. Rennräder, Bahnräder, Mountainbikes, Gravelbikes und Tandems kamen zum Einsatz. Radfahrer, Para-Radfahrer, Amateure und Neugierige wechselten sich über fünf Stunden ab, bis die symbolische Distanz erreicht war.
Bernard Hinault war gemeinsam mit zahlreichen aktiven und ehemaligen Sportlern anwesend. Kilian Bron (Mountainbike), Julie Bresset (Mountainbike Cross-Country), Victoria Stansfield (Straßenradsport), Lui Han Tsan (BMX Racing), Aurore Pernollet und Jérôme Neuville (Bahnradsport) sowie die ehemaligen Straßenprofis Samuel Dumoulin, Eugénie Duval, Julien Duval und Thomas Damuseau feierten mit. Lokale Champions aus anderen Sportarten wie Martin Fourcade, Gaëtan Paturel und Antonin Guigonnat (Biathlon), Alexis Pinturault (Ski Alpin), Emily Harrop (Skibergsteigen), Thibaut Baronian (Trailrunning) und Stéphane Tourreau (Apnoetauchen) waren ebenfalls dabei.
Seine Reise in die Region Haute-Savoie nutzte der sechsfache Olympiasieger Martin Fourcade aber nicht nur für PR-Termine und eine Fahrt auf der Rolle. Er ging auch bei einem Radmarathon an den Start. Fourcade (38) nahm sechseinhalb Jahre nach dem Ende seiner Biathlonkarriere erstmals wieder an einem Wettkampf teil. Bei der ersten Ausgabe des Haute-Savoie Mont-Blanc Classic Cyclosportive belegte er den 9. Rang. Nur sechs Minuten trennten ihm vom Sieger des Jedermann-Radrennens. Das Rennen ging über 105 Kilometer und 2.500 Höhenmeter.
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Bernard Hinault beschrieb die Rückkehr zur Côte de Domancy als besonderes Gefühl. Er freue sich, an diesem Tag teilgenommen und den Peloton bis nach Sallanches geführt zu haben. Es gebe bereits einen Vorgeschmack auf die Leidenschaft rund um das Event. Enrico Della Casa sagte, die Menschenmenge in Sallanches verkörpere den Geist, den man bis zur WM 2027 tragen wolle. Man freue sich, den Countdown mit einem starken Symbol zu starten: einem Totem, das mit Tissot entwickelt wurde, dem langjährigen UCI-Partner seit über 30 Jahren. Mit 20 verschiedenen UCI-Weltmeisterschaften in einem Gebiet werde diese Ausgabe das größte jemals organisierte Radsport- und Para-Radsport-Event sein.
Die UCI Rad-WM 2027 in Haute-Savoie Mont-Blanc findet vom 24. August bis 5. September statt. Frankreich und Haute-Savoie richten die zweite Ausgabe der zusammengelegten UCI-Weltmeisterschaften aus. 20 UCI-Weltmeisterschaften werden an 16 Austragungsorten ausgetragen: Annecy, Châtel - Portes du Soleil, Cluses, Doussard, La Clusaz, La Roche-sur-Foron, Les Gets, Morillon - Grand Massif, Rumilly, Sallanches - Domancy - Pays du Mont-Blanc, Samoëns - Grand Massif, Saint-Pierre-en-Faucigny, Thônes, Vétraz-Monthoux - Annemasse, Evian-les-Bains und das Nationale Velodrom von Saint-Quentin-en-Yvelines.
Mehr als 15.000 Athleten aus den 206 UCI-Mitgliedsverbänden kämpfen um 288 UCI-Weltmeistertitel. Die Ausgabe präsentiert ein breites Spektrum an Radsport-Disziplinen, darunter olympische und paralympische Wettbewerbe. Weniger bekannte Disziplinen und Formate, die auch für Amateure offen sind, erhalten Sichtbarkeit. Die Veranstaltung stellt Geschlechtergleichheit und Inklusion in den Mittelpunkt ihrer Organisation. Die WM 2027 soll ein bleibendes Erbe hinterlassen und die Entwicklung des Radsports, der Radsportindustrie und des ganzjährigen Bergtourismus unterstützen.

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.