Der Slowene Tadej Pogačar bindet sich zwei Jahre länger an sein aktuelles Team. Laut dem Radsportjournalisten Daniel Benson soll der Deal bereits abgeschlossen sein, auch wenn UAE Team Emirates - XRG die Verlängerung noch nicht offiziell verkündet hat. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand dabei wohl weniger das Gehalt des Dominators der vergangenen Jahre, sondern ganz besondere Klauseln.
Alex Carera, Pogačars Agent, hatte am Dienstag gegenüber Benson angekündigt, dass ein Treffen mit Teampräsident Matar Suhail Al Yabhouni Al Dhaheri und Manager Mauro Gianetti in Monaco stattfinden würde. Zu diesem Zeitpunkt sprach Carera von einer möglichen Verlängerung bis 2031. Die Gespräche sollten am Freitagvormittag vor dem Vuelta-Start stattfinden.
"Wir haben diese Woche ein Treffen mit dem Teammanagement. Tadej ist zufrieden, aber es gibt noch ein paar Punkte, die besprochen werden müssen", sagte Carera zu Daniel Benson. "Bislang haben wir eine Verlängerung bis 2031 diskutiert. Es geht nicht ums Geld, sondern um eine Reihe spezieller Klauseln."
Carera hatte erklärt, dass die Verhandlungen nicht in erster Linie um das Gehalt gehen. Stattdessen stehen drei bis vier spezielle Klauseln im Mittelpunkt. Laut Benson könnten diese Bonuszahlungen, Bildrechte, die Nutzung eines Privatjets und die Rennplanung von Teamkollegen umfassen. Der Agent beschrieb den Vertrag als "nicht standardmäßig" und deutete an, dass die Verhandlungen einen Monat dauern könnten.
Die neue Vereinbarung geht nun sogar über die ursprünglich diskutierte Laufzeit bis 2031 hinaus. Tadej Pogačar soll damit bis Ende 2032 bei UAE Team Emirates-XRG bleiben.
In Interviews hatte Pogačar zuvor angedeutet, möglicherweise nach den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles zurückzutreten. Seit einigen Monaten betonte er jedoch wiederholt, seinen bestehenden Vertrag bis 2030 erfüllen zu wollen. Die neue Vereinbarung bis 2032 bedeutet, dass er über seinen 32. Geburtstag hinaus aktiv bleiben wird.
Der Weltmeister gewann im Juli seinen fünften Tour-de-France-Gesamtsieg und liegt damit gleichauf mit Eddy Merckx, Jacques Anquetil, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Bei der Vuelta a España, die am Samstag in Monaco startet, strebt er seinen ersten Gesamtsieg an. Damit hätte er alle drei Grand Tours mindestens einmal gewonnen.
Pogačar erlebte 2026 bis jetzt eine weitere außergewöhnliche Saison. Er gewann Strade Bianche, Mailand-Sanremo, die Flandern-Rundfahrt, Lüttich-Bastogne-Lüttich, die Tour de Romandie und die Tour de Suisse, bevor er die Tour de France dominierte. Seine einzige Niederlage 2026 erlitt er bei Paris-Roubaix, wo er hinter Wout van Aert Zweiter wurde. Auch der Kopfsteinpflaster-Klassiker könnte teil der Gespräche gewesen sein, da es kein Geheimnis ist, dass Tadej Pogačar das Rennen unbedingt gewinnen will.
Nach der Vuelta wird Pogačar seinen Weltmeistertitel in Montreal verteidigen, bevor er bei der Europameisterschaft auf heimischen Straßen in Slowenien antritt. Anschließend strebt er seinen sechsten aufeinanderfolgenden Sieg bei Il Lombardia an.

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