Der Münsterland Giro endete erwartungsgemäß in einem Massensprint. Visma | Lease a Bike setzte dabei sowohl auf Jakobsen als auch auf Nachwuchstalent Matthew Brennan als schnelle Optionen. Die Mannschaft kontrollierte das Rennen weitgehend und hielt sich laut Sportdirektor Robert Wagner an den zuvor festgelegten Plan: “Wenn Fabio sich gut fühlt, fahren wir für ihn”.
Für Jakobsen war das Rennen vor allem eine erste Standortbestimmung. Der ehemalige Etappensieger bei der Tour de France und der Vuelta ciclista a España konnte sich im Finale in aussichtsreicher Position halten, verlor im hektischen Sprint jedoch einige Plätze und kam schließlich auf Rang 15 ins Ziel. Mit seiner Leistung zeigte sich der 30-Jährige trotzdem zufrieden: "Ich habe mich ziemlich gut gefühlt. Die Mannschaft hat mich den ganzen Tag hervorragend unterstützt."
Besonders bemerkenswert war Jakobsens eigene Einordnung seines Auftritts. “Das ist das beste Rennen, das ich in den vergangenen zwei Jahren gefahren bin”, sagte der Niederländer anschließend. Zwar sei das Resultat noch nicht dort, wo er langfristig wieder hin wolle, doch aktuell gehe es vor allem darum, Schritt für Schritt Fortschritte zu machen. Entsprechend optimistisch blickt er auf die kommenden Wochen.
Auch Wagner zog ein positives Fazit. Der Sportdirektor verwies darauf, dass Jakobsen nach schwierigen Jahren wieder in einem Sprintfinale über fast 200 Kilometer konkurrenzfähig gewesen sei. “Für mich ist das Wichtigste, dass er nach 200 Kilometern wieder vorne dabei war. Er hat einen langen Weg hinter sich, deshalb bin ich sehr zufrieden", erklärte Wagner.
Dass Jakobsen trotz mehrerer schwieriger Saisons weiterhin an ein Comeback glaubt, war einer der Hauptgründe für seinen Wechsel zu Visma | Lease a Bike. Sein Debüt im gelb-schwarzen Trikot brachte zwar noch keinen Spitzenerfolg, lieferte aber erste Anzeichen dafür, dass der frühere Weltklasse-Sprinter auf dem richtigen Weg sein könnte.

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