Sandra Schuberth
· 20.04.2026
Die 23-jährige Spanierin von UAE Team ADQ holte sich die 12. Ausgabe der Amstel Gold Race Ladies Edition solo – mit rund 27 Sekunden Vorsprung auf Kasia Niewiadoma-Phinney, die Demi Vollering im Sprint um Platz zwei bezwang.
158 Kilometer von Maastricht nach Valkenburg, 21 Anstiege, der Cauberg viermal. Die Rechnung klang nach früher Selektion. Attacken gab es viele, keine setzte sich durch. Immer wieder schlossen die Favoritinnen die Lücken – oft war es Vollering selbst, die nachrückte.
Rund 25 Kilometer vor dem Ziel folgte Blasi einem Angriff von Nienke Vinke (SD Worx–Protime) – und hängte ihre Mitausreißerin drei Kilometer später am vorletzten Cauberg ab. Dahinter: Zögern. Die Favoritinnen schauten sich an und warteten, bis es zu spät war. Vinke wurde kurz vor dem Ziel von der Verfolgergruppe eingeholt. Vollering und Niewiadoma-Phinney starteten ihren Konter erst am finalen Cauberg – da betrug der Rückstand noch über eine Minute. Sie holten auf, aber es reichte nicht mehr.
Letizia Paternoster wurde Vierte, Noemi Rüegg Fünfte. Titelverteidigerin Mischa Bredewold kam über eine Minute zurück auf Rang 14.
Noch vor zwei Jahren war Blasi eine Unbekannte, die gerade erst angefangen hatte, Rennen zu fahren. Ihre sportliche Karriere begann in der Leichtathletik sowie im Duathlon und Triathlon – nach einer Verletzung im Februar 2024 konnte sie nur noch auf dem Rad trainieren. Der Rest ging schnell: Katalanische Meisterin im Straßenrennen und Zeitfahren, spanischer U23-Titel, vierter Gesamtrang bei der Tour de l'Avenir Femmes. Im Mai 2025 wurde sie aus dem UAE-Development-Team in den WorldTour-Kader hochgezogen, gewann Ende der Saison Bronze bei der U23-WM und den U23-EM-Titel. Das Amstel Gold Race war ihr erster Start bei einem Ardennenklassiker – und gleichzeitig ihr erster Sieg dort. Im Zielbereich triumphierte ihre Teamkollegin Karlijn Swinkels mit ihr und rief “Schau, es ist doch ein schönes Rennen!”.

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