HJC Valeco 2Neuer Rennradhelm: Bequem, leicht und schön

Das ist der neue HJC Valeco 2
Foto: HJC
Der Januar bringt gleich zwei neue Rennradhelme von HJC. Der Ibex 3 wurde bereits vor einer Woche vorgestellt. Heute ist der HJC Valeco 2 an der Reihe. Was macht den neuen Helm aus? Wir haben ihn schon ausprobiert.

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Der HJC Valeco 2 vergleicht sich primär mit seinem Vorgängermodell, dem Valeco, und will diesen in den gängigen Eckdaten bzw. Kategorien übertrumpfen: Die neue Generation des Valecos, Valeco 2, ist leichter, soll besser belüftet und insgesamt komfortabler sein. Zusätzlich hat sich das Design geändert und auch das ein oder andere weitere Feature dürfte einen potenziellen Kunden überzeugen.

HJC Valeco 2: Schneller, leichter, bequemer

Der Hersteller HJC verfügt über ein eigenes Windtunnel-Labor, in dem auch der neue Helm getestet wurde, um ihn bestmöglich an das Fahrerlebnis beim Rennradfahren anzupassen. Im Fokus standen dabei die Aspekte Aerodynamik und Belüftung. Der Hersteller selbst weiß, dass eine verbesserte Aerodynamik auf Kosten der Belüftung geht, behauptet aber eine Lösung gefunden zu haben, um den besten Kompromiss in dem Semi-Aero Helm geschlossen zu haben. Durch das neue aerodynamischere Design sei Fahrerin bzw. Fahrer mit dem neuen Helm noch schneller bzw. spare an Wattleistung.

In Sachen Belüftung hat sich der Hersteller mehr Gedanken gemacht, als nur an bestimmte Stellen Öffnungen am Helm zu integrieren. Durch die Beachtung physikalischer Gesetze sei der Helm trotz des aerodynamischen Designs bestmöglich belüftet: Die Luft tritt wie üblich während der Fahrt vorne ein, dann zirkuliere sie im Helminneren, bevor sie hinten aus dem Helm austritt. Die Belüftung ist ein Teil der Komfortverbesserung. Hinzu kommt eine erweiterte Oberfläche im Helminneren mit rundum Polsterung, sowie einem durchdachten Verschlusssystem.

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Verschluss und Gewicht

Der neue Mechanismus des Verschlusssystems am HJC Valeco 2 ist leicht einstellbar. Mit einem 5-stufigen Verschluss bei der Weite des Helms und einem 8-stufigen vertikalen Verschluss lässt sich der Helm an die individuelle Kopfform anpassen. Die Einstellung der Weite muss man nur einmalig vornehmen. Die Höhe des Haltesystems am Hinterkopf lässt sich leicht per Druck oder Zug für jede Fahrt anpassen, etwa je nachdem, ob ein Zopf darüber durchgefädelt werden soll oder nicht. Eine Art Seilzugsystem ersetzt das sonst übliche Drehrädchen. Aufsetzen, Losfahren. In der Praxis funktioniert das gut, wir haben den Helm in Größe S und M ausprobiert und an verschiedene Köpfe angepasst. Alle Testerinnen und Tester äußerten sich positiv “Der Helm sitzt gut und stabil auf dem Kopf, er drückt weder vorne noch hinten noch an den Seiten.” Einzig die schmale Auflage des Haltesystems könnte je nach Kopfform drücken.

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Am Anfang muss die Weite des Helmes an den eigenen Kopf angepasst werden. Danach sorgt das Selfit-System dafür, dass der Helm gut auf dem Kopf sitzt - ohne an einem Rädchen zu drehen.Foto: Sandra SchuberthAm Anfang muss die Weite des Helmes an den eigenen Kopf angepasst werden. Danach sorgt das Selfit-System dafür, dass der Helm gut auf dem Kopf sitzt - ohne an einem Rädchen zu drehen.Die Höhe des Haltesystems am Hinterkopf lässt sich bei Bedarf per Druck oder Zug am System vor jeder Fahrt anpassen.Foto: Sandra SchuberthDie Höhe des Haltesystems am Hinterkopf lässt sich bei Bedarf per Druck oder Zug am System vor jeder Fahrt anpassen.

Beim Thema Gewicht übertrifft sich der Helm selbst: Die Herstellerangabe von 225 Gramm in Größe S konnte der HJC Valeco 2 bei unserer Messung um 9 Gramm unterbieten. Damit ist er anstatt der 15 gleich 24 Gramm leichter als sein Vorgängermodell.

Safety first beim HJC Valeco 2

Die wichtigste Eigenschaft eines Fahrradhelms bleibt jedoch die Sicherheit. Im HJC Valeco 2 ermöglicht die InMold-Konstruktion die Verbindung der EPS-Schichten mit der äußeren Polycarbonat Schale. Durch diese Verstärkung sei der Kopf noch besser geschützt.

Ein weiteres Plus sind die Zertifikate mit denen der Helm ausgezeichnet wurde. Während der Vorgänger “lediglich” mit dem CE- und dem KC-Zeichen ausgezeichnet wurde, was bedeutet, dass dieser sowohl die EU-weiten als auch die koreanischen Standards an ein Produkt erfüllt, erfüllt der HJC Valeco 2 alle internationalen Normen.

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal sind die reflektierenden Elemente auf der Rückseite des Helms. Diese sorgen für mehr Sichtbarkeit in der Dämmerung und sollen auch bei schlechten Sichtverhältnissen gut zu sehen sein.

Weitere Besonderheiten des Fahrradhelms

Der Helm bietet zwischen Verschlusssystem und Schale genug Platz für einen Pferdeschwanz, was ihn komfortabler für Personen mit langen Haaren macht. Außerdem bilden zwei Schlitze an der Vorderseite des Helms eine stabile Halterungsmöglichkeit für eine Brille.

Der HJC Valeco ist in verschiedenen Farben erhältlich und kostet 149 Euro >> hier erhältlich

Farblich ist für alle etwas dabei

Auch in klassischem Weiß ist der Valeco 2 erhältlich
Foto: HJC

Die wichtigsten Details des HJC Valeco 2 in der Übersicht

  • Größe: S, M, L
  • Gewicht: 216 Gramm (Größe S), 245 Gramm (Größe M)
  • Design: Aerodynamisch
  • Komfort: Polsterung, einfaches Verschlusssystem, gute Belüftung durch 14 Schlitze
  • Sicherheit: In EPS integrierter Rahmen, InMold-Konstruktion, reflektierende Elemente, Erfüllung mehrerer Prüfnormen
  • Sonstiges: Brillenhalterung, Passlücke für langes Haar
  • Hergestellt in Korea
  • Preis: 149,00 Euro

Fazit der Redaktion

Der HJC Valeco 2 ist ein empfehlenswerter Rennradhelm mit angenehmer Passform. Der Kopfring ist weiten- und höhenverstellbar, das bietet nicht jeder Helm. Die Passform dürfte vielen Köpfen gut passen. Auch Die Verarbeitung des HJC Valeco 2 wirkt sehr hochwertig. Die mitgelieferten Ersatzpolster finden wir gut. Die reflektierenden Elemente haben in unserem Test nur schwach reflektiert. Die vielen Farbvarianten sind schön, so ist sicher für die meisten Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer eine passende Variante dabei.

Lukas Niebuhr

Lukas Niebuhr

Werkstudent

Lukas Niebuhr ist gebürtige Bielefelder, studiert an der Deutschen Sporthochschule Köln im Master Sport, Medien- und Kommunikationsforschung und arbeitet als Werkstudent in der Online-Redaktion für BIKE und TOUR. In Köln fährt er gerne Gravelbike, seine Urlaube verbringt der Sportstudent am liebsten mit Skitouren oder auf dem (E-)MTB in den Bergen.

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