Beim Testride mit dem neuen Cube Litening Aero wurde das Trikot zum ersten Mal angezogen. Neben dem Reißverschluss steht von innen auf das Trikot gedruckt, was den Stoff anders machen soll: Der Kohlenstoff stammt aus aufgefangenen Stahlwerksemissionen, wird zu Polyestergarn verarbeitet und zu Stoff verstrickt. Laut Hersteller spart das Material 66 Prozent seines Eigengewichts an CO₂ gegenüber einem Produkt aus Jungfaser-Polyester. Dass es sich um einen Unisex-Schnitt handelt, merkt die Testerin beim Anziehen nicht. Die Größe S passt gut, die trägt sie auch bei vielen anderen Herstellern. Im Vergleich zu MAAP oder Pas Normal Studios fällt das Aero Race etwas größer aus.
Das Santini Aero Race Jersey kostet 160 Euro. Der Stoff ist kein Standard-Polyester: Laut Hersteller entsteht er aus CO₂-Emissionen der Stahlindustrie. Das CO₂ wird aufgefangen, chemisch zu Polyestergarn umgewandelt und dann zu Stoff verstrickt. Laut Hersteller spart das Material 66 Prozent seines Eigengewichts an CO₂ gegenüber einem Produkt aus Jungfaser-Polyester. Der Unisex-Schnitt (XXS bis 4XL) funktioniert im Test ohne merkliche Passformkompromisse, nur die Ärmel sind für die 1,60 Meter große Testerin ziemlich lang. Minuspunkte: keine Reißverschlusstasche.
Beim ersten Anziehen hatte ich den Unisex-Schnitt schon vergessen. Aufgefallen ist er mir nicht. - Sandra Schuberth, Testredakteurin
Getestet bei verschiedenen Sommerausfahrten auf wechselnden Strecken zeigt sich: Das Aero Race sitzt körpernah, ohne einzuschnüren. Am oberen Rücken neigt es bei der Testerin zum Flattern, was nur auf Fotos, nicht aber während der Fahrt auffiel. Eine Größe kleiner könnte das verhindern.
Vorder- und Rückenpanels bestehen aus dem Polartec-Stoff, Schultern und Ärmel aus einem separaten, aerodynamisch strukturierten Stoff. Dessen gerippte Konstruktion soll durch Wirbelbildung den Luftwiderstand reduzieren. Santini hat das im Windkanal getestet. Auf den sommerlichen Testrunden lässt sich dieser Effekt nicht messen.
Der Lasercut-Abschluss an den Ärmeln ist angenehm, der Silikonstreifen hält zuverlässig. Das Trikot sitzt stramm. Bei einer Körpergröße von 1,60 m fallen die Ärmel etwas lang aus. Silikonnoppen am unteren Saum verhindern das Hochrutschen.
Wer dezente Markenlogos schätzt, ist hier richtig: Santini steht klein auf der Brust, dem Ärmel und dem Rücken. Keine Megalogo-Ästhetik. Die drei Rückentaschen sind oben verstärkt und lassen sich auch in der Fahrt gut erreichen, links und rechts davon sitzen Reflektoren. Eine Reißverschlusstasche für Schlüssel oder Karte gibt es nicht. Der Frontreißverschluss lässt sich gut greifen und hält zuverlässig. Eine Zippergarage hat das Trikot nicht, aber ein Kratzen oder unangenehmes Gefühl tritt nicht auf.
160 Euro sind am oberen Ende des Segments. Im Vergleich mit anderen Aerotrikots dieser Preisklasse rechtfertigt vor allem das Material den Preis, nicht die Ausstattungsdetails. Je länger und häufiger man das Trikot trägt, desto besser fällt auch die tatsächliche Ökobilanz aus.
| Pro | Contra |
| Unisex-Schnitt ohne merkliche Passformkompromisse | Keine Reißverschlusstasche |
| Silikonstreifen und -noppen halten zuverlässig | Silikonstreifen bei kräftigen Armen etwas straff |
| Reflektorstreifen auf dem Rücken | |
| Laut Hersteller geringerer CO₂-Fußabdruck als Jungfaser-Polyester |
Das Aero Race Jersey passt zu ambitionierten Radsportlern, die bereit sind, 160 Euro für ein Aerotrikot auszugeben. Der Unisex-Schnitt macht es zur unkomplizierten Wahl jenseits klassischer Damen- oder Herrenschnitte. Weniger geeignet: wer auf eine Reißverschlusstasche angewiesen ist.

Redakteurin
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