Mehrere Quellen bestätigen den Transfer der spanischen Kletterin zu Movistar ab der Saison 2027. Wie das Portal Wielerflits berichtet, nutzt die 23-Jährige eine Klausel in ihrem bis Ende 2027 laufenden Vertrag bei UAE Team ADQ, um das Team bereits nach zwei Jahren zu verlassen. Die Ablösesumme beträgt 100.000 Euro.
Bei Movistar wartet ein Vertrag, der Paula Blasi knapp eine Million Euro pro Jahr einbringen wird. Diese Summe macht sie zu einer der bestverdienenden Fahrerinnen in der Geschichte des Frauenradsports. Movistar arbeitete bereits seit dem vergangenen Winter an der Verpflichtung und setzte sich gegen andere interessierte Teams durch. Zwischenzeitlich galt ein Wechsel zu Lidl-Trek als wahrscheinlich, nachdem Blasi dort eine Absichtserklärung unterzeichnet haben soll.
Das spanische Team verfügt für 2027 über ein beachtliches Aufgebot an Führungsfahrerinnen. Neben Paula Blasi stehen Marlen Reusser und Liane Lippert unter Vertrag. Die britische Nachwuchsfahrerin Cat Ferguson komplettiert die Gruppe der absoluten Top-Fahrerinnen. Alle vier Fahrerinnen haben Verträge für die kommende Saison, was Movistar eine breite Aufstellung für verschiedene Rennsituationen verschafft.
Die Katalanin feierte 2026 ihren endgültigen Durchbruch zur Weltspitze. Nach Platz drei bei der Tour Down Under folgte im April für Paula Blasi der Sieg beim Amstel Gold Race. Den Höhepunkt ihrer Saison markierte der Gesamtsieg bei La Vuelta Femenina Anfang Mai, wo sie Anna van der Breggen auf der Schlussetappe das Führungstrikot abnahm und überraschend die große Landesrundfahrt gewann.
Die Erfolgsserie setzte sich fort: Blasi triumphierte bei Durango Durango, der Tour Féminin International des Pyrénées und der Volta a Catalunya. Insgesamt kommt sie auf sieben Saisonsiege. Bei La Flèche Wallonne fuhr sie auf Rang drei, bei Lüttich-Bastogne-Lüttich auf Platz fünf.
Bereits 2025 hatte die Spanierin ihr Potenzial angedeutet. Sie wurde U23-Europameisterin, belegte Platz vier bei der Tour de Romandie und Rang sechs bei der Tour de l'Avenir. In ihrer ersten Profisaison feierte Paula Blasi vier Siege, darunter einen WorldTour-Erfolg beim Zeitfahren der Tour de Romandie Féminin.
Alex Carera, der auch Tadej Pogačar vertritt, machte im Mai seine Ambitionen für Blasi deutlich. Im Gespräch mit The Athletic erklärte er auf die Frage nach einem Millionenvertrag: "Das ist mein Ziel. Weil sie der Star der Zukunft im Radsport ist."
Die Entwicklung von Blasis Marktwert verlief rasant. Innerhalb weniger Monate entwickelte sie sich durch ihre Erfolge zu einer der begehrtesten Fahrerinnen im Peloton. Ihr Vertrag bei Movistar liegt knapp unter der symbolischen Millionengrenze, stellt aber dennoch einen der bedeutendsten Deals in der Geschichte des Frauenradsports dar.
Vor ihrem Wechsel zu Movistar steht im Sommer noch das Debüt bei der Tour de France Femmes mit UAE Team ADQ an. Trotz ihrer großen Erfolge in der Saison 2026 dämpfte Paula Blasi die Erwartungen. Gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur EFE erklärte sie: "Ich werde einfach da sein, um dem Team zu helfen."
UAE Team ADQ hatte versucht, die Spanierin zu halten. Während des Giro d'Italia hielten sich jedoch hartnäckig Gerüchte über einen möglichen Wechsel. Die Ausstiegsklausel in ihrem Vertrag ermöglichte letztlich den vorzeitigen Abgang. Bis jetzt haben weder Movistar noch UAE Team ADQ den Transfer offiziell bestätigt, er gilt jedoch als Formsache. Was die junge Spanierin bei Movistar bewirken kann, wird sich zeigen, zumal mit Marlen Reusser eine der großen Fahrerinnen des Gesamtklassements in den eigenen Reihen fährt. Aber wie seht ihr den Wechsel?
Werkstudent
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