Das Race Around Austria trägt zum zweiten Mal eine Ultracycling-WM aus. Die 18. Auflage des Rennens führt im Uhrzeigersinn über 2.200 Kilometer rund um Österreich. Das Starterfeld ist nach Angaben der Veranstalter so stark besetzt wie noch nie. Christoph Strasser, Rekordsieger beim Race Across America und beim Race Around Austria, analysiert in einer Pressemitteilung die Favoritenlage in beiden Kategorien.
Bei den Männern nennt Strasser drei deutsche Fahrer als Topfavoriten für den Titel bei der Ultracycling-WM. Rainer Steinberger gewann das Race Around Austria bereits dreimal und könnte mit einem vierten Triumph zu Strassers Rekord aufschließen. Der 50-Jährige ist Titelverteidiger und bringt die meiste Erfahrung mit. Sebastian Mayr hält den Titel als 24-Stunden-Zeitfahr-Weltmeister und gewann 2026 Rund um Sachsen sowie das Race Across Germany. Beim Race Around Austria siegte er bereits 2024, allerdings waren die beiden schnellsten Frauen Elena Roch und Tina Büttner vor ihm im Ziel.
Sebastian Trimborn bezeichnet Strasser als seinen Geheimtipp. Der 25-Jährige hält den 12-Stunden-Weltrekord auf Zwift und hat auf Youtube über 100.000 Follower. Strasser sieht in ihm den schnellsten Radfahrer im Feld, allerdings erlebte Trimborn bei einigen Unsupported-Rennen auf Siegeskurs Einbrüche. Wenn er stabil bleibe, werde er schwer zu schlagen sein, so die Einschätzung des Steirers.
Lokalmatador Simon Harringer und Lukas Kaufmann gelten als aussichtsreichste österreichische Kandidaten bei der Ultracycling-WM . Harringer gewann im Vorjahr das RAA 1500. Kaufmann wurde zweimal Zweiter beim Race Across America. Franz Scharler aus Salzburg belegte 2021 den zweiten Platz beim Race Around Austria. Der Niederösterreicher Thomas Krutis und Kurt Matzler, mehrfacher RAAM-Finisher aus Innsbruck, komplettieren das österreichische Aufgebot.
Titelverteidigerin Elena Roch muss verletzungsbedingt absagen. Vizeweltmeisterin Tina Büttner rückt dadurch zur Goldfavoritin auf. Die Deutsche war vor zwei Jahren beim Race Around Austria, ebenso wie Elena Roch, schneller als alle Männer. Yvonne Markgraf, amtierende 24-Stunden-Zeitfahr-Weltmeisterin, gewann zuletzt das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und triumphierte bereits beim RAA 1500. Die beiden Deutschen gelten als klare Favoritinnen auf den Titel bei der Ultracycling-WM.
Parallel zur Ultracycling-WM bieten die Organisatoren auch ein Gravel-Event. Am 15. August startet erstmals das Gravel Around Salzkammergut. Die Strecke startet ebenfalls in St. Georgen im Attergau und führt rund um die Landschaftsregion zwischen Bergen und Seen. Zwei Distanzen stehen zur Auswahl: 163 Kilometer mit 3.000 Höhenmetern und 217 Kilometer mit 3.800 Höhenmetern. Die Zieleinläufe finden im Rahmen des Finisher-Festes in St. Georgen im Attergau statt. Philipp Kaider, zweifacher RAAM-Sieger, und Anna Kofler, Siegerin des Bright Midnight in Norwegen im Juli, nehmen an der Premiere teil.
Die Race Around Austria Challenge führt 2026 eine eigene Altersklasse 50+ ein. In den Solo- und Unsupported-Kategorien werden die Wertungen getrennt nach Damen und Herren geführt. Die Regelung folgt der WM-Vorgabe, bei der ebenfalls Weltmeistertitel in der Klasse 50+ vergeben werden. Die Challenge führt über 560 Kilometer nonstop entlang der oberösterreichischen Landesgrenze. Die Unsupported Challenge erlaubt kein Begleitfahrzeug und keine Betreuung.

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