Giro d’Italia - 11. EtappeNicht zu schlagen – Narvaez feiert seinen Etappen-Hattrick

TOUR Online

 · 20.05.2026

Jhonatan Narvaez (UAE-Emirates-XRG) feiert den Sieg auf der 11. Etappe.
Foto: Getty Images / Tim De Waele
Auf der 11. Etappe des Giro d’Italia stand eine Fluchtgruppe im Mittelpunkt. Der Etappensieger war hingegen kein Unbekannter: Für Jhonatan Narvaez (UAE-Emirates-XRG) war es der dritte Etappensieg bei diesem Giro. Das Nachsehen im Finale einer hektischen Etappe hatte Enric Mas (Movistar).

Themen in diesem Artikel

​Zu schwer für die Sprinter, zu wenig anspruchsvoll für die Klassementfahrer: Das 11. Teilstück des Giro d’Italia stand im Zeichen einer Fluchtgruppe, aus der schließlich Jhonatan Narvaez nach 195 Kilometern Chiavari den Tagessieg holte. Für den Ecuadorianer war es bereits der dritte Tagessieg bei dieser Rundfahrt, nach dem er bereits die 4. und 8. Etappe gewonnen hatte.

Dieses Mal setzte Narvaez im Finale im Sprintduell gegen Enric Mas (Movistar) durch. Mas eröffnete als erstes seinen Sprint, doch gegen die Spritzigkeit von Narvaez hatte der Spanier auf den letzten Metern nichts entgegenzusetzen. Acht Sekunden später sicherte sich Diego Ulissi (XDS Astana Team) im Sprint vor Chris Harper (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) und Aleksandr Vlasov (beide Team BORA – hansgrohe) Platz drei.

​Afonso Eulálio bleibt in Rosa beim Giro d’Italia

Mit Aussicht auf einen Ausreißersieg war die Etappe von Beginn an umkämpft, hektisch und von Angriffen geprägt. Zu den Ausreißern zählte unter anderem Nico Denz (Team BORA – hansgrohe). Die Höhenmeter warteten indes erst in der zweiten Rennhälfte mit drei Bergwertungen sowie einer letzten, nicht kategorisierten Steigung zehn Kilometer vor dem Ziel.

Afonso Eulálio (Bahrain Victorious) verteidigte das Rosa Trikot.Foto: Getty Images / Luca BettiniAfonso Eulálio (Bahrain Victorious) verteidigte das Rosa Trikot.

Das Hauptfeld erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 3:24 Minuten. In der Gesamtwertung gab es auf den vorderen Plätzen keine Veränderungen. Afonso Eulálio (Bahrain Victorious) verteidigte sein Rosa Trikot mit weiterhin 27 Sekunden an Vorsprung auf Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike). Auf den weiteren Plätzen folgen Thymen Arensman (Netcompany INEOS, +1:57 Minuten) und Felix Gall (Decathlon - CMA CGM, +2:24 Minuten).

Meistgelesene Artikel

1

2

3

​​Giro d’Italia 2026 - Ergebnisse der 11. Etappe


2026:

Etappe 11: Porcari (Paper District) - Chiavari

20.05.2026 | 184.488 km
RGFahrerZeit

Es liegen noch keine Ergebnisse vor

In Kooperation mit

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Das Profil der 11. Etappe des Giro d’Italia 2026Foto: RCSDas Profil der 11. Etappe des Giro d’Italia 2026

​​So lief die 11. Etappe des Giro d’Italia 2026

​Es dauerte rund 45 Kilometer, bis sich die Spitzengruppe des Tages bildete. Zuvor hatte sich kurzzeitig eine 16-köpfige Gruppe gebildet, zu der auch Jonas Rutsch (Lotto-Intermarché) gehörte. Diese wurde jedoch ebenso wenig wie viele weitere Attacken fahren gelassen. Entsprechend hektisch ging es in der Anfangsphase der Etappe zu. Der entscheidende Vorstoß gelang schließlich dem Trio Mattia Bais (Polti-Visit Malta), Chris Harper (Pinarello-Q36.5) und Andreas Leknessund (Uno-X Mobility). Sie lösten sich vom Feld und bekamen später Zuwachs von neun weiteren Fahrern, darunter Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step), Alberto Bettiol und Diego Ulissi (beide XDS Astana Team) sowie Nico Denz und Aleksandr Vlasov (beide Red Bull - BORA - hansgrohe).

Ständige Attacken führen zu viel Hektik

​Die Gruppe bekam zunächst aber keinen großen Vorsprung zugestanden. Das Feld hielt den Abstand bei rund einer Minute, ehe Lidl-Trek das Tempo noch einmal erhöhte und das Hauptfeld kurzzeitig in zwei Teile riss. Der Rückstand betrug nun 40 Sekunden. Im Anstieg versuchten weitere Fahrer, die Lücke nach vorne zu schließen, darunter Enric Mas (Movistar) und Lennert Van Eetvelt (Lotto-Intermarché).

Die ursprünglich zwölfköpfige Spitzengruppe mit Nico Denz (Red Bull - BORA - hansgrohe) an der Spitze.Foto: Getty Images / Luca BettiniDie ursprünglich zwölfköpfige Spitzengruppe mit Nico Denz (Red Bull - BORA - hansgrohe) an der Spitze.

Fünfzehn Kilometer später, am Anstieg zum Passo del Termine (3. Kategorie), schlossen Mas und Van Eetvelt zur bereits dezimierten Spitzengruppe auf. Kurz darauf attackierten aus dem Feld ebenfalls Warren Barguil (Team Picnic-PostNL), Jhonatan Narváez (UAE Team Emirates) und Christian Scaroni (Astana Qazaqstan Team) und schlossen die Lücke nach vorne. Die Bergwertung am Passo del Termine sicherte sich Bais.

Denz fehlt zurück, Vlasov attackiert

​Erst 80 Kilometer vor dem Ziel beruhigte sich die Rennsituation und der Vorsprung der Fluchtgruppe wuchs allmählich auf drei Minuten an. Am Colle di Guaitarola (2. Kategorie) fiel Denz aus der Gruppe zurück.

​40 Kilometer vor dem Ziel setzten sich dann Vlasov, Stuyven und Narvaez nach einer längeren Abfahrt aus der Gruppe ab. Im Anstieg zum Colla dei Scioli (3. Kategorie) bekamen sie Begleitung durch Harper, Barguil, Ulissi und Ludovigo Crescioli (Team Polit). Schließlich verloren Stuyven und Barguil den Anschluss, sodass eine sechsköpfige Führungsgruppe die letzten 25 Kilometer in Angriff nahm. Das Feld lag zu diesem Zeitpunkt rund drei Minuten zurück.

​Die letzte Prüfung war 16 Kilometer vor dem Ziel die nicht kategorisierten Steigung nach Cogorno. An dieser Steigung erwiesen sich Narváez und Mas als die beiden stärksten Fahrer der Gruppe und schüttelten den Rest ab.

Meistgelesen in der Rubrik Profi - Radsport