Tour de France Femmes - 6. EtappeLe Court-Pienaar gewinnt aus prominenter Spitzengruppe

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 · 06.08.2026

Kimberley Le Court-Pienaar (AG Insurance - Soudal Team) feiert den Etappensieg.
Foto: Getty Images / Alex Broadway
Auf der 6. Etappe der Tour de France Femmes 2026 durch das Zentralmassiv sicherte sich Kimberley Le Court-Pienaar (AG Insurance - Soudal Team) im Sprint den Sieg. Zur achtköpfigen Spitzengruppe gehörte ebenfalls Liane Lippert (Movistar).

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​Die 6. Etappe der Tour de France Femmes 2026 führte über die östlichen Ausläufer des Zentralmassivs und wurde somit erneut zur Kletterangelegenheit. Insgesamt 2600 Höhenmeter standen auf den 153,4 Kilometern zwischen Montbrison und Tournon-sur-Rhône an. Am Ende gewann Kimberley Le Court-Pienaar (AG Insurance - Soudal Team) das Teilstück.

Das Finale der Etappe prägte eine achtköpfige Spitzengruppe, die sich rund 35 Kilometern vor dem Ziel absetzte. Zur Gruppe gehörten unter anderem auch Liane Lippert (Movistar), Elisa Longo Borghini (UAE - L`IMAD), Célia Gery (FDJ United - SUEZ) und Puck Pieterse (Fenix - Premier Tech). Nach vielen taktischen Spielchen kam es schließlich zum Schlussspurt, in dem sich Le Court-Pienaar nach frühem Antritt knapp vor Cedrine Kerbaol (EF Education-Oatly) und Pieterse. Lippert rollte auf Platz sechs über die Linie.

​Le Court-Pienaar nach Defekt zurückgekämpft

”Das Rennen war verrückt. Ich hatte in der Abfahrt vor dem letzten Anstieg einen Defekt. Ich musste das Rad wechseln. Aber und mein Team war anschließend fantastisch und hat mich zurück ins Feld gebracht. Ich habe versucht, geduldig zu bleiben. Riejanne Markus und ich sind dann zur Spitzengruppe gesprungen”, sagte Le Court-Pienaar im Ziel-Interview. Sie fügte aber auch mit Blick auf das Finale an: “Ich war wirklich total am Ende und absolut am Limit. Ich kann nicht glauben, dass ich trotzdem noch die Beine für den Sprint hatte. Aber nach der Leistung meines Teams konnte ich nicht aufgeben.”

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Die Favoritennengruppe um das Gelbe Trikot von Marlene Reusser (Movistar), Antonia Niedermaier (CANYON//SRAM) und Demi Vollering (FDJ United - SUEZ) erreichte 28 Sekunden später das Ziel.

Elisa Longo Borghini (UAE - L`IMAD) arbeite unermüdlich in der Spitzengruppe.Foto: Getty Images / Tim de WaeleElisa Longo Borghini (UAE - L`IMAD) arbeite unermüdlich in der Spitzengruppe.

Die Trikots der Tour de France Femmes 2026

In der Gesamtwertung schob sich Longo Borghini aufgrund ihrer Fluchtbeteiligung auf Rang vier nach vorne (+2:28 Minuten) und damit vorbei an Niedermaier (+2:40), die nun Position fünf belegt. Niedermaier führt allerdings weiterhin in der Wertung der besten Nachwuchsfahrerinnen. Die Spitze des Klassements bleibt bei Reusser mit zwölf Sekunden vor Vollering, es folgt Kasia Niewiadoma (CANYON/SRAM, +1:17 Minuten). In der Bergwertung baute Pieterse ihre Führung aus. Lorena Wiebes (SD Worx - Protime) trägt weiter das Grüne Trikot.

​Tour de France Femmes 2026 - Ergebnisse der 6. Etappe

Das Profil der 6. Etappe der Tour de France Femmes 2026Foto: A.S.O.Das Profil der 6. Etappe der Tour de France Femmes 2026

So lief die 6. Etappe der Tour de France Femmes 2026

Nach rund 25 Kilometern bildete sich eine dreiköpfige Spitzengruppe mit Nikola Noskova (Cofidis), Loes Adegeest (Lidl-Trek) und Katrine Aalerud (Uno-X Mobility). Noskova sicherte sich die erste Bergwertung des Tages an der Côte de la Prunerie (Kategorie 4). Da das Trio fahren gelassen wurde, sammelte Noskova in der Folge weitere Punkte an der Côte d'Aurec (Kategorie 3) und der Côte de Praneuf (Kategorie 4).

Unterdessen verlor auf dem hügeligen Terrain bereits Anna van der Breggen (Team SD Worx - Protime) den Kontakt zum Feld, in dem vor allem EF Education-Oatly und Fenix-Premier Tech die Tempoarbeit diktierten. Denn auch ohne kategorisierte Anstiege ging es oft bergauf, was schließlich 67 Kilometer vor dem Ziel auch Noskova in der Spitzengruppe zum Verhängnis wurde. Nach einer Tempoverschärfung von Adegeest fiel sie zurück.

Liane Lippert	 (Movistar) zeigte sich in der Spitzengruppe aktiv.Foto: Getty Images / Tim de WaeleLiane Lippert (Movistar) zeigte sich in der Spitzengruppe aktiv.

Lippert in der entscheidenden Spitzengruppe dabei

Im Anstieg zum Col de Lalouvesc (2. Kategorie) wurden schließlich 54 Kilometer vor dem Ziel auch Adegeest und Aalerud eingeholt. Puck Pieterse (Fenix - Premier Tech) sicherte sich schließlich 47 Kilometer vor dem Ziel aus dem reduzierten Feld die Bergpunkte am Col de Lalouvesc.

Es folgte eine 15 Kilometer lange Abfahrt, in der sich nach einer Attacke von Célia Gery (FDJ United - SUEZ) eine Gruppe um ebenfalls Liane Lippert (Movistar), Elisa Longo Borghini (UAE - L`IMAD), Sarah Van Dam (Visma | Lease a Bike), Cedrine Kerbaol (EF Education-Oatly) und Pieterse bildete. Das Sextett erarbeitete sich einen Vorsprung von rund 30 Sekunden.

​Le Court-Pienaar fährt spät zur Spitzengruppe heran

In der Verfolgergruppe übernahm Lidl - Trek ein Großteil der Nachführarbeit. Doch auch an der letzten Bergprüfung des Tages, der Côte de Boucieu-le-Roi (3. Kategorie), blieb der Abstand 16 Kilometer vor dem Ziel zwischen Spitzengruppe und Feld unverändert. Pieterse sicherte sich die Bergpunkte, während es Kerbaol mit einer Soloattacke probierte, jedoch schnell wieder fünf ihren fünf Begleiterinnen gestellt war.

Allerdings hatten sich Riejanne Markus (Lidl - Trek) und Kimberley Le Court-Pienaar (AG Insurance - Soudal Team) in der Zwischenzeit erfolgreich aus dem Feld abgesetzt und schlossen sich zehn Kilometer vor dem Ziel den sechs Spitzenreiterinnen an. Allerdings harmonierte die Gruppe fortan nicht mehr wirklich, insbesondere Longo Borghini leistete den Großteil der Führungsarbeit.

Trotzdem erreichten die acht Fahrerinnen den letzten Kilometer und machten am Ende den Sieg unter sich aus.

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