Transfer-NewsCédrine Kerbaol wechselt zu SD Worx-Protime

Leon Weidner

 · 15.09.2026

Transfer-News: Cédrine Kerbaol wechselt zu SD Worx-ProtimeFoto: Getty Images/Alex Broadway
Cédrine Kerbaol wechselt zur kommenden Saison zum Team SD Worx-Protime
SD Worx-Protime verpflichtet die französische Kletterin Cédrine Kerbaol bis 2028. Die 25-Jährige wurde bei der Tour de France 2026 Sechste der Gesamtwertung und Zweite bei der Tour de Suisse.

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SD Worx-Protime reagiert auf die Entwicklungen im Frauenradsport und verstärkt sich gezielt im Gebirge. Nach einer Analyse im Frühjahr 2025 kam das Management zu dem Schluss, dass die Höhenmeter in Rennen stetig zunehmen und das Team mehr Kletterkompetenz benötigt. Die Verpflichtung von Cédrine Kerbaol soll diese Lücke nun schließen.

Vier Bergfahrerinnen für die Grand Tours

Teammanager Erwin Janssen sieht das Rennteam jetzt gut aufgestellt für die großen Rundfahrten. Mit Anna van der Breggen, Cédrine Kerbaol, Nienke Vinke und Valentina Cavallar stehen vier Fahrerinnen zur Verfügung, die am Berg mit den Besten mithalten können. Diese Gruppe soll in den Grand Tours um die Spitzenplätze kämpfen. Die Entscheidung für mehr Kletterstärke begründet Janssen mit der Tatsache, dass nicht nur in den dreiwöchigen Rundfahrten, sondern auch in anderen Rennen immer häufiger die Berge über den Ausgang entscheiden.

Aggressiver Rennstil von Cédrine Kerbaol

Sportdirektor Danny Stam verfolgt Kerbaol seit mehreren Jahren. Er hebt hervor, dass die Französin nicht nur zu den besten Kletterinnen gehört, sondern vor allem durch ihre offensive Fahrweise auffällt. Kerbaol wartet nicht ab, wie lange sie am Berg mithalten kann, sondern zündet selbst das Rennen. Diese Herangehensweise entspreche der DNA von SD Worx-Protime, das stets versuche, Rennen zu kontrollieren und die eigenen Chancen zu nutzen. Stam sieht in der Verstärkung neue Möglichkeiten für das Team, besonders durch die nun vorhandene starke Klettergruppe.

Bisherige Erfolge und Entwicklungspotenzial

Cédrine Kerbaol bewies mehrfach, dass sie zur Weltspitze gehört. Bei der Tour de France Femmes erreichte sie zweimal Platz sechs und einmal Platz acht in der Gesamtwertung. 2024 gewann sie eine Etappe der Tour. Bei der Vuelta Femenina wurde sie im vergangenen Jahr Vierte. In der Tour de Suisse 2025 fuhr sie auf den zweiten Gesamtrang. In nahezu jedem Etappenrennen, an dem sie teilnimmt, platziert sie sich in den Top Ten. Mit 25 Jahren sieht Stam noch Entwicklungspotenzial nach oben.

Austausch mit van der Breggen überzeugte

Vor ihrer Entscheidung sprach Cédrine Kerbaol mit Anna van der Breggen. Die erfahrene Gesamtwertungsfahrerin überzeugte die Französin, dass SD Worx-Protime das richtige Umfeld für ihre Weiterentwicklung als Etappenfahrerin bietet. Kerbaol betont, dass sie am Anfang ihrer Karriere steht und viel von van der Breggen und dem Team lernen kann. Das Gespräch mit Stam hinterließ ebenfalls einen positiven Eindruck, da der Sportdirektor echtes Interesse an ihren eigenen Vorstellungen zeigte und wie das Team sie dabei unterstützen kann.

Ziele und Ambitionen für Cédrine Kerbaol

Die Französin strebt Gesamtsiege bei den Grand Tours an. Ihre bisherigen Platzierungen bei der Tour de France Femmes haben ihren Ehrgeiz geweckt. Neben den Rundfahrten träumt sie von Siegen bei Klassikern wie Strade Bianche und Lüttich-Bastogne-Lüttich. Bei letzterem wurde sie 2024 bereits Vierte. Kerbaol hat Fahrerinnen wie Lotte Kopecky und Anna van der Breggen als Vorbilder, die im Peloton ruhig sind und im richtigen Moment entscheidende Attacken fahren. Sie bevorzugt einen aktiven Rennstil mit vollem Risiko für den Sieg statt sicherer Durchschnittsplatzierungen.

Cédrine Kerbaol hat bereits mit dem Niederländischlernen begonnen und freut sich auf die neue Herausforderung im Team. Vor allem freue Sie sich auf das Kennenlernen neuer Menschen, Kulturen und Sprachen.

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Leon Weidner

Redakteur

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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