Newcomer One-K konnte schon im letzten TOUR Laufradtest performen. Jetzt schickt die Marke mit den RD-NXT ÆRA 35 und RD-NXT ÆRA 50 gleich zwei neue Modelle ins Rennen, die das Beste aus dem aktuellen Portfolio der Marke verkörpern sollen – und das zu einem Gewicht, das Ultraleicht-Fans aufhorchen lässt. Zum Hintergrund: One-K verkauft Laufräder seit 2023. Die noch junge Marke setzt auf ein besonderes Konzept mit sternförmigen Verbundwerkstoff-Speichen, die Vollcarbon-Laufrädern Konkurrenz machen sollen, aber leichter zu reparieren sind.
Der entscheidende Unterschied zu konventionellen Carbonsystemen steckt also n den Speichen. One-K setzt auf die firmeneigene, patentierte Fiberspoke-Technologie: Dabei kommen Speichen aus Hochleistungs-Verbundwerkstoff zum Einsatz, gefertigt aus Hightech-Fasern. Gegenüber hochwertigen Stahlspeichen sollen sie bis zu 60 Prozent leichter sein – und das macht sich im Gesamtgewicht des Laufradsatzes mit einer Reduktion von bis zu 20 Prozent bemerkbar. Das Ergebnis: DISC-Laufradsätze, die die magische 1.000-Gramm-Marke unterbieten.
Die Speichenarchitektur ist dabei so ungewöhnlich wie konsequent gedacht: Jedes Laufrad verfügt über vier Speichensterne mit je sechs Speichen, also insgesamt 24 Speichen. Jeder Stern wird aus einer einzigen, durchgehenden Faser hergestellt und über Schlaufen sowohl mit der Nabe als auch mit der Felge verbunden – ein Ansatz, der eine besonders direkte Kraftübertragung und hohe Steifigkeit bei gleichzeitig minimiertem Gewicht ermöglichen soll.
Im letzten TOUR-Test konnten die Laufräder von One-K aus dem Stand ins Mittelfeld fahren und sich auch gegen etablierte Konkurrenz von Mavic bis Lightweight behaupten. Größte Schwächen: Eine etwas schlechtere Aerodynamik wegen außenliegender Nippel und eine mäßige Steifigkeit. Die neuen Laufräder bessern hier mit versenkten Nippeln nach. Die besonders hohe Felgenvariante mit 50 Millimetern dürfte der Aerodynamik ebenfalls zu Gute kommen. Allerdings: Der Preis liegt jetzt auch bei 3799 Euro - 1000 Euro mehr als bisher. Ein erhöhtes Systemgewicht von zulässigen 120 Kilogramm (bisher 95 Kilo) lässt zudem auf eine verbesserte Steifigkeit schließen.
Eine geringe rotierende Masse bedeutet in der Praxis: schnellere Reaktion auf Antritte und Sprints, spürbar bessere Agilität in der Beschleunigung und mehr Effizienz an langen Anstiegen. Doch One-K verspricht nicht nur Dynamik, sondern auch Komfort: Die inhärenten Dämpfungseigenschaften der Faserverbundspeichen sollen Vibrationen und Stöße von der Fahrbahn effektiv filtern – ein Vorteil, der gerade auf rauerem Belag oder bei langen Distanzen zum Tragen kommen dürfte. Komplettiert wird das System durch hochwertige Felgen, präzise Naben Lager von Ceramic Speed, die für einen besonders reibungsarmen Lauf sorgen sollen.

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