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Der italienische Helmhersteller Limar schickt mit dem Air Stratos Mag Mips sein Topmodell der Stratos-Familie ins Rennen. Ausstattungstechnisch gibt es wenig zu meckern – doch die Preispolitik hat es in sich.
Der Limar Air Stratos Mag Mips ist ein auf das Wesentliche konzentrierter Rennradhelm, der in den Kerndisziplinen Gewicht und Belüftung überzeugt. Die Verarbeitung ist top, auch das Verstellsystem gefällt. MIPS Air rundet das Sicherheitspaket sinnvoll ab. Die Aufpreise für den Fidlock-Verschluss und MIPS haben es aber in sich. Der Basis-Helm ist wesentlich preiswerter. - Adrian Kaether, Redakteur Test & Technik
Getestet: Limar Air Stratos Mag Mips, Größe L | Gewicht: 255 g | UVP: 189,95 Euro
Der Air Stratos Mag Mips macht auf den ersten Blick einen soliden, aufgeräumten Eindruck. Die Schale ist sauber und gleichmäßig auf die Styroporbasis aufgezogen. Grate oder scharfe Kanten sucht man vergebens.
Als Highlight der Ausstattung sticht die praktische Fidlock-Magnetschließe hervor. Zudem ist ein MIPS System in der leichten Air Version verbaut, das bei Schrägaufprallen Rotationskräfte vom Kopf ableiten und so das Verletzungsrisiko reduzieren soll – mittlerweile eigentlich guter Standard bei sportiven Helmen.
Das Anpassungssystem ist recht selbsterklärend: Die Gurtteiler unter den Ohren lassen sich unkompliziert nach oben schieben. Die Weitenverstellung funktioniert per Drehknopf, und auch die vertikale Lage des Kopfbandes lässt sich mit einem einfachen Druckmechanismus in acht Stufen einstellen. Das ist bei vielen anderen Helmen deutlich komplizierter.
Ebenfalls positiv: Das Kinnpolster aus Kunstleder liegt angenehm an und macht einen wertigen Eindruck, der sich im direkten Kontakt auf der Haut bemerkbar macht. Die Kopfpolster lassen sich selbstverständlich entnehmen und separat waschen. Eine Brillengarage ist grundsätzlich vorhanden. Für zügige Abfahrten würden wir die Brille dort allerdings nicht deponieren, da sie recht locker sitzt.
In Größe L (57–61 cm) bringt der Air Stratos Mag Mips 255 Gramm auf die Waage – ein respektabler Wert für einen gut ausgestatteten Rennradhelm. Er sitzt dabei angenehm auf dem Kopf und drückt nirgends. Die Belüftung ist eines der stärksten Argumente: Die großzügigen Öffnungen sorgen für einen spürbaren Luftstrom, der auch bei intensivem Tempo noch kühlt. Angaben zur Aerodynamik macht Limar nicht. Vermutlich punkten andere Helme mit weniger Öffnungen hier mehr.
Einschränkend muss man zur Passform anmerken: Der Helm ist eher rund ausgelegt. Fahrer mit einem ovalen Kopf könnten einen weniger idealen Sitz erleben. Funktionieren wird es in den meisten Fällen dennoch, aber einmal ausprobieren vor dem Kauf ist wie immer empfehlenswert. Optisch trifft der Air Stratos Mag Mips in Weiß den Zeitgeist: klare Linien, kein übertriebenes Design. Für den Rennrad- und Gravel-Einsatz genau richtig.
Als Gesamtpaket betrachtet ist der Preis von 189,95 Euro für einen leichten Helm mit MIPS Air und Magnetverschluss noch fair. Die Basisvariante kostet aber nur 117 Euro und hat entsprechend das deutlich attraktivere Preis-Leistungsverhältnis. Allein für die Magnetschließe zahlt man 33 Euro Aufpreis, für MIPS sogar 49 Euro – zusammen liegt der Aufpreis bei 82 Euro für unser Testmodell gegenüber der Basisvariante.
| Modell | MIPS | Magnetschließe | Preis |
| Air Stratos | – | – | 117,00 € |
| Air Stratos Mag | – | ✓ | 150,00 € |
| Air Stratos Mips | ✓ | – | 166,00 € |
| Air Stratos Mag Mips | ✓ | ✓ | 189,95 € |

Redakteur
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