Race Across America 2026Comeback nach Genickbruch

Kristian Bauer

 · 13.06.2026

Thomas Mauerhofer Race Across America Training
Foto: Benjamin Helm
Der österreichische Ultracyclist Thomas Mauerhofer startet am 16. Juni 2026 beim Race Across America. 2018 erlitt er bei diesem Rennen einen Halswirbelbruch nach einem Autounfall, der seine Karriere fast beendete. Die Strecke führt über 4.933 Kilometer und 35.493 Höhenmeter von Oceanside in Kalifornien bis Atlantic City an der Atlantikküste.

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Thomas Mauerhofer kehrt acht Jahre nach seinem schweren Unfall zum Race Across America zurück. Der 48-jährige Ultracyclist aus der Oststeiermark geht am 16. Juni 2026 in Oceanside an den Start. Das Rennen gilt als härtestes Radrennen der Welt und führt nonstop durch 13 Bundesstaaten bis nach Atlantic City in New Jersey. Sein Ziel ist es, dieses unvollendete Kapitel zu schließen und die Strecke quer durch die USA in unter zehn Tagen zu finishen.

Unfall beim Race Across America 2018

Im Jahr 2018 startete Mauerhofer erstmals beim Race Across America (RAAM). Auf Medaillenkurs liegend wurde er folgenschwer von einem Auto angefahren. Der Aufprall führte zu einem Halswirbelbruch. Eine Not-Operation verhinderte eine Querschnittlähmung. Bereits 2019 versuchte er nach intensiver Reha ein erstes Comeback, gab das Rennen aber auf. Die mentale Belastung nach dem Unfall war zu groß.

Aktuelle Form und Vorbereitung

Den Weg zurück zum RAAM ebneten aktuelle Erfolge. Bei der 24-Stunden-Einzelzeitfahren-WM in Kalifornien holte Mauerhofer im Oktober 2025 den dritten Gesamtrang und den Vize-Weltmeistertitel seiner Altersklasse. 2017 stellte er in Anger einen 48-Stunden-Höhenmeter-Weltrekord mit 31.140 Höhenmetern auf. Die Vorbereitung auf das RAAM absolviert er in den Rocky Mountains, unter anderem am Wolf Creek Pass auf 3.309 Metern Höhe.

Strecke Race Across America

Die Distanz beträgt 4.933 Kilometer mit 35.493 Höhenmetern. Die Fahrer haben maximal zwölf Tage Zeit, um von der Pazifikküste zur Atlantikküste zu gelangen. Das Rennen läuft von Start bis Ziel ohne Unterbrechung; Essenspausen, Toilettenpausen, Schlafpausen zählen zur Gesamtzeit. Zu den gemeldeten Teilnehmern in der Solo-Kategorie gehört Philipp Kaider. Der österreichische Vorjahressieger gehört zu den Favoriten. Ursprünglich wollte auch die Österreicherin Elena Roch beim RAAM starten - nach einem doppelten Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule hat sie den Start aber auf 2027 verschoben. Angemeldet ist aber Pawel Nowak, der als radelnder Priester von TOUR bereits vorgestellt wurde.

Geschichte des RAAM

​Das RAAM gilt seit 43 Jahren als eines der anspruchsvollsten Ultraausdauerevents weltweit. Das Rennen führt über mehr als 3.000 Meilen (ca. 4.800 km) von Oceanside, Kalifornien, bis nach Atlantic City, New Jersey, und überwindet dabei rund 175.000 Höhenfuß. Die Route durchquert 13 US-Bundesstaaten, drei Gebirge (Sierra Nevada, Rocky Mountains, Appalachen) sowie bekannte Landschaften wie das Mojave-Wüstengebiet und das Monument Valley. Das RAAM ist etwa 30 Prozent länger als die Tour de France, wird jedoch mit minimalen Pausen absolviert. Unter anderem wird die tägliche Schlafdauer auf ein Minimum reduziert.

Das Rennen steht sowohl Profis als auch Amateuren offen und kann als Solo- oder Staffelwettbewerb in Teams mit zwei, vier oder acht Personen bestritten werden. Bislang haben Teilnehmer aus über 35 Nationen am RAAM teilgenommen. Solofahrer haben maximal zwölf Tage Zeit, Staffelteams neun Tage.

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Kristian Bauer

Kristian Bauer

Redakteur

Kristian Bauer ist gebürtiger Münchner und liebt Ausdauersport – besonders wenn es in die Berge geht. Er ist ein Fan der Tour de France und bevorzugt solide Rennradtechnik. Er führt für TOUR Interviews, berichtet von Events im Hobbyradsport und schreibt Artikel über die Fahrradbranche sowie Trends im Rennradsport.

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