Kristian Bauer
· 21.05.2026
Fünf Jahre lang kämpfte der Rhön Radmarathon mit Regen, Wind und einstelligen Temperaturen. Für 2026 zeigen die Prognosen eine stabile Hochdrucklage mit Temperaturen über 20 Grad und kaum Niederschlag. Frank Scheiber, Vorsitzender des RSC 77 Bimbach, erwartet 5.000 Radsportbegeisterte und Begleiter. Die Organisation steht, die Strecken werden ausgeschildert, die Helferinnen und Helfer sind bereit.
Die drei Marathonstrecken Tour B mit 183 Kilometern und 2.700 Höhenmetern, Tour C mit 214 Kilometern und 3.500 Höhenmetern sowie Tour E mit 258 Kilometern und 4.800 Höhenmetern sind seit Monaten ausgebucht. RTF-Strecken, Familientour und Gravel-Touren bleiben ohne Teilnehmerbegrenzung. Die Anmeldung funktioniert online oder am Veranstaltungstag vor Ort.
Der RSC Bimbach bietet zwei Gravel-Strecken an beiden Tagen an. Die kurze Variante misst 49 Kilometer mit 900 Höhenmetern, die lange Strecke 81 Kilometer mit 1.600 Höhenmetern. Die kurze Strecke wird ausgeschildert, beide Routen stehen als GPX-Track zur Verfügung. Verpflegungspunkte und Notfallservice gehören zum Angebot. Die Streckenführung kann sowohl am Samstag als auch am Sonntag gefahren werden.
An der Gravel-Verpflegungsstelle serviert der Veranstalter erstmals eine “Premium-Verpflegung”. Neben dem gewohnten Basis-Angebot mit Riegeln, Obst und Getränken stehen gegen Bezahlung Lachsbrötchen, Soleier, Cola und Bier auf der Karte. Die Premium-Verpflegung kostet 5 Euro Aufpreis. Die Basis-Verpflegung bleibt ohne Aufpreis verfügbar.
Paracyclist Jan Wiedemann aus Sonneberg führt am Samstag, 23. Mai 2026, einen offenen Social Ride über die Gravel-Strecke. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr vor dem Anmeldebereich am Schützenhaus, die Abfahrt erfolgt um 10:00 Uhr. Eingeladen sind alle Teilnehmer der Gravelstrecke, Einsteiger wie erfahrene Fahrer mit Gravel- oder Mountainbike. Das Tempo steht nicht im Vordergrund, sondern geselliges Radfahren.
Wiedemann fährt seit einem schweren Motorradunfall 1999 mit einem gelähmten linken Arm. Er absolviert 14.000 Kilometer pro Jahr im Sattel, finishte den Ötztaler mit 5.500 Höhenmetern an einem Stück und trägt den German Paralympic Media Award. Als Botschafter für Inklusion im Radsport vertritt er das Motto “BE BOLD!”. Frank Scheiber sieht in Wiedemanns Social Ride genau das, was Bimbach ausmacht: gemeinsam fahren, miteinander eine gute Zeit haben, voneinander lernen.
Rund um das Festgelände am Schützenhaus präsentieren sich die Aussteller der Rhön-Bikemesse. Radsport Bornmann bietet Ersatzteile und Räder, Alpecin Cycling kommt mit Ex-Profi Jörg Ludewig und dem Barber Camper. LAWI Sportswear aus Leipzig zeigt seit 2004 Rad- und Laufsportbekleidung Made in Europe mit maßgeschneiderter Teamwear. K/Q Road präsentiert Casualwear für Radsportler mit T-Shirts und Hoodies aus 100 Prozent Bio-Baumwolle, die Designs legendärer Alpenpässe zeigen.
Prolog Cycling Wear konzentriert sich auf Radsportbekleidung mit Schwerpunkt Teamwear. Radreiseveranstalter quäldich präsentiert Anstiege aus der ganzen Welt. EKOI Cycling zeigt Helme und Brillen direkt am Stand.
Die RTF-Strecken starten an beiden Tagen mit der Familientour über 20 Kilometer. Tour 1 misst 52 Kilometer mit 350 Höhenmetern, Tour 2 umfasst 86 Kilometer mit 950 Höhenmetern, Tour 3 führt über 116 Kilometer mit 1.400 Höhenmetern. Tour 4 mit 159 Kilometern und 2.200 Höhenmetern wird nur am Samstag gefahren.
Die Königsdisziplin Bimbach 400 kombiniert Tour 4 am Samstag mit Tour E am Sonntag zu über 400 Kilometern. Finisher erhalten die exklusive Bimbach 400-Auszeichnung samt Finisher-Shirt.
Auf der Wiese neben dem Festgelände können Teilnehmer und Begleitpersonen kostenlos campen, mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt. Die Nudelparty am Samstagabend gehört zum Programm wie die Verpflegung an den Streckenpunkten und der Streckenservice mit Mechanikerfahrzeugen.

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