Die Zahlen aus der Produktankündigung zeigen einen wichtigen Unterschied: Iris Gold lässt im hellsten Zustand mehr Licht durch als Plum. Nahezu klar wird die selbsttönende Scheibe aber nicht.
Die Zahlen aus der Produktankündigung zeigen einen wichtigen Unterschied: Iris Gold lässt im hellsten Zustand mehr Licht durch als Plum. Nahezu klar wird die selbsttönende Scheibe aber nicht.
Die folgenden Werte nennt SunGod in der vorliegenden Produktankündigung. Es handelt sich nicht um TOUR-Messwerte.
| Merkmal | 8KO Plum | 8KO Iris Gold |
| Tönung | Fest | Photochrom, selbsttönend |
| Filterkategorie | 2 | 1 bis 3 |
| Lichtdurchlässigkeit | 31 Prozent | 47 bis 11 Prozent |
| Anpassung an wechselndes Licht | Nein | Automatisch innerhalb des angegebenen Bereichs |
Das 8KO Plum lässt laut Produktankündigung 31 Prozent des sichtbaren Lichts durch und gehört zur Filterkategorie 2. SunGod beschreibt es als kontrastbetonte Option für trübe Lichtverhältnisse. Ob sich Fahrbahnschäden, Laub oder Unebenheiten damit tatsächlich besser erkennen lassen, ist durch die vorliegenden Angaben nicht belegt.
Der praktische Unterschied zu einem selbsttönenden Glas: Plum verändert seine Tönung nicht. Es gibt deshalb keine Wartezeit beim Aufhellen oder Abdunkeln. Dafür bleibt die Lichtdurchlässigkeit auch dann bei 31 Prozent, wenn die Strecke in einen dunklen Waldabschnitt führt.
Für die Auswahl zählt somit das dunkelste regelmäßig befahrene Teilstück, nicht nur das Licht beim Start. Aus einer Ausrichtung auf bedeckten Himmel lässt sich keine Eignung für Dämmerungsfahrten ableiten.
Das photochrome 8KO Iris Gold deckt nach den Angaben in der Vorlage die Filterkategorien 1 bis 3 ab. Die Lichtdurchlässigkeit reicht von 47 Prozent im hellsten bis zu 11 Prozent im dunkelsten Zustand.
Damit bietet Iris Gold einen größeren Anpassungsbereich als Plum: Es kann sowohl heller als auch dunkler werden. Allerdings lässt die Scheibe selbst im hellsten Zustand weniger als die Hälfte des sichtbaren Lichts passieren. Wer eine weitgehend klare Ausgangstönung sucht, sollte deshalb nicht allein auf die Bezeichnung „photochrom“ achten.
Für den Wechsel von einer sonnigen Straße in eine schattige Passage ist außerdem die Aufhellgeschwindigkeit wichtig. Eine konkrete Reaktionszeit für Iris Gold nennt die vorliegende Produktankündigung nicht. Wie schnell die Scheibe auf typische Lichtwechsel einer Herbstrunde reagiert, bleibt damit offen.
Wie unterschiedlich selbsttönende Modelle ausfallen können, behandelt TOUR im Praxis- und Labortest der Sportbrillen von 41 Eyewear. Ergebnisse anderer Gläser lassen sich allerdings nicht auf Iris Gold übertragen.
Nach der vorliegenden Ankündigung sind Plum und Iris Gold für die SunGod-Modelle Ultras Air, FORTY2s, Velans 2 und Vulcans Vent vorgesehen. Beide Varianten nutzen die als 8KO bezeichnete Nylontechnik.
SunGod nennt vollständigen UV-Schutz und eine lebenslange Herstellergarantie. Vorteile bei Gewicht, optischer Qualität und Stoßfestigkeit gegenüber Polycarbonat sind Herstellerangaben, keine Ergebnisse eines Vergleichstests der neuen Scheiben.
Der in der Ankündigung genannte Einstiegspreis beträgt 170 Euro. Eine vollständige Preisübersicht für die einzelnen Kombinationen aus Fassung und Glas liegt in der Vorlage nicht vor. Weitere Informationen zu einem der vorgesehenen Modelle bietet die Vorstellung der SunGod Velans 2.
Plum und Iris Gold verfolgen unterschiedliche Konzepte. Plum bietet eine unveränderte Tönung mit 31 Prozent Lichtdurchlässigkeit. Iris Gold erweitert den Bereich auf 47 bis 11 Prozent und kann sich damit unterschiedlichen Lichtverhältnissen anpassen.
Für Rennrad- und Gravel-Ausfahrten mit häufigen Wechseln zwischen offenen und schattigen Abschnitten spricht dieser größere Bereich grundsätzlich für mehr Flexibilität. Wie gut die Anpassung unterwegs funktioniert, lässt sich ohne Angaben zur Reaktionszeit und ohne Praxistest jedoch nicht abschließend bewerten.
Wer häufig spät startet oder lange Waldpassagen fährt, sollte vor allem die maximale Lichtdurchlässigkeit vergleichen. „Selbsttönend“ bedeutet nicht automatisch, dass eine Scheibe für wenig Licht geeignet ist.
Welche Eigenschaft ist euch auf Herbsttouren wichtiger: eine gleichbleibende Tönung oder die automatische Anpassung an wechselndes Licht? Schreibt es in die Kommentare!

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