Giro d’Italia - 17. EtappeSkandinavische Ausreißerpower: Valgren siegt mit Pokémon in der Tasche vor Leknessund

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 · 27.05.2026

Giro d’Italia - 17. Etappe: Skandinavische Ausreißerpower: Valgren siegt mit Pokémon in der Tasche vor LeknessundFoto: Getty Images / Tim de Waele
Michael Valgren feiert auf der 17. Etappe des Giro d’Italia einen Ausreißersieg.
Michael Valgren (EF Education - EasyPost) hat die 17. Etappe des Giro d’Italia gewonnen. Der Däne war Teil einer großen Ausreißergruppe, die sich auf dem Weg ins Finale sukzessive verkleinerte. Unter dem Teufelslappen ließ er seine verbliebenen fünf Mitfahrer mit einem gut getimten Angriff stehen und feierte damit seinen ersten Sieg bei einer Grand Tour.

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Auf den letzten Metern fummelte Valgren einen kleinen grünen Gegenstand aus seiner Rückentasche, den er auf der Ziellinie nach oben reckte. Es war ein Glücksbringer, den ihm sein Sohn mitgegeben hatten. Er erfüllte seinen Zweck.

​”Ich hatte dieses Pokémon als Glücksbringer in der Tasche”, sagte der 34-Jährige im Siegerinterview. “Ich dachte, ich wäre zu langsam, um einen Sprint zu gewinnen, also habe ich meinen Zug gemacht. Es war ein seltsamer Tag mit einer großen Gruppe an der Spitze. Am Ende war es hart. Ich war wirklich am Limit. Ich hatte Angst, dass ich einbrechen würde. Zum Glück war das Rennen nicht 500 Meter länger. Mir fehlte noch eine Etappe bei einer Grand Tour in meinem Lebenslauf. Ich glaube, ich habe es verdient.“

Leknessund zum dritten Mal Zweiter

Auch Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) hätte einen entsprechenden kleinen Helfer gebrauchen können. Der Norweger wurde hinter Valgren Zweiter - zum dritten Mal im Verlauf dieser Rundfahrt. Auch auf den Ausreißeretappen nach Fermo und Verbania fand er einen Meister. In Andalo nach 202 Kilometern war es nun Valgren. Dritter wurde Damiano Caruso (Bahrain - Victoriuous), der bei seinem letzten Giro Aleksandr Vlasov (Red Bull - BORA - hansgrohe) auf Platz vier verwies.

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Das Hauptfeld mit allen Klassementfavoriten erreichte das Tagesziel mit mehr als fünf Minuten Rückstand auf den Sieger. Caruso spülte das als neuen Neunten der Gesamtwertung in die Top 10, weiter vorn passierte nichts. Valgrens Landsmann Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) verteidigte das Rosa Trikot ohne Probleme vor Felix Gall (Decathlon CMA CGM), Thymen Arensman (Netcompany INEOS) und Jai Hindley (Red Bull - BORA - hansgrohe).

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Giro d’Italia 2026 - Ergebnisse der 17. Etappe


2026:

Etappe 17: Cassano d'Adda - Andalo

27.05.2026 | 194.837 km
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So lief die 17. Etappe des Giro d’Italia 2026

Das Profil der 17. Etappe des Giro d’Italia 2026Foto: RCS SportDas Profil der 17. Etappe des Giro d’Italia 2026

Der erwartet große Kampf um die Ausreißergruppe begann früh mit einem Trio, zog sich dann aber bis zur Mitte der Etappe. Madis Mihkels (EF Education - EasyPost), Nick Schultz (NSN Pro Cycling Team) und Johan Jacobs (Groupama – FDJ United) bildeten für die ersten 30 Kilometer die Spitze, wurden aber nie weit weggelassen.

Danach wurden die Gruppen größer. Erst ein Septett um Leknessund, Jan Christen (UAE Team Emirates - XRG) und Remi Cavagna (Groupama - FDJ United) ging als nächstes, sechs weitere Profis mi Mick van Dijke (Red Bull - BORA - hansgrohe) setzten nach und schlossen auf. An den ersten beiden Bergwertungen des Tages kamen dann nochmal 18 Fahrer nach vorne. Giulio Ciccone (Lidl - Trek), Jonathan Narvaez (UAE Team Emirates - XRG), Enric Mas (Movistar Team), Vlasov und Florian Stork (Tudor Pro Cycling Team) gehörten dazu.

Während die Lücke zum Feld schnell aufging und hinten auf Ruhemodus geschaltet wurde, versuchte sich aus der Gruppe Cavagna als Solist abzusetzen. Im flachen Teil des Tages fuhr er sich mehr als zwei Minuten Vorsprung heraus. Zum Zwischensprint 59 Kilometer vor dem Ziel wurde der Franzose aber wieder gestellt. Narvaez sicherte sich dort die Punkte und holte sich damit das Maglia Ciclamino zurück.

Ein paar Kilometer später lösten sich Valgren, Caruso, Juan Pedro Lopez (Movistar Team), Gianmarco Garofoli (Soudal Quick-Step) und Leknessund, die Verfolger ließen die Lücke auf leicht ansteigendem Terrain schnell auf eine halbe Minute aufgehen.

Vorentscheidung fällt erst unter dem Teufelslappen

Richtung Red Bull Kilometer folgte Gespringe, immer wieder setzte sich die Spitze neu zusammen. Einer Rubio (Movistar Team) spannte mit Valgren zusammen, Caruso, Vlasov, Igor Arrieta (UAE Team Emirates - XRG) und wieder Leknessund nahmen die Verfolgung auf. Der Rest hatte sich aus dem Kampf um den Tagessieg verabschiedet. Am höchsten Punkt des Tages zehn Kilometer vor dem Ziel lagen zehn Sekunden zwischen den Gruppen.

In der Abfahrt ging die Lücke etwas weiter auf. Und auch in der Gegensteigung konnten die Verfolger zunächst nicht aufschließen. Arrieta setzte dann zum Solo an, doch kurz bevor der Spanier das Loch geschlossen hatte, drückte Rubio nochmal drauf. 2,3 Kilometer vor dem Ziel gelang die Rückkehr trotzdem. Und auch die weiteren drei Verfolger waren 1800 Meter vor dem Ziel wieder ran.

Eine weitere Tempoverschärfung verpuffte, ehe Valgren zum finalen Hurra ansetzte. Genau unter dem Teufelslappen, als das Gelände ausflachte, setzte er seine Attacke. Einen Moment lang herrschte hinter ihm Stillstand - lange genug, damit der Däne genügend Vorsprung herausfahren konnte. Zwar setzte Leknessund noch nach, doch das reichte nur noch für Rang zwei.

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