Cannondale-Räder: Aus der US-Gurkenfabrik zur Tour de France

Cannondale ist ein US-amerikanischer Fahrradhersteller mit Sitz in Bethel (Connecticut). Mit der Produktion von Fahrradanhängern nahm die Erfolgsgeschichte des Unternehmens seinen Lauf: Schnell wurde der Brand Cannondale zum Inbegriff von Innovation und Kreativität im Radsport. Heute gehört die Marke zur Cycling Sport Group und ist damit Teil der milliardenschweren Pon Gruppe. Erfahren Sie hier alles über Cannondale Bikes – Testberichte und Neuvorstellungen inklusive.

Cannondale: Ein Fahrrad-Hersteller mit Tradition

Als Hersteller für Fahrradanhänger wurde Cannondale 1971 von Joe Montgomery gegründet – direkt über einer Gurkenfabrik. Namensgebend für das Unternehmen war die nächstgelegene Bahnstation „Cannondale“ in Wilton, Connecticut (USA). Bis heute hat die Firma ihren Sitz im US-amerikanischen Connecticut behalten.

Cannondale wurde für seine leichten Alurahmen bekannt. Doch auch mit anderen Innovationen machte sich der Fahrradhersteller neben Brands wie Canyon oder Focus einen Namen. Nachdem das Unternehmen 2008 von Dorel – einem Mischkonzern aus Kanada – gekauft und der Cycling Sport Group unterstellt wurde, fand Anfang 2022 der Weiterverkauf der Cycling Sport Group an die milliardenschwere niederländische Pon Gruppe statt.

Pon Holdings gehören damit neben Marken wie Focus oder Gazelle auch die folgenden Fahrradmarken:

  • Cannondale
  • Caloi
  • GT
  • Mongoose

Damit hat der Mutterkonzern das Potenzial, zum größten Bike-Hersteller weltweit zu werden. Vertrieben werden Cannondale-Fahrräder und -Zubehör aber nach wie vor unter der ursprünglichen Markenbezeichnung.

Innovationen und Sponsoring junger Talente – das Erfolgsrezept von Cannondale

Cannondale erlangte nicht nur im Breitensport, sondern bald auch unter professionellen Radsportlern eine gewisse Beliebtheit. Dazu trugen neben bahnbrechenden Innovationen des Fahrradherstellers auch Rennsport-Erfolge mit Komponenten von Cannondale bei – etwa bei der Tour de France oder dem Giro d’Italia.

Innovationen: Alles begann mit dem CAAD

Bekannt wurde Cannondale vor allem durch seinen Aluminiumrahmen. Während andere Fahrradhersteller noch auf Eisen setzten, erkannten die Gründer von Cannondale früh den Nutzen von Aluminium als leichtes Material, das dennoch Steifigkeit besitzt. Das Cannondale Advanced Aluminium Design (CAAD) wird seit den frühen 1980ern fortlaufend weiterentwickelt und wurde somit zum Markenzeichen der Bikes.

Wissenswert: Heute bestehen die Rahmen höherpreisiger Cannondale-Modelle aus Carbon, dem noch leichteren – wenngleich teureren – Werkstoff.

Cannondale machte sich aber auch mit einer besonderen Bauweise des Rahmens, der sogenannten Synapse Active Vibration Elimination (SAVE), einen Namen. Hierbei wird durch spezielle Verarbeitungsschritte eine minimale Vibration des Rahmens beim Fahren und damit ein noch besseres Fahrerlebnis sichergestellt.

Ebenfalls markant für das Markenbild des Fahrradherstellers sind Lefty-Gabeln. Insbesondere Hardtail-Mountainbikes werden bis heute mit dieser einseitig links angebrachten Front-Gabel inklusive Federung versehen. Die Bikes sind damit leichter und gleichzeitig stabiler als Modelle der Konkurrenz.

Eine weitere Komponente, die zahlreiche Breiten- und Leistungssportler gleichermaßen loben, ist die HollowGram-Kurbel. Der Name deutet bereits darauf hin: Diese Kurbel ist hohl und in einem Stück gefertigt. Das macht sie leicht und robust.

Rennsport-Erfolge mit Cannondale-Sponsoring

Bei seiner Popularität im Breiten- wie auch Radrennsport ist wenig verwunderlich, dass Cannondale seit den 1990ern als Sponsor zahlreicher Radsportteams auftritt. Von Cannondale ausgestattet fuhr das Saeco Team im Jahr 1999 mit Mario Cipollini einen Sieg in der Tour de France ein. Auch den Giro d’Italia gewann das Team unter dem Sponsoring von Cannondale dreimal. Fahrer des italienischen ProTeam Liquigas wurden ebenfalls von Cannondale gesponsert und gewannen die Italienrundfahrt zwischen 2007 und 2014 mehrfach.

Aktuell ist Cannondale Sponsor des US-amerikanischen Radsportteams EF Education-EasyPost. Bei der WorldTour 2022 werden die Sportler von EF mit dem Cannondale SuperSix Evo nicht nur sportlich, sondern auch style-technisch auffallen. Die Lackierung ist nämlich genau wie die Trikots des Teams mit pinken Akzenten versehen. Mit dieser Farbgebung hatte das Team bereits im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt.

Neben dem Rennradbereich unterstützt Cannondale auch im Mountainbiking und beim Ironman diverse Spitzensportler als Sponsor.

Cannondale setzt Bike-Trends: Moterra Neo E Enduro, Supersix Evo und Co.

Die Cannondale-Produktpalette reicht von Motocross-Maschinen über Quads bis hin zu Fahrrädern und Fahrradzubehör. Vor allem die letzten beiden Bereiche nehmen große Marktanteile ein. Dabei verkauft Cannondale alles von Mountainbikes über Urban/City- und Trekkingbikes bis hin zu Gravelbikes und Rennrädern. In jedem Cannondale-Rad verbinden sich Design und Ergonomie zu einem ganz besonderen Fahrerlebnis. Bei Bedarf gibt es die genannten Fahrradtypen auch als E-Bikes (E-MTB, E-Rennräder), ausgestattet mit dem neu entwickelten Hochleistungsantrieb von Bosch.

Unter den Mountainbikes ist das Moterra Neo E Endurobike aktuell ganz vorne im Sortiment mit dabei. Doch auch Racefullys aus der Scalpel Serie (Scalpel oder Scalpel SE) begeistern – egal ob MTB-Profi oder Breitensportler. Im Rennradsport besonders begehrt ist das Cannondale Supersix Evo. Der Hersteller bezeichnet es als das leichteste und gleichzeitig schnellste Rad, welches er bisher auf den Markt gebracht hat. Carbon-Rahmen und -Laufräder verleihen Supersix Evo sein leichtes Gewicht und sichern dennoch die Steifigkeit und Stabilität des Rennrads. Nur Fliegen sei schneller – so das Unternehmen. Verglichen mit anderen Modellreihen eröffnet das Fahrrad aber auch eine neue Preisklasse innerhalb des Cannondale-Sortiments.

Cannondale: Ein Kult-Fahrradhersteller, der Innovationen schätzt

Der US-amerikanische Fahrradhersteller Cannondale startete mit der Produktion von Fahrradanhängern – doch bereits früh in der Firmengeschichte setzte das Unternehmen auf Innovationen. So unter anderem auf den leichten – und dennoch stabilen – Alurahmen, den Cannondale bereits lange vor vielen anderen Bike-Herstellern verbaute. Auf diese Weise machte sich Cannondale im Bike-Business schnell einen Namen, der bis heute für Qualität und Innovation steht.

Seitdem ist die Marke sowohl aus dem Breitensport als auch aus dem professionellen Radsport nicht mehr wegzudenken. Durch neue Innovationen überzeugt der US-Hersteller nicht nur bei Mountainbikes: die Produktpalette umfasst auch Urban-/ City- und Trekkingbikes sowie Rennräder und Gravelbikes. Und auch wenn der Aluminium-Rahmen weiterhin beliebt ist: bei hochpreisigen Modellen setzt Cannondale mittlerweile auf das noch leichtere Carbon.

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