La Stelvio Santini 2026Rund 1.200 Teilnehmer aus 42 Ländern

Kristian Bauer

 · 08.06.2026

La Stelvio Santini 2026
Foto: Francesco Bergamaschi
Die vierzehnte Ausgabe von La Stelvio Santini lockte 1.200 Radsportler aus 42 Nationen nach Alta Valtellina. Piero Lorenzini und Angélina Shandro sicherten sich die Titel auf der 130 Kilometer langen Route mit 4.270 Höhenmetern über Mortirolo und Stilfser Joch. Erstmals ergänzte ein Gravel-Event am Samstag das traditionelle Straßenrennen am Sonntag.

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US Bormiese und Titelsponsor Santini Cycling veranstalteten am 7. Juni 2026 die vierzehnte Ausgabe des Jedermann-Rennens in der Provinz Sondrio. Das Event startete und endete in Bormio, wobei die Teilnehmer zwischen drei unterschiedlich langen Strecken wählen konnten. Die internationale Beteiligung unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung, die sich als feste Größe im Kalender ambitionierter Hobbyfahrer etabliert hat.

La Stelvio Santini mit drei Strecken

Die Langstrecke von La Stelvio Santini führte über 130 Kilometer und 4.270 Höhenmeter von Bormio zunächst über den Rogorbello-Anstieg, dann über den Mortirolo, bevor die Teilnehmer zurück nach Bormio fuhren und schließlich das Stilfser Joch bezwangen. Die Mittelstrecke verzichtete auf den Mortirolo und umfasste 108 Kilometer mit 3.050 Höhenmetern, wobei Rogorbello und Stilfser Joch die entscheidenden Anstiege bildeten. Die Kurzstrecke konzentrierte sich ausschließlich auf die Auffahrt zum Stilfser Joch und maß 64 Kilometer bei 2.280 Höhenmetern.

La Stelvio Santini Wertung nur der Anstiege

Die Organisatoren von La Stelvio Santini werteten ausschließlich die addierten Zeiten der zeitgenommenen Anstiege. Dieses System soll die Sicherheit auf den Abfahrten erhöhen, da die Teilnehmer dort keine Zeit gutmachen können. Die Titel King und Queen of the Mountain erhielten demnach die Fahrer mit den schnellsten Gesamtzeiten an den jeweiligen Bergwertungen ihrer gewählten Strecke.

Siege auf der Langstrecke

Piero Lorenzini vom Team Factor Hicari Stemax fuhr die schnellsten kumulierten Bergzeiten auf der Langstrecke. Bei den Frauen setzte sich die Französin Angélina Shandro durch. Beide bewältigten die drei Anstiege Rogorbello, Mortirolo und Stilfser Joch schneller als ihre Konkurrenten.

Entscheidungen auf Mittel- und Kurzstrecke

Andrea Spasaro vom Team Santini Squadra Corse gewann die Mittelstrecke vor seinen Verfolgern. Alicya Jouet vom französischen Team Etoile Cycliste Lyon Monplaisir sicherte sich den Sieg bei den Frauen. Auf der Kurzstrecke triumphierte Samuele Toniatti von US Bormiese, während die Österreicherin Patricia Steinkellner vom Bike- und Radsportclub Lavanttal die schnellste Frauenzeit erzielte.

Gravel-Premiere am Samstag

Erstmals ergänzte ein Gravel-Event am Samstag das traditionelle Straßenrennen. Die neue Veranstaltung führte durch die Schotterwege der Alta Valtellina und machte das Event zu einem Wochenende für verschiedene Radsport-Disziplinen. Zur Auswahl standen zwei Strecken: eine Kurzroute über 44 Kilometer mit 1.400 Höhenmetern sowie eine Langroute über 70 Kilometer mit 2.000 Höhenmetern. Die Wertung erfolgte ausschließlich über die gefahrene Zeit an den Anstiegten – ein Format, das bereits von der Straßenedition bekannt ist.

Auf der langen Distanz setzte sich der Österreicher Gerald Grundner vom Radl-Eck Racing Team durch, bei den Frauen gewann Maria Ossowska vom Team RV Einsiedeln. Den entscheidenden Abschnitt stellte der Anstieg nach Boscopiano dar – vier Kilometer bei durchschnittlich 12,8 Prozent Steigung. Auf der kurzen Strecke siegten der Belgier Marijn Kemper vom Barbob Cycling Team sowie die Spanierin Ana Martinez Romero vom Team Sulawesi Adventures.

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Kristian Bauer

Kristian Bauer

Redakteur

Kristian Bauer ist gebürtiger Münchner und liebt Ausdauersport – besonders wenn es in die Berge geht. Er ist ein Fan der Tour de France und bevorzugt solide Rennradtechnik. Er führt für TOUR Interviews, berichtet von Events im Hobbyradsport und schreibt Artikel über die Fahrradbranche sowie Trends im Rennradsport.

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