Das Criterium du Dauphine ist auch 2023 eines der wichtigsten Vorbereitungsrennen auf die Tour de France. Hier gibt’s alle Etappen und das Reglement im Überblick.
Die Etappen des Criterium du Dauphine 2023
Das Criterium du Dauphine 2023 dient vom 4. bis zum 11. Juni einigen Tour-de-France-Favoriten weniger als einen Monat vor dem Start der Frankreich-Rundfahrt als letzter Härtest für die eigene Form. Auf den insgesamt acht Etappen wird für jeden Fahrertypen etwas geboten. Die einzelnen Abschnitte im Überblick.
Reglement: Trikots & Wertungen beim Criterium du Dauphine 2023
Das Gelbe Trikot
Trägt der Führende in der Gesamtwertung. Also der Fahrer, der nach Addition der Zeiten aller Etappen, unter Berücksichtigung von Zeitbonifikationen und Strafen, die geringste Gesamtzeit aufweist. Bei Zeitgleichheit zwischen mehreren Fahrern zählen zunächst die Sekundenbruchteile aus dem Einzelzeitfahren, dann die niedrigere Gesamtzahl, die sich aus der Addition der einzelnen Etappenplatzierungen ergibt und in letzter Instanz die Platzierung auf der letzten Etappe.
Bonifikationen
Es gibt beim Criterium du Dauphine Zeitbonifikationen bei den Zwischensprints (3, 2 und 1 Sekunde) und im Etappenziel (10, 6 und 4 Sekunden), mit Ausnahme des Zeitfahrens auf Etappe 4.
Das Grüne Trikot
Trägt der Führende in der Punktewertung. Dafür können bei den Zwischensprints (10, 6, 4 für den 1., 2. und 3.) und im Ziel jeder Etappe Zähler gesammelt werden.
Auf Etappe 1, 2, 3 und 5 ist die Punkteaufschlüsselung im Ziel wie folgt geregelt: 25 - 22 - 20 - 18 - 16 - 14 - 12 - 10 - 8 - 6. Die ersten zehn Fahrer erhalten Punkte.
Bei den Etappen 4, 6, 7 und 8 gibt es diese Punkteaufschlüsselung: 15 - 12 - 10 - 8 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1.
Falls es zu einem Gleichstand zwischen zwei Fahrern kommen sollte, wird zunächst die Anzahl der Etappensiege herangezogen, dann die Anzahl der Siege bei Zwischensprints, die für die Punktewertung zählen, und dann die Platzierung der Fahrer in der Gesamtwertung nach Zeit.
Das gepunktete Trikot
Trägt beim Criterium du Dauphine der Führende in der Bergwertung. Das Trikot ist blau mit weißen Punkten. Zähler dafür können an allen kategorisierten Anstiegen gesammelt werden. Der Punkteschlüssel:
Die Gesamtwertung ergibt sich aus der Addition der gesammelten Punkte. Bei Gleichstand wird nach folgendem Schema vorgegangen:
Anzahl der ersten Plätze bei Bergwertungen der Hors Categorie
Anzahl der ersten Plätze bei Bergwertungen der 1. Kategorie
Anzahl der ersten Plätze bei Bergwertungen der 2. Kategorie
Anzahl der ersten Plätze bei Bergwertungen der 3. Kategorie
Anzahl der ersten Plätze bei Bergwertungen der 4. Kategorie
Die Zeit der Fahrer in der individuellen Gesamtwertung
Das Weiße Trikot
Trägt der Führende in der Nachwuchswertung des Criterium du Dauphine 2023. Dazu zählen alle Fahrer, die am oder nach dem 1. Januar 1998 geboren wurden - also diejenigen, die 2023 25 Jahre alt oder jünger sind. Der Bestplatzierte in der individuellen Gesamtwertung nach Zeit bekommt das Weiße Trikot.
Die gelben Rückennummern
Erhält das in der Mannschaftswertung führende Team.
Die Braune Rückennummer
Trägt der kämpferischste Fahrer einer jeden Etappe. Der Preis wird von einer Jury unter Vorsitz des Renndirektors vergeben.
Die Sieger des Criterium du Dauphine
1947 Edouard Klabinski (Polen)
1948 Edouard Fachleitner (Frankreich)
1949 Lucien Lazarides (Frankreich)
1950 Nello Lauredi (Frankreich)
1951 Nello Lauredi (Frankreich)
1952 Jean Dotto (Frankreich)
1953 Lucien Teisseire (Frankreich)
1954 Nello Lauredi (Frankreich)
1955 Louison Bobet (Frankreich)
1956 Alex Close (Belgien)
1957 Marcel Rohrbach (Frankreich)
1958 Louis Rostollan (Frankreich)
1959 Henry Anglade (Frankreich)
1960 Jean Dotto (Frankreich)
1961 Brian Robinson (Großbritannien)
1962 Raymond Mastrotto (Frankreich)
1963 Jacques Anquetil (Frankreich)
1964 Valentin Uriona (Spanien)
1965 Jacques Anquetil (Frankreich)
1966 Raymon Poulidor (Frankreich)
1967 -
1968 -
1969 Raymond Poulidor (Frankreich)
1970 Luis Ocana (Spanien)
1971 Eddy Merckx (Belgien)
1972 Luis Ocana (Spanien)
1973 Luis Ocana (Spanien)
1974 Alain Santy (Frankreich)
1975 Bernard Thevenet (Frankreich)
1976 Bernard Thevenet (Frankreich)
1977 Bernard Hinault (Frankreich)
1978 Michel Pollentier (Belgien)
1979 Bernard Hinault (Frankreich)
1980 Johan van der Velde (Niederlande)
1981 Bernard Hinault (Frankreich)
1982 Michel Laurent (Frankreich)
1983 Greg LeMond (USA)
1984 Martin Ramirez (Kolumbien)
1985 Phil Anderson (Australien)
1986 Urs Zimmermann (Schweiz)
1987 Charly Mottet (Frankreich)
1988 Luis Herrera (Kolumbien)
1989 Charly Mottet (Frankreich)
1990 Robert Millar (Großbritannien)
1991 Luis Herrera (Kolumbien)
1992 Charly Mottet (Frankreich)
1993 Laurent Dufaux (Schweiz)
1994 Laurent Dufaux (Schweiz)
1995 Miguel Indurain (Spanien)
1996 Miguel Indurain (Spanien)
1997 Udo Bölts (Deutschland)
1998 Armand de Las Cuevas (Frankreich)
1999 Alexandre Vinokourov (Kasachstan)
2000 Tyler Hamilton (USA)
2001 Christophe Moreau (Frankreich)
2002 Lance Armstrong (USA)
2003 Lance Armstrong (USA)
2004 Iban Mayo (Spanien)
2005 Inigo Landaluze (Spanien)
2006 Levi Leipheimer
2007 Christophe Moreau
2008 Alejandro Valverde (Spanien)
2009 Alejandro Valverde (Spanien)
2010 Janez Brajkovic (Slowenien)
2011 Bradley Wiggins (Großbritannien)
2012 Bradley Wiggins (Großbritannien)
2013 Christopher Froome (Großbritannien)
2014 Andrew Talansky (USA)
2015 Christopher Froome (Großbritannien)
2016 Christopher Froome (Großbritannien)
2017 Jakob Fuglsang (Dänemark)
2018 Geraint Thomas (Großbritannien)
2019 Jakob Fuglsang (Dänemark)
2020 Daniel Felipe Martinez (Kolumbien)
2021 Richie Porte (Australien)
2022 Primoz Roglic (Slowenien)
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