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Abends im Zelt Kabel sortieren: Lampe, Handy und Radcomputer wollen alle an den Strom. Mit dem ersten Dura brachte Coros im Juni 2024 seinen ersten Fahrradcomputer auf den Markt. Er schaffte bis zu 120 Stunden Fahrzeit, und jede Stunde Solarladung brachte bis zu zwei Stunden Zusatzlaufzeit. Der Dura 2 Solar behält das. Er hat ein größeres Display, ein Gehäuse aus Karbon und Aluminium und eine neue Anstiegserkennung.
Wir hatten den Coros Dura 2 für rund fünf Stunden am Rad. Davon entfielen 2,5 Stunden bzw. 60 Kilometer auf ein Gravelrennen. Für ein Urteil reicht das nicht. Für einen ersten Eindruck schon:
Die lange Akkulaufzeit und Solar sind nicht neu beim Coros Dura. Neu sind das größere Display, die Anordnung von Display und Solar-Panel, das Gerätedesign und die Bedienung. Der erste Dura hatte ein 2,7-Zoll-Display, beim neuen sind es 3,5 Zoll. Außerdem hatte er wie die Coros-Uhren ein seitliches Drehrad. Der Dura 2 Solar setzt auf ein Touchdisplay, zwei Tasten an der Seite, zwei Tasten im Solar-Panel und Sprachsteuerung. Garmin hat am Dienstag den Edge 1060 mit Sprachsteuerung vorgestellt (799,99 Euro). Dort aktivierst du sie mit „Okay Garmin“, beim Dura 2 mit einer Taste.
Geeignet für Bikepacking-Touren, Ultracycling-Rennen und Menschen, die weniger oft laden wollen.
Preislich ist das Navi 260 Euro teurer als der erste Dura (549 zu 289 Euro, jeweils mit Halterung).
Coros nennt bis zu 120 Stunden Akkulaufzeit, aber keinen GPS-Modus. Garmin gibt für den Edge 850 bis zu 36 Stunden im Energiesparmodus an, Wahoo für den Roam 3 bis zu 25 Stunden. Der neue Edge 1060 schafft laut Garmin bis zu 60 Stunden im Energiesparmodus, bei intensiver Nutzung sind es 20. Auf dem Papier liegt der Dura 2 Solar damit vorn. Unsere ersten fünf Stunden mit vier verbundenen Sensoren, mittlerem GPS-Modus und viel Herumprobieren kosteten rund 20 Prozent Akku. Das ist mehr als erwartet. Aus Erfahrung mit Coros-Geräten erwarten wir im Alltag mehr.
Ob das größere Display, Touch und Sprachsteuerung 260 Euro Aufpreis rechtfertigen, hängt davon ab, wie die Laufzeit im Alltag aussieht. Das klären wir im ausführlichen Test.
Akku und Solar: Die Akkulaufzeit soll bis zu 120 Stunden betragen und Sonneneinstrahlung soll pro Stunde Fahrzeit zwei Stunden Laufzeit ermöglichen. Display und Solarpanel tauschen außerdem im Vergleich zum ersten Dura die Position, dadurch rückt das Display mehr ins Sichtfeld, die Augen können weiter vorn bleiben.
Navigation: Weichst du von der Route ab, berechnet das Gerät sie ohne Internet neu. Das hilft auf Gravel-Strecken, auf denen das Handynetz fehlt. Neu ist die Anstiegserkennung. Sie zeigt dir auch ohne geladene Route, was vor dir liegt. Per Livetracking können andere deine Fahrt verfolgen.
Sicherheit: Die Livetracking-Funktion ist auch ein Sicherheitsfeature. Durch Sturzerkennung und Sicherheitsalarme können Notfallkontakte im Fall des Falles benachrichtigt werden. Auch ein Sieben-Sekunden-Tastendruck auf die rechte Seitentaste löst den Alarm aus. Um die Notfallkontakte zu benachrichtigen, muss ein Smartphone verbunden sein und Empfang haben.
Design und Bedienung: Beim Gehäuse kommen Karbon und eloxiertes Aluminium zum Einsatz. Das Memory-in-Pixel-Display ist gut ablesbar und spart Strom. Du steuerst per Touch, Taste oder Stimme.
Training: Die Fahrten landen automatisch in der Coros App. Dort findest du neue Fitnesskennzahlen für den Radsport. Mit einer Coros-Uhr oder dem Herzfrequenzsensor bekommst du zusätzlich Daten zu Training, Fitness und Regeneration. Routen kannst du direkt in der App planen oder du lädst dir vom Routenplanungstool deiner Wahl die GPX-Datei und öffnest sie in der Coros App. Strava, TrainingPeaks, Intervals.icu und weitere Apps lassen sich anbinden. Es gibt eine Schnittstelle, über die du KI-Modellen Zugriff auf deine Trainings- und Gesundheitsdaten gewähren kannst. Die kann für Auswertung und Planung genutzt werden.

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