Schlank, schick und sicherDer neue Amidal von POC mit Mips und passendem Knog-Rücklicht

Matthias Borchers

 · 31.05.2026

Rennradhelm POC Amidal
Foto: POC
Rennrad- und Gravelhelm POC Amidal

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POC stellt den Amidal vor, einen Rennrad- und Gravel-Helm mit Mips Air Node Technologie und Halterung für ein Knog Rücklicht. Der Helm wiegt 307 Gramm, Preis: 240 Euro, das Knog Licht (30 Lumen) kostet separat 40 Euro. Wir konnten den neuen POC bereits testen.

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Der schwedische Hersteller entwickelte den Amidal für Rennrad- und Gravel-Einsätze mit Fokus auf Sicherheit, Belüftung und Aerodynamik. Magnus Gustafsson, Hard Goods Director bei POC, erklärt die Zielsetzung: "Bei der Entwicklung des Amidal wollten wir in erster Linie einen Helm designen, der unser umfassendes Know-how rund um Sicherheit, Belüftung und Aerodynamik in einer neuen Form vereint." Die stromlinienförmige Silhouette, überarbeitete hintere Auslassöffnungen und das speziell entwickelte Knog Rücklicht prägen das Design.

Konstruktion und Material

Die Außenschale besteht aus leichtem Polycarbonat und sorgt für strukturelle Stabilität. Innen verwendet POC einen EPS-Liner, der laut Hersteller zu einem wirksamen Aufprallschutz beitragen soll, ohne das Gesamtgewicht spürbar zu erhöhen. Der Helm wiegt 310 Gramm in Größe M nach EN 1078, der EU-Norm. Nach CPSC, der Norm in Nordamerika, liegt das Gewicht bei 350 Gramm in derselben Größe.

Die verstärkten Auslassöffnungen am Heck erhöhen die strukturelle Stabilität und sollen die Luftzirkulation verbessern. POC testete die aerodynamischen und kühlenden Eigenschaften mithilfe umfangreicher CFD-Analysen (Computational Fluid Dynamics) in einem breiten Geschwindigkeitsspektrum. Frischluft strömt durch die vorderen Einlassöffnungen und wird über lineare interne Kanäle über den gesamten Kopf verteilt. Das System soll sowohl bei langen Anstiegen als auch bei hohem Tempo für effektiven Luftstrom sorgen.

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Mips Air Node und Sicherheit

Das Mips Air Node System gehört zu den Sicherheitsmerkmalen des Amidal. Die Technologie soll bei einem schrägen Aufprall für mehr Schutz sorgen, indem sie eine Bewegung des Helms in alle Richtungen ermöglicht und so die Rotationsbewegungen des Kopfes reduzieren kann. POC testete den Helm bereits nach der aktualisierten Version der Norm EN 1078, die in naher Zukunft veröffentlicht wird und neben linearen auch Rotationsaufprall-Prüfverfahren berücksichtigt.

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Der Amidal erfüllt die Grenzwerte für Rotationskräfte bei einem Aufprall von maximal 35 rad/s pro Punkt und 30 rad/s im Durchschnitt. Damit entspricht er bereits heute den Anforderungen zukünftiger Normen, sobald diese offiziell verabschiedet werden. Die aktuell gültigen Normen EN 1078 und CPSC 1203 erfüllt der Helm ebenfalls.

Passform und Komfort

Das 360-Grad-Verstellsystem ermöglicht einen sicheren Halt um den gesamten Kopf herum und soll Druckstellen verhindern. Der Riemen lässt sich stufenlos nach oben, unten, vorne und hinten einstellen. Eine Brillengarage am Helm ermöglicht das Verstauen der Radbrille in Anstiegen oder bei wechselnden Lichtverhältnissen.

Knog Rücklicht mit COB-Technologie

Eine spezielle Halterung am Helm nimmt das eigens konzipierte Knog Rücklicht auf. Colin Brown, Brand and Marketing Director bei Knog, beschreibt die Zusammenarbeit: "Bei unserer Zusammenarbeit wollten wir ein nahtlos integrierbares und äußerst benutzerfreundliches Fahrradlicht entwickeln, das sich von Anfang an in das Helmdesign einfügt, intuitiv zu bedienen ist und zur Sicherheit durch Sichtbarkeit bei allen Bedingungen beiträgt."

Die Helmleuchte nutzt COB-Technologie (Chip On Board) und erzeugt 30 Lumen. Sie misst 48 x 33 x 31 Millimeter und wiegt 17 Gramm. Vier Modi stehen zur Verfügung: Dauerlicht hohe Stufe mit 2 Stunden Leuchtdauer, Dauerlicht niedrige Stufe mit 8 Stunden, Blinklicht hohe Stufe mit 7 Stunden und Blinklicht Eco-Modus mit 26 Stunden. Die Leuchte ist wasserdicht und lässt sich per USB-A-Ladekabel aufladen.

Das flexible Design ermöglicht die Montage an anderen POC Helmen oder direkt am Fahrrad. Die Leuchte ist separat erhältlich und kostet 40 Euro.

Verfügbarkeit und Preis

Der Amidal ist direkt beim Hersteller sowie im Fachhandel wie z. B. hier erhältlich. Der Helm kostet 240 Euro, das Knog Licht 40 Euro.

Technische Spezifikationen

  • Außenschale: Polycarbonat
  • Innenfutter: EPS-Liner
  • Sicherheitssystem: Mips Air Node
  • Verstellsystem: 360-Grad-System
  • Ausstattung: Brillengarage, Halterung für Knog Rücklicht
  • Gewicht: 310 g (Größe M, EN 1078) / 350 g (Größe M, CPSC)
  • Normen: EN 1078, CPSC 1203, erfüllt kommende EN 1078 Rotationsgrenzwerte
  • Preis: 240 EUR
  • Knog Licht: 30 Lumen, COB-Technologie, 4 Modi, 17 g, 48 x 33 x 31 mm
  • Knog Licht Leuchtdauer: Dauerlicht hoch 2 h, Dauerlicht niedrig 8 h, Blinklicht hoch 7 h, Eco-Modus 26 h
  • Knog Licht Preis: 40 Euro >> hier erhältlich

Das ist das Fazit der Redaktion

​Der neue POC Amidal positioniert sich mit 240 Euro klar zwischen Omne und Ventral und zeigt im Test eine rundum hochwertige Performance. Mit 307 Gramm in Größe M ist er kein Leichtgewicht, aber hervorragend verarbeitet und mit seiner ausgewogenen Allround‑Passform und seiner schlanken Bauform sehr angenehm zu tragen. Unser Tester mit 58 Zentimetern Kopfumfang fand sofort einen idealen Sitz bei der Testgröße M. Das dreifach höhenverstellbare Kopfband, das fein rastende Einstellrad und die trapezförmige Gurtführung sorgen für präzisen Halt ohne Druckstellen. Das in das Mips Air Node integrierte Polster trägt spürbar zum Komfort bei.

​Im Alltag überzeugen durchdachte Details wie die Brillengarage mit Haftgummi sowie die Möglichkeit, ein passgenaues Knog‑Rücklicht für 40 Euro nachzurüsten. Mit elf Farbvarianten – von dezent bis auffällig – deckt der Amidal viele Geschmäcker ab. Insgesamt präsentiert sich der Helm als hochwertiger, komfortabler Allrounder, der sich zwischen seinen beiden POC‑Geschwistern stimmig einordnet und mit sinnvoller Ausstattung wie sicherer Passform punktet.


Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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