Tour of the Alps - «Krasser Tag»Rad-Quereinsteiger Jasch gewinnt Königsetappe

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 · 23.04.2026

Tour of the Alps - «Krasser Tag»: Rad-Quereinsteiger Jasch gewinnt KönigsetappeFoto: Jan Woitas/dpa
Hat überraschend die Königsetappe bei der Tour des Alpes gewonnen: Lennart Jasch (Archivbild)
Vom Eis aufs Rad: Lennart Jasch überrascht bei der Tour of the Alps mit einem Alleingang auf der Königsetappe – und kann sein Glück kaum fassen.

Der frühere Eisschnellläufer Lennart Jasch hat völlig überraschend die Königsetappe der Tour of the Alps gewonnen und damit den größten Sieg seiner noch jungen Radsport-Karriere gefeiert. Der 25-Jährige holte sich auf der vierten Etappe der stark besetzten Rundfahrt nach 167,8 Kilometern von Arco nach Trient den Sieg im Alleingang.

«Ich bin ein bisschen überfordert. Ich hätte niemals damit gerechnet. Das war ein total krasser Tag. Umso länger es ging, habe ich gemerkt, dass ich der Beste aus der Gruppe bin. Irgendwann habe ich mir ein Herz gefasst und bin losgefahren. Dann war es nur noch unglaublich hart», sagte Jasch, der sich 25 Kilometer vor dem Ziel aus einer Ausreißergruppe gelöst hatte. 

Bei der Tour of the Alps trifft er unter anderem auf Ex-Tour-Champion Egan Bernal (Kolumbien), Mountainbike-Olympiasieger Tom Pidcock (Großbritannien) oder den Giro-Sechsten Giulio Pellizzari (Italien), der auch die Gesamtwertung anführt.

Jasch kommt aus einer Eisschnelllauf-Familie

Bis Anfang 2024 hatte Jasch noch Eisschnelllauf betrieben, gehörte sogar der Nationalmannschaft an. Ebenso wie seine Schwester Maira, die in diesem Jahr bei den Olympischen Winterspielen in Mailand teilnahm. Vater Helge ist als Teamleiter bei der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft angestellt.

Nach einer Disbalance hatte Jasch 2023 in der Reha die Liebe zum Radsport entdeckt. Über den Sportexperten Dan Lorang kam er schließlich zum deutschen Team Red-Bull-Bora-hansgrohe, für die Profimannschaft hatte es aber nicht gereicht. Seit dieser Saison ist er bei der Schweizer Tudor-Mannschaft angestellt.

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Quereinsteiger sind im Radsport nicht ungewöhnlich. Der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz war lange Zeit im Biathlon aktiv, der viermalige Vuelta-Champion Primoz Roglic startete seine Karriere im Skispringen.

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