Der Straßenkalender 2027 bringt einige Neuzugänge, und gleich zwei davon prägen den Saisonauftakt. Noch bevor die WorldTour am 19. Januar mit der Tour Down Under startet, wird bereits bei neuen UCI-Rennen um Punkte gefahren. Mit dabei sind Mexiko, USA und die Kanaren.
Den Anfang macht das erste Profi-Etappenrennen auf den Kanaren. Vier Etappen stehen auf dem Programm, je zwei auf Gran Canaria und Teneriffa. Geplant sind ein Küstenabschnitt, eine Mittelgebirgsetappe, eine Bergetappe und zum Abschluss eine Bergankunft. Viele Teams bereiten sich ohnehin auf den Inseln vor, nun können sie das Trainingslager direkt mit einem Rennen verbinden. Für manche Fahrer dürfte das eine echte Alternative zur langen Reise nach Australien sein. Langfristig wollen die Organisatoren das UCI-Rennen auf sechs Tage ausbauen.
Mexiko kehrt mit einem Doppelpack an UCI-Rennen auf die internationale Bühne zurück. Zunächst steht mit der Clásica de la República ein Eintagesrennen in Mexiko-Stadt an, zwei Tage später beginnt die MEX Tour. Sie knüpft an die traditionsreiche Vuelta a México an, die 1948 erstmals und 2015 zuletzt ausgetragen wurde. Hinter dem Comeback steht der Boom um Isaac del Toro. Der 22-Jährige wurde 2026 Dritter der Tour de France und gewann kürzlich auch die Deutschland Tour. Ob er zum Heimrennen antritt, ist allerdings noch offen. Darüber entscheidet sein Team UAE Emirates-XRG, möglicherweise beim Teamtreffen Ende Oktober. Die Organisatoren dürften alles daransetzen, ihren Superstar als Hauptgesicht der neuen UCI-Rennen an den Start zu bringen.
Auch in Nordamerika tut sich etwas. Das Battenkill-Rennen im Bundesstaat New York kehrt nach 13 Jahren in den UCI-Kalender zurück. Wegen seiner zahlreichen Schotterpassagen wird es gern mit den belgischen Klassikern verglichen. Zudem wird beim Armed Forces Cycling Classic in Washington, D.C. erstmals ein UCI-Straßenrennen für Männer ausgetragen.
Alle neu vorgestellten UCI-Rennen gehören der zweiten Kategorie des Weltverbandes an, sind also nicht Teil der WorldTour.

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.