Tour de Romandie - PrologFurioser Godon hält Pogacar und Co. in Schach

Sebastian Lindner

 · 28.04.2026

Tour de Romandie - Prolog: Furioser Godon hält Pogacar und Co. in SchachFoto: Getty Images / Dario Belingheri
Dorian Godon auf dem Weg zum Sieg im Prolog der Tour de Romandie 2026.
Dorian Godon (INEOS Grenadiers) hat den Auftakt der Tour de Romandie gewonnen. Der Franzose benötigte für den 3,2 Kilometer langen Prolog 3:35 Minuten und war damit sechs Sekunden schneller als Jakob Söderqvist (Lidl - Trek) und Ivo Oliveira (UAE Team Emirates - XRG). Die Klassementfahrer um Tadej Pogacar hatten beim Kampf um den Tagessieg das Nachsehen.

Der Slowene landete mit sieben Rückstand auf Rang sechs. Dabei schien es so, als hätte der Slowene vor allem im ersten, abschüssigen Teil der Strecke nicht das Risiko genommen, dass unter anderem Godon eingegangen war. Das könnte unter anderem daran gelegen haben, dass es zwar grundsätzlich trocken war, doch erste Regentropfen auf den Kameraobjektiven zu erkennen waren, als Pogacar als letzter Starter unterwegs war. Im Gegensatz zu allen anderen Profis konnte er seinen Startplatz nicht frei wählen und musste mit der Nummer 1 auf dem Rücken als Letzter ran.

Pogacar erwies sich zum Auftakt in Villars-sur-Glâne aber auch so als der Stärkste unter den Klassementfahrern, wobei es aber durchaus eng zuging. Primoz Roglic war als Achter eine Sekunde langsamer als der 27-Jährige. Und auch Florian Lipowitz blieb als Zehnter mit drei Sekunden Rückstand in Schlagdistanz. Andere Klassementfahrt wie Oscar Onley (INEOS Grenadiers) kassierten deutlich mehr Zeit. Der Brite musste 35 Sekunden Rückstand auf Godon hinnehmen und damit geht damit auch mit reichlich Zeitverlust in den Kampf um das Podium der Rundfahrt durch die Westschweiz. Etwas besser kamen Jörgen Nordhagen (Team Visma | Lease a Bike, +20 Sekunden) und Valentin Paret-Peintre (Soudal Quick-Step, +23) davon.

Anders als der Großteil des Feldes konnte Tagessieger Godon nach seinem Rennen sagen: “Es passiert nicht jeden Tag, dass ich ihn schlagen kann. Es gibt nicht viele Chancen in einem Jahr.” Gemeint war natürlich Pogacar. “Ich bin die Kurven mit Vollgas gefahren und einige Risiken eingegangen. Ziel war es, wenigstens eine Etappe hier bei der Romandie zu gewinnen.” Allzu viele Chancen werden jedoch auch nicht mehr kommen. Allerdings fährt der 29-Jährige auch die Saison seines Lebens und hat 2026 bereits vier WorldTour-Etappen gewonnen. Insgesamt steht er bei 20 Karrieresiegen.

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Tour de Romandie 2026 - Ergebnisse des Prologs



So lief der Prolog der Tour de Romandie

Das Profil des Prologs der Tour de Romandie 2026Foto: Tour de Romandie FoundationDas Profil des Prologs der Tour de Romandie 2026

Lediglich 103 Fahrer waren zum Prolog an den Start gegangen. Das lag in erster Linie daran, dass vier WorldTeams ihren Startverzicht erklärt hatten, die Rennorganisation aber nicht nachnominierte und so lediglich 15 Teams dabei sind.

Weil im Vorfeld Regen für den Verlauf des Rennens angekündigt war, stellten die Mannschaften ihre Spezialisten und die Klassementfahrer auf ihre frühen Startplätze, was dafür sorgte, dass - abgesehen von Pogacar - bereits nach 42 Startern die Top 10 in Stein gemeißelt waren. Godon ging als 23. ins Rennen und legte als Einziger 53er Schnitt hin. Zuvor hatten nach dem ersten Starter Davide Formolo (Movistar Team) auch Marius Mayrhofer (Tudor Pro Cycling Team), Luke Plapp (Team Jayco AlUla), Remy Cavagna (Groupama - FDJ United), Roglic und Oliveira den Bestwert inne.

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