Tödlicher TrainingsunfallUltracycling-Weltrekordler Max Riese gestorben

Sandra Schuberth

 · 18.09.2026

Tödlicher Trainingsunfall: Ultracycling-Weltrekordler Max Riese gestorbenFoto: Carsten Mathiaszyk
Max Riese ist bei einem Trainingsunfall auf der Rossfeld Panoramastraße ums Leben gekommen. Nach bisherigem Kenntnisstand kollidierte der 36-jährige Ultracycling-Athlet in einer Abfahrt offenbar mit einem Rothirsch. Max Riese war eine der prägenden Persönlichkeiten der Szene, stellte 2025 einen Triple-Everesting-Weltrekord auf und gewann 2026 das Hellenic Mountain Race. Als Tourenentwickler und Gründer von gravgrav.cc inspirierte er zudem viele Menschen weit über den Sport hinaus.

Vor zwei Tagen erreichte uns die erschütternde Nachricht, dass Max Riese bei einem Unfall auf der Rossfeld Panoramastraße tödlich verunglückt ist. Nach jetzigem Stand ist anzunehmen, dass er in der Abfahrt mit einem Rotwild zusammengestoßen ist.

Max war einer der weltbesten Ultracycling-Athleten, eine Disziplin, bei der hunderte bis tausende Kilometer und Höhenmeter gefahren werden; jede Pause zählt zur Gesamtzeit. Im vergangenen Jahr sorgte er mit einem Triple-Everesting-Weltrekord für Aufsehen. Sein Ziel für dieses Jahr war es, die beste Gesamtzeit bei allen Mountain Races einzufahren. Das Hellenic Mountain Race hatte er in diesem Jahr gewonnen, beim Silk Road Mountain Race ist er Zweiter geworden. Und im Oktober hätte er am Taurus Mountain Race teilgenommen.

Max war aber nicht nur ein Athlet, Max war für viele auch eine Quelle der Inspiration. Als Touren-Entwickler und Wissens-Vermittler baute er mit gravgrav.cc eine Plattform auf, auf der aufwendig entwickelte Radrouten in Europa zu finden sind neben Erfahrungsberichten aus der Bikepacking-Community.

Sandra Schuberth, die Autorin dieses Textes, kannte Max persönlich und begegnete ihm noch am vergangenen Wochenende beim Gravel Ground. Sie schreibt: ​„Wenn ich an Max denke, denke ich an leuchtende Augen, an nerdigen Deeptalk, an gutes Essen, Kaffee und natürlich an seine beeindruckende Leistung auf dem Fahrrad. Nur einmal konnte ich mit ihm mithalten – bergauf; ich auf einem E-Gravelbike im Turbomodus, er entspannt in Zone 2.“

​Jetzt trauern Freundin, Freunde und Familie um Max und ebenso die gesamte Ultracycling-Welt. Man fragt sich kopfschüttelnd: Wie kann es sein, dass dieser Mann ausgerechnet auf einer Trainingsradfahrt einen Unfall hat? Wie kann es sein, dass ausgerechnet zu der Zeit ein Hirsch da war, wo Max war? Wie kann es sein, dass er gerade einmal 36 Jahre alt wurde?

Max Riese hinterlässt eine große Lücke, in seiner Familie und seinem Freundeskreis ebenso wie in der Ultracycling- und Bikepacking-Community. Seine sportlichen Leistungen bleiben, vor allem aber die Erinnerungen an einen Menschen, der andere mit seiner Begeisterung, seinem Mut und seiner Offenheit mitgenommen hat.

Unsere Gedanken sind bei seiner Partnerin, seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

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Sandra Schuberth

Sandra Schuberth

Redakteurin

Sandra Schuberth, mal Feierabendrunde, mal Trainingsride, mal unsupported Bikepacking-Challenge. Hauptsache sie und ihr Gravelbike – abseits vom Verkehr. Seven Serpents, Badlands oder Bright Midnight: Sie hat anspruchsvolle Bikepacking-Rennen gefinisht. Gravel und Bikepacking sind ihre Herzensthemen, ihr Anspruch an Equipment ist hoch. Was sie fährt, nutzt und empfiehlt, muss draußen bestehen: nicht im Marketing, sondern im echten Leben.

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