Geld. Viel Geld. So viel Geld, dass wohl kaum ein 19-jähriger widerstehen könnte. Das Team Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team soll Paul Seixas ein 13 Millionen Euro Angebot unterbreitet haben - pro Jahr. Damit würden Radsport-Gehälter eine neue Dimension erreichen. Die Chancen auf einen Grand Tour Sieg würden mit dem Wechsel zu diesem Team jedoch schlagartig schwinden. Jetzt heißt es abwägen für die französische Tour-Hoffnung.
Laut dem Radsport-Insider Daniel Benson hat das Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team dem 19-jährigen Franzosen ein Vertragsangebot über 13 Millionen Euro pro Jahr gemacht. Paul Seixas könnte damit vor einer folgenreichen Entscheidung für seine Zukunft stehen. Sollte er sich für das Angebot aus der Schweiz entscheiden, wäre er der mit Abstand bestbezahlte Fahrer des Pelotons. Selbst Tadej Pogačar soll “nur” um die acht Millionen Euro im Jahr verdienen und ist damit aktuell der bestverdienendste Fahrer.
Am Ende des Tages dürfte es vor allem eine persönliche Frage für Paul Seixas sein. Viel Geld wird das Talent in jedem Falle verdienen, auch bei anderen Teams. Möchte er jedoch eines Tages ganz oben auf dem Podium der Tour de France stehen, dürfte die Antwort auf das Angebot des ProTour-Teams Pinarello ein klares Nein sein. Zumindest aktuell ist das Team, das keine WorldTour-Lizenz hat, wenn es um Grand Tour Siege geht, nicht konkurrenzfähig. Das kann sich natürlich ändern, dauert aber in der Regel viele Jahre, um ein starkes Team um einen Topfahrer wie Seixas aufzubauen. Auf der anderen Seite steht diese Zahl: 13 Millionen. Eine unfassbare Summe, die den Franzosen zu dem Team aus der Schweiz locken könnte.
Für die Sportler selbst dürfte es eine positive Nachricht sein. Mit den wachsenden Gehältern besteht zwar weiterhin eine große Spanne zwischen den Topverdienern und den “Normalverdienern”, jedoch bringen höhere Spitzengehälter immer auch einen insgesamten Aufschwung für alle Fahrer mit sich. Auf lange Sicht dürften davon alle profitieren.
Die Spannung jedoch dürfte klar leiden. Mit Paul Seixas besteht die große Hoffnung eines neuen Anwärters auf den Tour-Sieg. Viele rechnen ihm sogar realistische Chancen aus, Tadej Pogačar in absehbarer Zeit schlagen zu können. Und mal ganz ehrlich: wer will das nicht sehen? Endlich wieder echte Konkurrenz wenn der übermächtige Slowene bei einem Rennen antritt. Mit einem Wechsel zum zweitklassigen Team würde Seixas wohl erst einmal nicht um den Tour-Sieg mitfahren. Darum bleibt aus Fan-Sicht nur zu hoffen, dass er sich gegen den Transfer entscheidet. Was meinst du? Wird ein solcher Deal zustande kommen und wie werden die Auswirkungen sein?
Werkstudent
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