Giro d’Italia - 12. EtappeSegaert schlägt das Feld mit später Attacke

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 · 21.05.2026

Alec Segaert (Bahrain - Victorious) gewinnt die Etappe.
Foto: Getty Images / Dario Belingheri
​Auf dem Papier sollte die 12. Etappe des Giro d’Italia 2026 ein Showdown der Sprinter werden. Doch zwei Anstiege warfen einen Großteil der Sprinter frühzeitig zurück. Stattdessen düpierte Alec Segaert (Bahrain - Victorious) das Feld im Finale.

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Eine Woche lang mussten sich die Sprinter durch den Giro d’Italia 2026 schuften, ohne eine Chance auf einen Etappensieg zu haben. Hügel, Berge und ein Zeitfahren prägten die Strecke der Italien-Rundfahrt. Das 12. Teilstück mit Ziel in Novi Ligure war hingegen wieder für die Sprinter auserkoren. Zumindest auf dem Papier. Denn in der Realität erwiesen sich zwei kürzere Berge zur Rennmitte als zu schwierig für viele Sprinter.

​Segaert wählt den idealen Zeitpunkt für seine Attacke

Der Tagessieg nach 175 Kilometern ging schließlich an den Belgier Alec Segaert (Bahrain - Victorious), der aus einer Kurve drei Kilometer vor dem Ziel attackierte und im Folgenden seine Zeitfahrqualitäten ausspielte. Aus der dezimierten Sprintergruppe reagierten die weiteren Teams zu spät, um Segaert wieder einzuholen. Platz zwei ging drei Sekunden später an Toon Aerts (Lotto-Intermarché) vor Guillermo Silva (XDS Astana Team).

Drei Kilometer vor dem Ziel griff Alec Segaert (Bahrain - Victorious) an.Foto: Getty Images / Tim de WaeleDrei Kilometer vor dem Ziel griff Alec Segaert (Bahrain - Victorious) an.

Die Etappe verlief zunächst entlang des Ligurischen Meeres zurück und folgte dann für einige Kilometer der Strecke von Mailand nach Sanremo, allerdings in entgegengesetzter Richtung. Der Kurs war überwiegend flach, abgesehen von zwei Anstiegen der 3. Kategorie zu Beginn des letzten Etappendrittels. Diese Anstiege erwiesen sich letztlich aber als zu schwierig für die meisten Sprinter, darunter Dylan Groenewegen (Unibet - Rose Rockets), Jonathan Milan (Lidl - Trek), Pascal Ackermann (Team Jayco AlUla), Casper van Uden (Team Picnic PostNL) und Paul Magnier (Soudal - Quick-Step).

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Afonso Eulálio (Bahrain Victorious) sicherte sich unterwegs Bonussekunden und baute seinen Vorsprung im Klassement aus.Foto: Getty Images / Luca BettiniAfonso Eulálio (Bahrain Victorious) sicherte sich unterwegs Bonussekunden und baute seinen Vorsprung im Klassement aus.

​Giro d’Italia 2026 - Ergebnisse der 12. Etappe


2026:

Etappe 12: Imperia - Novi Ligure

21.05.2026 | 806.541 km
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Das Profil der 12. Etappe des Giro d’Italia 2026Foto: RCSDas Profil der 12. Etappe des Giro d’Italia 2026

​​​So lief die 12. Etappe des Giro d’Italia 2026

​Nach einigen Angriffen hatte sich nach zehn Kilometern ein Quintett gebildet, bestehend aus Jonas Geens (Alpecin-Premier Tech), Manuele Tarozzi (Bardiani-CSF), Jardi Van der Lee (EF Education-EasyPost), Juan Pedro Lopez (Movistar) und Mattia Bais (Polti-Visit Malta). Die Gruppe fuhr sich schnell einen Vorsprung von 1:50 Minuten auf das Feld heraus. Doch das war letztlich auch bereits der Maximalvorsprung. Denn im Feld erhöhten Unibet Rose Rockets, Soudal-Quick-Step und Lidl-Trek alsbald die Nachführarbeit.

Entsprechend verringerte sich der Abstand zwischenzeitlich auf rund 30 Sekunden. 100 Kilometer vor dem Ziel nutzten mehrere Fahrer die Situation, um zur Spitzengruppe aufzuschließen. Kurzzeitig bildete sich eine 20-köpfige Fluchtgruppe an der Spitze, die jedoch vom Feld nicht fahren gelassen wurde.

Jonas Rutsch kurzzeitig in der Spitzengruppe

Fortan bildete sich eine neue Gruppe, der erneut Geens, Van der Lee und Tarozzi sowie Jonas Rutsch (Lotto-Intermarché) und Fredrik Dversnes Lavik (Uno-X Mobility) angehörten. Die Ausreißer bekamen allerdings nicht viel Vorsprung zugestanden.

70 Kilometer vor dem Ziel wurde das Terrain mit dem Anstieg Colle Giovo (3. Kategorie) etwas anspruchsvoller. Van der Lee sicherte sich dort die Bergpunkte. Kurz darauf wurde die Fluchtgruppe 67 Kilometer vor dem Ziel allerdings bereits eingeholt.

Sprinter fallen zurück und geben in der Verfolgung auf

Im Anstieg zeigten zudem Dylan Groenewegen (Unibet - Rose Rockets), Jonathan Milan (Lidl - Trek), Pascal Ackermann (Team Jayco AlUla), Casper van Uden (Team Picnic PostNL) und Paul Magnier (Soudal - Quick-Step) Schwierigkeiten, dem Tempo des Feldes zu folgen. Insbesondere Movistar zeigte sich an der Spitze des Feldes aktiv. In der Abfahrt schlossen die Sprinter zwar wieder auf, doch beim nächsten Anstieg wenige Kilometer später am Passo Bric Berton (Kategorie 3) fielen sie erneut zurück.

Paul Magnier (Soudal - Quick-Step) verlor in den Anstieges des Tages den Anschluss an das Feld.Foto: Getty Images / Tim de WaelePaul Magnier (Soudal - Quick-Step) verlor in den Anstieges des Tages den Anschluss an das Feld.

Dieses Mal entstand 45 Kilometer vor dem Ziel ein Rückstand von 1:10 Minuten – der Beginn eines Schlagabtausches zwischen dem Hauptfeld und der Gruppe mit den meisten Sprintern in der Verfolgung. Denn der Abstand pendelte stets rund um 1:20 Minuten. Im Feld drückten vor allem NSN Cycling Team und EF Eduaction EasyPost auf das Tempo. 15 Kilometer vor dem Ziel gab die Sprintergruppe de Verfolgung auf.

Bei einer kurzen Steigung sieben Kilometer vor dem Ziel probierte es Guilio Ciccone (Lidl - Trek) mit einer erfolglosen Attacke. Ein weiterer Vorstoß kam durch Alec Segaert (Bahrain - Victorious) auf den letzten drei Kilometern - und dieser hatte schließlich gegen ein dezimiertes Sprinterfeld Erfolg.

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