Tour de Romandie - 4. EtappeAuch Lipowitz kann erstes Pogacar-Solo nicht verhindern

Sebastian Lindner

 · 02.05.2026

Tour de Romandie - 4. Etappe: Auch Lipowitz kann erstes Pogacar-Solo nicht verhindernFoto: Getty Images / Dario Belingheri
Tadej Pogacar feiert am fünften Tag der Tour de Romandie seinen dritten Etappensieg.
Tadej Pogacar (UAE Team Emirates - XRG) hat bei der Tour de Romandie zum dritten Mal zugeschlagen und die 4. Etappe als Solist gewonnen. Der Slowene sicherte sich den Tagessieg souverän vor Florian Lipowitz (Red Bull - BORA - hansgrohe), der ebenfalls allein auf weiter Flur das Tagesziel der Königsetappe erreichte.

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Die 150 Kilometer von Broc nach Charmey führten drei Mal über den Jaunpass. Den letzten Anstieg nutzte Pogacar zu der Attacke, die ihm seinen siebenten Saisonsieg einbringen sollte. Bis einen Kilometer vor der Bergwertung konnte Lipowitz noch mithalten. Doch die 20 Sekunden, die ihm oben fehlten, konnte er auf den verbliebenen 17 Kilometern nicht mehr zurückholen. Im Ziel hatte er 14 Sekunden Rückstand auf den 27-Jährigen, der in der Gesamtwertung nun mit 35 auf den Deutschen führt.

Pogacar: “Es war schwer, Florian abzuhängen”

Dahinter herrschen nun aber klare Verhältnisse. Denn die Verfolger, angeführt von Pablo Castrillo (Movistar Team) und Lorenzo Fortunato (XDS Astana Team), kamen mit 1:42 Minuten Rückstand ins Ziel. Lenny Martinez (Bahrain - Victorious), der fünf Sekunden später ankam, fehlen im Gesamtklassement nun bereits 2:23 Minuten, der Vierte Jörgen Nordhagen (Team Visma | Lease a Bike) hat sieben Sekunden mehr Rückstand drauf.

“Es war sehr schwer, Florian abzuhängen. Er hat es mir auf der Abfahrt sehr schwer gemacht, er hat den Abstand konstant gehalten. Es war sicherlich nicht einfach, es war superanstrengend. Ich bin mit meiner Leistung heute zufrieden”, so Tagessieger Pogacar, der vor der letzten Etappe nun auch vor dem Gesamtsieg steht.

Tour de Romandie 2026 - Ergebnisse der 4. Etappe



So lief die 4. Etappe der Tour de Romandie

Das Profil der 4. Etappe der Tour de RomandieFoto: Tour de Romandie FoundationDas Profil der 4. Etappe der Tour de Romandie

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Zur Königsetappe mit rund 3500 Höhenmetern auf kompakten 150 Kilometern sahen sich allerhand Profi bemüßigt, den Sprung in die Spitzengruppe zu wagen. Letztlich waren es acht Mann, die sich über den schon nach etwas mehr als 20 Kilometern überquerten Jaunpass mit ein paar Sekunden Vorsprung auf das Feld retteten. Neben Roland Thalmann (Tudor Pro Cycling Team) gehörten auch Primoz Roglic (Red Bull - BORA - hansgrohe), Marco Brenner (Tudor Pro Cycling Team) und Valentin Paret-Peintre (Soudal Quick-Step).

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Unmittelbar nach der Abfahrt vom Jaunpass ging es direkt zum zweiten Mal hinauf bis auf 1500 Meter - dieses Mal allerdings von einer anderen Seite. Der Vorsprung der Ausreißer war auf zweieinhalb Minuten angewachsen. Brenner konnte da aber nicht mehr mitfahren und fiel zurück.

Der Mittelteil der Etappe zwischen Kilometer 50 und 100 war verhältnismäßig flach, der Abstand zwischen Spitze und Feld blieb bei leichter Tendenz nach unten im Grunde doch konstant. Erst im Anstieg zum Saanenmöser Pass schrumpfte die Differenz in Richtung der Minutenmarke. Und auch die Spitzengruppe wurde kleiner. Nur Roglic, Paret-Peintre, sein Teamkollege Louis Vervaeke und Michael Leonard (INEOS Grenadiers).

Pogacar am Berg unwiderstehlich

In die dritte und letzte Überfahrt des Jaunpass ging Roglic mit einem Tempo, das nur Paret-Peintre mitgehen konnte. Doch das sollte nicht mehr lange von Bedeutung sein. Denn 20 Kilometer vor dem Ziel setzte Pogacar zur Attacke an. Auf dem noch 4000 Meter langen Weg bis zur Passhöhe konnte zunächst nur Lipowitz mitgehen. Zunächst bildete sich mit Martinez und Nordhagen ein weiteres Duo, dass aber schnell vom Rest der Klassementfahrer zurückgeholt wurde.

Die letzten 1000 Meter vor der Bergwertung absolvierte Pogacar allein, Lipowitz konnte nicht mehr mitfahren. Die 20 Sekunden auf Lipowitz, die er sich dort herausholte, sollten bis ins Ziel reichen. Die Gruppe dahinter kam oben mit einer Minute Rückstand an. Auf dem restlichen Teil der Strecke, der bis auf die letzten Meter nur noch abschüssig war, änderte sich an der Konstellation wenig. Durch Uneinigkeit in der Verfolgergruppe im Finale holten sich Castrillo und Fortunato noch ein paar Sekunden auf die anderen heraus, die aber kaum entscheidend sein dürften.

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