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· 30.05.2026
In den Karnischen Alpen unternahm der Giro d’Italia 2026 seinen letzten Abstecher ins Gebirge. Vor dieser Etappe gab es kaum noch Zweifel am Gesamtsieg von Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike). Seine Ausnahmestellung bei diesem Giro bestätigte der Däne schließlich mit dem Sieg nach 200 Kilometern bei der Bergankunft in Piancavallo.
Nach dem 14,5 Prozent steilen Schlussanstieg rollte Vingegaard mit 1:15 Minuten Vorsprung vor einem Verfolgertrio über den Zielstrich. Für ihn war es der fünfte Tagessieg bei dieser Italien-Rundfahrt. Platz zwei auf der Etappe sicherte sich im Sprint Felix Gall (Decathlon CMA CGM Team) vor Jai Hindley (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Derek Gee-West (Lidl - Trek).
Elf Kilometer vor dem Ziel setzte Vingegaard im Schlussanstieg zur entscheidenden Attacke an, als sein letzter Teamkollege aus der Tempoarbeit ausscherte. Die Konkurrenz konnte nicht folgen, sodass sich Vingegaard schnell einen Vorsprung herausbauen und die letzten Ausreißer einholte.
Damit geht Vingegaard mit einem Vorsprung von 5:22 Minuten auf Gall in die Schlussetappe des Giro. Das Podium wird von Hindley mit einem Rückstand von 6:25 Minuten komplettiert.
In der Nachwuchswertung konnte Afonso Eulalio (Bahrain Victorious) seinen Vorsprung vor Davide Piganzoli (Team Visma | Lease a Bike) halten und gewinnt das Weiße Trikot. In der Bergwertung geht Giulio Ciccone (Lidl-Trek) nach dieser Etappe als Sieger hervor. Vingegaard, Zweiter der Bergwertung, verzichtete auf der letzten Bergetappe unterwegs auf Bergzähler.
| RG | Fahrer | Zeit |
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Die Spitzengruppe des Tages bildete sich zunächst aus den fünf Fahrern Jonas Geens (Alpecin - Premier Tech), Axel Huens (Groupama - FDJ United), Jack Haig (Netcompany - Ineos), Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) und Guillermo Silva (XDS - Astana). Auf der Verfolgung befanden sich Manuele Tarozzi (Bardiani - CSF - 7 Saber) und Larry Warbasse (Tudor), die nach langem Kampf erst nach 70 Kilometern den Anschluss nach vorne herstellen konnten.
Das Feld ließ die Spitzengruppe zwischenzeitlich auf über fünf Minuten davonziehen. Dort kontrollierte das Team Visma | Lease a Bike die Verfolgung.
Am ersten Anstieg des Tages nach Clauzetto (Kategorie 3) sicherte sich Leknessund die Bergpunkte. Der folgende Anstieg nach Piancavallo (1. Kategorie) war anspruchsvoller. Ab 67 Kilometern vor dem Ziel fiel die Spitzengruppe auseinander: Haig, Leknessund und Warbasse blieben aus dem Septett übrig. Haig sicherte sich am Gipfel die Bergpunkte.
Im Feld griff Giulio Ciccone (Lidl-Trek) noch einige Bergpunkte. Aus seinem Angriff bildete sich eine Verfolgergruppe mit Igor Arrieta (UAE-Emirates-XRG) und Ludovico Crescioli (Polti-VisitMalta), die zunächst zu Axel Huens und später zum Führungstrio mit Haig, Leknessund und Warbasse aufschlossen. Das Sextett hatte 50 Kilometer vor dem Ziel einen Vorsprung von 1:40 Minuten. Am Fuße des Schlussanstiegs betrug der Abstand zwischen Spitzenreiter und Feld noch eine Minute.
Im Schlussanstieg nach Piancavallo griff bei den Ausreißern Crescioli an, doch die Aussicht auf den Etappensieg war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vorhanden. Elf Kilometer vor dem Ziel griff Vingegaard bei den Favoriten an – Gall konnte kurz folgen, musste dann aber abreißen lassen. Vingegaard fuhr als Solist seinem fünften Tagessieg und dem Gesamtsieg beim Giro d’Italia 2026 entgegen.