Rad am Ring 2026Sieger schaffen 806 Kilometer in 24 Stunden

Kristian Bauer

 · 27.07.2026

RaR 2026
Foto: Rad am Ring/Marius Holler
Rad am Ring 2026 verzeichnet mit 12.152 Teilnehmern einen neuen Rekord. Simon Vitzthum gewann das 24-Stunden-Einzelrennen mit 28 Runden, Jael Kahler siegte bei den Frauen mit 21 Runden. Die Veranstaltung ist bis 2031 gesichert, die nächste Ausgabe findet vom 23. bis 25. Juli 2027 statt.

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Das Radsportfestival in der Eifel verzeichnete die höchste Beteiligung seiner Geschichte. Zeitfahren, verschiedene Rennformate, Tourenfahren und das 24-Stunden-Rennen lockten Starter aus mehreren Ländern an den legendären Rennkurs. Chef-Organisator Hanns-Martin Fraas zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf, trotz fünf schwerer Stürze während der Veranstaltung. Die Nürburgring GmbH verlängerte den Vertrag bis 2031, der Geschäftsführer Ingo Böder bestätigte die langfristige Zusammenarbeit.

24 h Rad am Ring mit 6.344 Startern

Das Hauptevent zog 6.344 Teilnehmer an, die solo oder in 2er-, 4er- und 8er-Teams die Nordschleife umrundeten. Die Zieleinfahrt dauerte eine Stunde und 15 Minuten. Ein DJ sorgte auf der Hohen Acht für Stimmung während der Nacht. Simon Vitzthum von 24together absolvierte 28 Runden in 23:55:18 Stunden und gewann die Einzelwertung der Herren. In 24 Stunden hat er nicht nur 728 Kilometer geschafft, sondern auch 15.680 Höhenmeter. Paul Fleck von der RSG Hannover benötigte für die gleiche Rundenzahl 24:31:43 Stunden. Lion Trommer von Radsport Ganser/R.C. Sturmvogel MH komplettierte das Podium mit 26 Runden.

Jael Kahler siegte bei den Frauen mit 21 Runden in 23:46:28 Stunden. Petra Demmer von pwrd by Canyon fuhr ebenfalls 21 Runden in 24:20:47 Stunden. Manu Weber aus der Schweiz erreichte mit 20 Runden den dritten Platz.

24 h Rad am Ring: Sieger schaffen 806 km

WattGehtAb? aus der Schweiz dominierte die 2er-Teams der Herren beim 24-Stunden-Rennen mit 31 Runden, was 806 Kilometer und rund 17.000 Höhenmeter entspricht. Das Reboots Bike Team 1 schaffte 30 Runden in 23:49:28 Stunden, Örebrocyklisterna rule 4 aus Schweden ebenfalls 30 Runden in 24:05:59 Stunden. Bei den Damen gewann Übersee-Watt 2 mit 26 Runden in 23:51:36 Stunden. Fahrrad XXL Walcher Racing Dream benötigte für die gleiche Rundenzahl 24:07:30 Stunden, die Paul Lange Cycling Crew Girls 24:41:47 Stunden.

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Team Strassacker/Benotti fuhr in der 4er-Wertung der Herren 34 Runden. Die Asphaltcowboys X RTS Electronic erreichten 33 Runden, bike-components x CycleZirkus 32 Runden. Die Wahoo Women setzten sich bei den Damen mit 29 Runden durch. Die 24together Queens und die Mallorca Chicas fuhren jeweils 28 Runden in 24:08:49 und 24:25:00 Stunden.

RH77 Ledschends Factory Racing aus Österreich gewann die 8er-Wertung der Herren mit 34 Runden in 24:00:48 Stunden. AVIA II und AVIA I fuhren die gleiche Rundenzahl in 24:38:09 und 24:38:10 Stunden. Die AVIA Frauen umrundeten den Ring 26-mal und siegten in ihrer Kategorie. Team Hübel Bonn II schaffte 24 Runden, Sweco Fast & Female 22 Runden.

Jedermann- und Gravel-Rennen am Samstag

Mehr als 2.100 Teilnehmer starteten in den Jedermann-Rennen bei Rad am Ring über 75 und 150 Kilometer. Die kürzere Distanz umfasste 1.700 Höhenmeter, die längere 3.400 Höhenmeter. Beide Strecken führten über die Grand-Prix-Strecke und die Nordschleife.

Die Gravel Races über 50, 100 und 125 Kilometer zogen über 600 Starter an. Die Veranstaltung diente als Deutsche Meisterschaft. Emil Herzog holte sich den Titel bei den Herren über 125 Kilometer in 3:53:15 Stunden. Ronja Eibl gewann bei den Damen über 100 Kilometer in 3:36:29 Stunden. Die Gravel-Disziplin feierte 2025 Premiere bei Rad am Ring. Radio RPR1.Live sorgte für zwei Stunden Musik auf der Bühne, ein DJ legte abends auf der Strecke auf.

Bundesligarennen als Abschluss

Mil Morang vom Team Lotto Kern-Haus Outlet Montabaur gewann das Bundesligarennen bei Rad am Ring in 2:45:05 Stunden. Der Luxemburger setzte sich in der Sprintankunft einer fünfköpfigen Ausreißergruppe durch. Jermaine Zemke vom Team Rembe/rad-net belegte Platz zwei, Timo Behrens Platz drei. Eine weitere Ausreißergruppe folgte, bevor das Hauptfeld eintraf. Die Sieger wurden gegen 15:38 Uhr erwartet.

Kids Races und Tourenfahren ohne Zeitnahme ergänzten das Programm. Das Tourenfahren stand allen Fahrradtypen offen und verzeichnete gute Buchungszahlen. Nachmeldungen am Sonntag waren möglich. Hanns-Martin Fraas prognostizierte vor dem Bundesligarennen 11.902 Teilnehmer, 46 weniger als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. Der Termin für 2027 steht bereits fest: Die Veranstaltung ist bis 2031 gesichert, die nächste Ausgabe findet vom 23. bis 25. Juli 2027 statt.

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Kristian Bauer

Kristian Bauer

Redakteur

Kristian Bauer ist gebürtiger Münchner und liebt Ausdauersport – besonders wenn es in die Berge geht. Er ist ein Fan der Tour de France und bevorzugt solide Rennradtechnik. Er führt für TOUR Interviews, berichtet von Events im Hobbyradsport und schreibt Artikel über die Fahrradbranche sowie Trends im Rennradsport.

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