Vuelta a Burgos FeminasOttestad holt ersten WorldTour-Sieg für Uno-X

Sebastian Lindner

 · 23.05.2025

Große Freude im Team Uno-X Mobility. Das norwegische Team hat seinen ersten Sieg auf der WorldTour eingefahren.
Foto: Getty Images / Szymon Gruchalski
Mie Björndahl Ottestad hat Geschichte geschrieben und den ersten WorldTour-Sieg für ihr Team Uno-X Mobility eingefahren. Der norwegische Sponsor, der auch bei den Männern ein Team unterstützt, ist seit 2022 im Frauenradsport engagiert und konnte nun bei der Vuelta a Burgos Feminas seinen bisher größten Erfolg feiern.

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Auch für die 27 Jahre alte Ottestad war der Gewinn der 2. Etappe der bisher wertigste ihrer nun sieben Siege. Für ihn musste sie nach 122 Kilometern von Villalba de Duero nach Roa de Duero Marlen Reusser (Movistar Team) im Zweiersprint besiegen. Die Norwegische Meisterin hatte sich gemeinsam mit der Schweizerin am letzten Anstieg acht Kilometer vor dem Ziel abgesetzt und die Verfolgerinnen auf Distanz gehalten. Den Sprint der zweiten Gruppe entschied Auftaktsiegerin Lorena Wiebes (Team SD Worx - Protime) für sich.

”Es war ein hektisches Finale, aber ich war zum Glück dazu in der Lage, mit Maren mitzufahren und dann im Sprint dagegenzuhalten”, freute sich Ottestad über ihren Sieg. “Der letzte Berg war schwerer als erwartet. Es gab Attacken und ich war dabei und konnte mit durchziehen. Eigentlic war der Plan, mit Linda (Zanetti) in den Sprint zu gehen.”

Kopecky nach Sturzverwicklung weit zurückgefallen

Ottestad konnte durch ihren Sieg und die dazugehörigen Bonussekunden auch die Führung in der Gesamtwertung übernehmen. Sie führt nun mit vier Sekunden vor Reusser und neun vor Wiebes. Raus aus dem Rennen um den Rundfahrtsieg ist dagegen Lotte Kopecky (Team SD Worx - Protime). Die Weltmeisterin war 30 Kilometer vor dem Ziel in einen Sturz verwickelt. Sie war zwar selbst nicht zu Boden gegangen, hatte jedoch den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Auch wenn sie selbst dafür arbeitete, das Loch wieder zu schließen, passierte doch nur das Gegenteil. Im Ziel hatte sie mehr als anderthalb Minuten Rückstand.

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Gar nicht erst gestartet war unter anderem Ricarda Bauernfeind (CANYON//SRAM zondacrypto). Die 25-Jährige Deutsche laboriert seit geraumer Zeit an wiederkehrenden Knieproblemen, die konstante Ergebnisse seit rund einem Jahr verhindern und sie immer wieder zu Pausen zwang. In diesem Fall gab sie aber Entwarnung. Es sei nicht das Knie, sondern eine Erkältung, die für sie das Ende der Burgos-Rundfahrt bedeutete.



Burgos-Rundfahrt der Frauen - Ergebnisse der 2. Etappe

So lief die 2. Etappe der Burgos-Rundfahrt der Frauen 2025

Das Profil der 2. Etappe der Vuelta a Burgos FeminasFoto: Procyclingstats/La Flamme RougeDas Profil der 2. Etappe der Vuelta a Burgos Feminas

Andrea Alzate (Eneicat - CMTeam) und Irene Cagnazzo (BePink - Imatra - Bongioanni) machte sich bereits nach wenigen Kilometern auf, um den Tag zu bestimmen. Das Feld genehmigte dem Duo maximal zweieinhalb Minuten Vorsprung und holte es 32 Kilometer vor dem Ziel zurück.

Kurz darauf krachte es im Feld. Rund 20 Fahrerinnen gingen zu Boden. Daraufhin teilte sich das Feld - und auch Lotte Kopecky (Team SD Worx - Protime) gehörte nicht zur Spitzengruppe. Als das die Runde machte, wurde das Tempo vorne deutlich angezogen. Bei starken Winden von schräg hinten war es schwierig, die Lücke zu schließen. Die Weltmeisterin selbst arbeitete, konnte aber auch nicht verhindern, dass die Lücke langsam aufging. 15 Kilometer vor dem Ziel waren es 40 Sekunden, fünf weitere später eine Minute.

Aus der kleinen Spitzengruppe, in der aber alle anderen großen Namen steckten, attackierte dann Elisa Longo Borghini (UAE Team ADQ) an der Bergwertung der 3. Kategorie. Marlen Reusser (Movistar Team) arbeitete mit der Italienischen Meisterin zusammen, acht Fahrerinnen sammelten sich um das Duo, aber auch Antonia Niedermaier (CANYON//SRAM zondacrypto) und Lorena Wiebes schafften es noch während des Anstiegs zurück.

Vor allem Reusser ließ aber nicht locker und schaffte es so, sich bis zur Kuppe gemeinsam mit Mie Björndahl Ottestad (Uno-X Mobility) ein paar Sekunden rauszufahren. Fünf Kilometer waren es noch bis ins Ziel. Weil die Zusammenarbeit in der Verfoglergruppe nicht funktionierte, lag der Vorsprung des Spitzenduos unter dem Teufelslappen bei 21 Sekunden.

Weil Reusser und Ottestadt aber auf Spielchen verzichteten, konnten die Verfolgerinnen nicht mehr aufschließen. Den Sprint auf einer leicht bergaufführenden Geraden konnte dann die Norwegerin für sich entscheiden.

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