Lukas Niebuhr
· 10.07.2026
Der spektakuläre Solo-Sieg von Tadej Pogacar in Gavarnie-Gèdre war nicht das einzige Gesprächsthema am gestrigen Nachmittag. Nachdem Jonas Vingegaard mit zweieinhalb Minuten Rückstand auf den Slowenen als Zweiter das Ziel erreichte, konnte kurz darauf Pogacars Edelhelfer Isaac del Toro im Sprint gegen Remco Evenepoel den dritten Platz der Etappe klar machen - sehr zum Leidwesen des Belgiers, der sichtlich unzufrieden mit der fehlenden Unterstützung seines Doppelspitzen-Partners Florian Lipowitz war: “Ich hatte um einen Lead-out gebeten und ihn nicht bekommen. Bei der Katalonien-Rundfahrt bin ich 30 Kilometer lang für ihn an der Spitze gefahren”, ärgerte sich der 26-Jährige im Ziel und fügte an: “Ich bat ihn, einen Kilometer die Führungsarbeit zu übernehmen. Da kam nichts. Das hat mich wütend gemacht und muss heute Abend besprochen werden.”
“Ja, da gab es ein bisschen Uneinigkeit, auch durch die Sprachbarriere und im Eifer des Gefechts”, bestätigt Denk im Podcast des Red Bull Rennstalls und ordnet die Situation zugleich entsprechend ein: “Das war nach über 180 Kilometern Bergetappe. Das war nichts Großes. Die Jungs haben bereits drüber gesprochen, zusammen gegessen und auch schon wieder gelacht.”
Die Doppelspitze des ungleichen Duos hat also weiterhin bestand. Aktuell liegt Remco Evenepoel mit 3:30 Minuten Rückstand auf Rang vier in der Gesamtwertung. Florian Lipowitz hat glatt vier Minuten Rückstand auf den Gesamtführenden Pogacar und liegt damit auf Platz sieben. Wer am Ende versuchen wird, aufs Podium zu fahren, und wer sich entsprechend als Helfer unterordnen muss, bleibt somit weiterhin abzuwarten.

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