Garmin Edge Explore 3Sprachsteuerung fürs Touren-Navi

Marc Strucken

 · 21.10.2026

Garmin Edge Explore 3
Foto: Garmin

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​Garmin überarbeitet seine auf Navigation ausgerichtete Explore-Serie. Edge Explore 3 und Edge Explore 3 Plus bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Routenwahl und Trainingsunterstützung. Das Plus-Modell erhält außerdem Lautsprecher und Mikrofon. Mit Preisen ab 399,99 Euro steigt allerdings auch die Einstiegshürde.

Wer mit dem Rennrad neue Strecken erkunden möchte, braucht nicht zwangsläufig einen Radcomputer mit umfangreicher Leistungsanalyse. Für solche Einsätze ist Garmins Explore-Serie gedacht: Karten, Routenführung und eine möglichst unkomplizierte Bedienung stehen im Mittelpunkt. Mit dem Garmin Edge Explore 3 und dem Explore 3 Plus erweitert der Hersteller dieses Konzept. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden Geräten ist die Sprachbedienung des Plus-Modells.

Was bringt die dritte Explore-Generation?

Der Schwerpunkt bleibt die Navigation. Neue Routenpräferenzen sollen helfen, Strecken genauer an die eigenen Wünsche anzupassen. Hinzu kommen Trainingspläne und zusätzliche Möglichkeiten zur Verbindung mit Smartphone und Smartwatch. Beim Edge Explore 3 Plus von Garmin ergänzen Lautsprecher und Mikrofon die Bedienung über den Touchscreen.

Einen Überblick zur bisherigen Ausrichtung der Serie bietet die TOUR-Vorstellung des Garmin Edge Explore 2. Die Bewertung des Displays, der Reaktionsgeschwindigkeit und der Routenberechnung bleibt einem Praxistest vorbehalten. Aus der Ausstattungsliste lässt sich noch nicht ableiten, wie gut die Geräte bei Regen, mit Handschuhen oder während einer längeren Ausfahrt bedienbar sind.

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Garmin Edge Explore 3Foto: GarminGarmin Edge Explore 3

Routen nach Höhenmetern, Fahrzeit und Stopps auswählen

Beide Modelle besitzen jetzt einen 3-Zoll-LCD-Touchscreen. Bei der Planung lassen sich laut Garmin Streckenvorschläge anhand von Fahrzeit, Höhenmetern und Fahrradtyp vergleichen. Zusätzliche Präferenzen berücksichtigen unter anderem schnelle oder beliebte Verbindungen, weniger Anstiege sowie möglichst wenige Stopps und Kreuzungen.

Für Rennradfahrer ist vor allem die Frage interessant, wie diese Vorgaben zusammenspielen. Eine Strecke mit wenigen Kreuzungen kann einen gleichmäßigen Rhythmus erleichtern. Weniger Höhenmeter können auf einer lockeren Grundlagenrunde erwünscht sein, während sie bei einer gezielten Bergfahrt gerade nicht das Ziel sind. Ob die Vorschläge zum jeweiligen Einsatzzweck passen, muss sich auf der Straße zeigen.

„Up Ahead“ zeigt ausgewählte Ziele entlang der Route an, beispielsweise Cafés oder Toiletten. Mit „Pin Drop Navigation“ lassen sich Ziele aus Google Maps oder Apple Maps vom kompatiblen Smartphone übertragen. Der Edge berechnet anschließend die Fahrradroute. Hinzu kommen Gefahrenmeldungen aus der Garmin-Community.

Garmin Edge Explore 3 Plus: Was die Sprachsteuerung leisten soll

Das Plus-Modell ermöglicht laut Garmin unter anderem, per Sprache Routen anzufordern, Fahrdaten abzufragen und Bildschirmansichten zu wechseln. Der Lautsprecher gibt Navigationshinweise und weitere Informationen aus. Zusammen mit der Garmin Messenger App sind außerdem Sprachnachrichten vorgesehen.

Der mögliche Vorteil liegt darin, für einzelne Befehle nicht zum Display greifen zu müssen. Wie zuverlässig das bei Fahrtwind, Verkehrslärm oder in einer Gruppe funktioniert, lässt sich ohne Praxiserfahrung jedoch nicht bewerten.

Auch beim sportlicher ausgerichteten Spitzenmodell setzt Garmin bereits auf diese Bedienform. Welche Funktionen dort hinzukommen, erläutert die TOUR-Vorstellung des Garmin Edge 1060 mit Sprachsteuerung. Beim Explore beträgt der Aufpreis für die Plus-Ausstattung 100 Euro.

Trainingsunterstützung und E-Bike-Anbindung

Garmin ergänzt die Navigation um kostenlose Cycling-Coach-Pläne. In Verbindung mit kompatiblen Sensoren oder Garmin-Smartwatches sollen sie beim Fitnessaufbau helfen. Unterstützt wird außerdem die Anzeige von Daten kompatibler E-Bike-Systeme, etwa Akkustand und Unterstützungsstufe.

Wer diese Funktionen nutzen möchte, sollte vor dem Kauf die konkrete Kombination aus Radcomputer, Uhr, Sensoren und gegebenenfalls Antrieb prüfen. Die grundsätzliche Unterstützung einer Geräteklasse bedeutet nicht, dass jede Kombination denselben Funktionsumfang bietet.

Garmin Edge Explore 3Foto: GarminGarmin Edge Explore 3

Sicherheitsfunktionen brauchen teilweise das Smartphone

Zum Funktionsumfang zählen LiveTrack, Unfallbenachrichtigungen und die Verbindung mit kompatiblen Varia-Radar- und Beleuchtungssystemen. Für LiveTrack und Unfallbenachrichtigungen sind ein gekoppeltes kompatibles Smartphone, die Garmin Connect App und eine Datenverbindung erforderlich. Die Geräte sind damit kein vollständig eigenständiges Notrufsystem.

Preise, Gewicht und Akkulaufzeiten

Die folgende Übersicht übernimmt die Angaben der vorliegenden Produktmitteilung. Die Laufzeiten sind Herstellerangaben, keine TOUR-Messwerte.

Display3-Zoll-LCD-Touchscreen3-Zoll-LCD-Touchscreen
Gewicht114 Gramm122 Gramm
Lautsprecher und MikrofonNeinJa
SprachsteuerungNeinJa
Akkulaufzeit bei intensiver Nutzung, laut GarminBis zu 16 StundenBis zu 14 Stunden
Akkulaufzeit im Energiesparmodus, laut GarminBis zu 48 StundenBis zu 48 Stunden
Unverbindliche Preisempfehlung399,99 Euro499,99 Euro

TOUR-Einordnung: Der Aufpreis muss sich im Alltag bewähren

Für die Kaufentscheidung stehen zwei Fragen im Mittelpunkt: Liefert die Routenplanung passende Vorschläge für die eigenen Ausfahrten? Und erleichtert die Sprachbedienung des Plus-Modells die Nutzung ausreichend, um 100 Euro Aufpreis zu rechtfertigen?

Wer vor allem Karten und Abbiegehinweise benötigt, sollte die zusätzlichen Funktionen nicht automatisch als Mehrwert betrachten. Wer häufig unbekannte Strecken fährt und unterwegs Ziele oder Ansichten ändern möchte, könnte stärker davon profitieren. Eine belastbare Empfehlung setzt jedoch einen Praxistest voraus.


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Marc Strucken

Marc Strucken

Redakteur

Marc Struken ist leidenschaftlicher Bike-Journalist und Redakteur beim Delius Klasing Verlag. Nach Stationen in Hörfunk, Radio, TV und Online-Marketing bringt er seit 2022 seine Erfahrung in digitalen Content für BIKE, EMTB, FREERIDE und MYBIKE ein – ob Mountainbike, Gravel oder Rennrad.

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