Giro d’Italia - 18. EtappeMagnier übersteht die “Mauer” und gewinnt

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 · 28.05.2026

Giro d’Italia - 18. Etappe: Magnier übersteht die “Mauer” und gewinntFoto: Getty Images / Dario Belingheri
Paul Magnier hat die 18. Etappe des Giro d’Italia gewonnen.
Zum ersten Mal seit dem Grande Partenza des Giro d’Italia in Bulgarien endete wieder eine Etappe im Massensprint. Der Sieger ist dabei der gleiche wie am ersten und dritten Tag der Rundfahrt: Paul Magnier (Soudal Quick-Step) hat erneut zugeschlagen und auf der 18. Etappe seinen dritten Tagessieg gefeiert.

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Was Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) bei dieser Italienrundfahrt am Berg ist, ist Magnier im sauberen Massensprint: unschlagbar. Der 22 Jahre alte Franzose gewann in Pieve di Soligo nach 171 Kilometern Vor Edoardo Zambanini (Bahrain - Victorious) und Jonathan Milan (Lidl - Trek) in einem Bergaufsprint. Das Teilstück war zwar als flach deklassiert, doch bestanden aufgrund der steilen Kletterpassage an der Muro di Ca' del Poggio zehn Kilometer vor dem Ziel Zweifel daran, ob die Sprinter - wie so oft im Verlauf des Giro - vielleicht an der letzten Hürde scheitern würden.

Doch die schnellen Männer und ihr Helfer ließen die Lücke nicht zu groß werden. “Am Fuße des Anstiegs hätte ich nicht gedacht, dass ich gewinnen würde, aber oben auf dem Anstieg waren noch viele Teamkollegen um mich herum, sodass ich eine Chance auf den Sieg hatte”, sagte Magnier nach dem Rennen. “Ich bin dem ganzen Team dankbar, dass es mir so viel Selbstvertrauen gegeben hat, denn heute Morgen dachte ich noch, ich würde es gerade so ins Grupetto schaffen. Das ist eine Überraschung. Ich bin stolz darauf, diesen Sieg für das gesamte Team einzufahren.”

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Klassementfahrer schonen sich vor hartem Schlusswochenende

Magnier ist damit auch zurück im Punktetrikot, dass er Jhonatan Narvaez (UAE Team Emirates - XRG) damit wieder abnehmen konnte. Sein Vorsprung in der Wertung beträgt nun knapp 50 Punkte. “Ich bin sehr glücklich, das Maglia Ciclamino zurück zu haben. Es war ein harter Kampf mit Jhonatan. Die nächsten beiden Etappen werden sehr hart mit vielen Höhenmetern, ich muss es ins Ziel schaffen, und ich bin ziemlich zuversichtlich, dass mir das gelingen wird.“

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In der Gesamtwertung gab es derweil nichts auszustehen. Vingegaard schaffte es wie der Rest der Top 10 zeitgleich mit dem Tagessieger ins Ziel, führt das Klassement damit weiter vor Felix Gall (Decathlon CMA CGM), Thymen Arensman (Netcompany INEOS) und Jai Hindley (Red Bull - BORA - hansgrohe) an. In diese Konstellation wird morgen und übermorgen aber Bewegung kommen. Die 19. Etappe ist mit über 5000 Höhenmetern und der Cima Coppi die Königsetappe der Rundfahrt, auch die 20. endet mit einer Bergankunft.

Giro d’Italia 2026 - Ergebnisse der 18. Etappe


2026:

Etappe 18: Fai della Paganella - Pieve di Soligo

28.05.2026 | 163.654 km
In Kooperation mit



So lief die 18. Etappe des Giro d’Italia 2026

Das Profil der 18. Etappe des Giro d’Italia 2026Foto: RCS SportDas Profil der 18. Etappe des Giro d’Italia 2026

Auch am vermeintlichen einfachen Tag war die Spitzengruppe gut umkämpft. Es dauerte fast 70 Kilometer, bis sich die Gruppe des Tages etablieren konnte. Dem Polti-VisitMalta-Duo Mattias Bais und Andrea Mifsud, das schon etwas länger vor dem Feld fuhr, schlossen sich James Shaw (EF Education - EasyPost) und Jonas Geens (Alpecin - Premier Tech) an. Bis zur ersten Bergwertung (3. Kategorie) wuchs der Abstand dann aber schnell auf knapp drei Minuten an.

Allerdings war damit auch das Maximum erreicht. Richtung Zwischensprint 36 Kilometer vor dem Ziel fiel die Differenz wieder unter eine Minute, was Narvaez Hoffnung machte, dort Punkte für das Ciclamino-Trikot zu sammeln. Auch sein Team arbeitete deshalb mit. Doch die Gruppe fuhr über den Strich, Narvaez holte sich aus dem Feld einen Punkt.

Abstand an der Muro di Ca' del Poggio bleibt gering

Während drei der Ausreißer 21 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurden, wollte Geens noch nicht aufgeben. Über den Red Bull Kilometer rettete sich der Belgier bis an den Fuß der Muro di Ca' del Poggio, wo er elf Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde. In dem 1100 Meter langen Anstieg, der bis zu 19 Prozent steil war, attackierte Afonso Eulalio (Bahrain - Victorious), der zuvor am Tag noch gestürzt war und danach zunächst Probleme hatte, überhaupt ins Feld zurückzukehren.

Visma und Vingegaard setzten nach, sodass das Feld etwa zur Mitte des Anstiegs auseinanderriss. In der ersten Gruppe befanden sich die Klassementfahrer, mit etwa 15 Sekunden Abstand folgten die Sprinter, die sich Hoffnungen auf den Tagessieg machten. 3,8 Kilometer vor dem Ziel schlossen beide Gruppen wieder zusammen, vorne raus waren nur noch Eulalio und Johannes Kulset (Uno-X Mobility). Die wurden dann 1300 Meter vor dem Ziel gestellt.

Und so kam es zum Sprint. Jasper Stuyven lancierte den auf leicht ansteigendem Terrain für Magnier, der sich die Chance nicht mehr nehmen ließ und vor Zambanini und Milan zum Sieg sprintete.

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