Leon Weidner
· 22.09.2026
Bei den U23-Einzelzeitfahren der Straßen-Weltmeisterschaften in Montreal gingen die Goldmedaillen an den Niederländer Ryan Gal und die Australierin Felicity Wilson-Haffenden. Beide setzten sich auf anspruchsvollen Kursen gegen starke Konkurrenz durch und sicherten sich das begehrte Regenbogentrikot.
Im Rennen der Männer über 31,3 Kilometer entwickelte sich ein enger Kampf um den Sieg. Gal fuhr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 50 km/h zur Bestzeit und verwies den Italiener Nicolas Milesi um lediglich 7,01 Sekunden auf Rang zwei – eine echte Überraschung. Bronze ging an den Spanier Héctor Álvarez, dem am Ende 11,88 Sekunden auf den Sieger fehlten.
Bei den Frauen dominierte Wilson-Haffenden vor allem die zweite Hälfte des 20,3 Kilometer langen Zeitfahren. Nachdem sie am ersten Messpunkt noch nahezu gleichauf mit Nienke Vinke gelegen hatte, setzte sich die Australierin im weiteren Rennverlauf zeitlich entscheidend ab und gewann mit 28,47 Sekunden Vorsprung. Die Belgierin Luca Vierstraete komplettierte das Podium auf Rang drei.
Aus deutscher Sicht blieb ein Spitzenresultat beim Zeitfahren zwar aus, dennoch präsentierten sich die beiden Starter im U23-Männerrennen solide. Bruno Kessler fuhr auf Rang 13 und verpasste die Top Ten um knapp eine halbe Minute. Louis Leidert belegte Platz 15 und komplettierte damit ein ordentliches deutsches Mannschaftsergebnis.
Bei den Frauen gehörte mit Justyna Czapla zudem eine deutsche Fahrerin zum erweiterten Favoritenkreis, ein Ergebnis in den Medaillenrängen sprang auf dem 20,3 Kilometer langen Kurs jedoch nicht heraus. Als Zehnte, mit 1:11 Minuten Rückstand musste sie sich klar geschlagen geben. Magdalena Leis beendete das Rennen auf Rang 23.
U23 Frauen Zeitfahren
U23 Männer Zeitfahren

Redakteur
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