Das Tiroler Oberland bekommt ein neues Gravel-Festival. Die Veranstalter setzen auf Community-Charakter statt Wettkampf und verbinden Schotterwege in den Bergen mit Spätsommer-Atmosphäre. Die Lärchen färben sich im September golden, während die Strecken über Forstwege am Reschenpass führen. Die Eckpunkte der Strecken stehen - genaue Streckendetails werden erst später veröffentlicht.
Der Gravel Giro bildet das Kernstück der Veranstaltung. Die Teilnehmer fahren als RTF ohne Zeitmessung auf Panorama-Strecken zwischen Nauders und dem Reschensee. Die kurze Variante misst 50 Kilometer mit 1200 bis 1500 Höhenmetern und verbindet die Spots rund um den Reschenpass. Die Route führt am türkisfarbenen Reschensee entlang und über Anstiege mit Blick auf die umliegenden Gipfel.
Die mittlere Strecke umfasst 70 bis 80 Kilometer mit 2000 bis 2500 Höhenmetern. Die Fahrer sehen den Reschensee mehrfach von verschiedenen Höhen und passieren den kleineren Haidersee. Die Strecke durchquert Almwiesen und führt zu Aussichtspunkten mit Blick zum Ortler.
Für trainierte Fahrer bietet Nauders die lange Distanz mit 100 Kilometern und 3000 bis 3500 Höhenmetern. Diese Route deckt das gesamte Tiroler Oberland und den oberen Vinschgau ab. Die Strecke führt durch unterschiedliche Landschaften von Bergpässen über Almen bis zu Apfelplantagen im Tal.
Das neue Format Gravelduro kombiniert zwei Disziplinen in einer Team-Staffel. Ein Gravel-Fahrer bewältigt die Bergauffahrt auf Schotterwegen, während der Partner als Enduro-Pilot die Abfahrt auf den 3-Länder Enduro-Trails übernimmt. Die Zeitmessung erfolgt im Ziel in Nauders, das schnellste Team gewinnt. Die Staffel zeigt die Vielseitigkeit der Region für verschiedene Bike-Disziplinen.
Die zentrale Event-Area im Dorf Nauders dient als Ausgangspunkt für alle Aktivitäten. Aussteller präsentieren auf der Expo aktuelle Gravelbikes zum Testen und bieten Techtalks an. Start und Ziel aller Formate liegen in dieser Area. Am Abend trifft sich die Szene am Lagerfeuer zum Barbecue, ein DJ sorgt für Musik auf der Festwiese. Die Atmosphäre erinnert an die frühen Mountainbike-Jahre, als die Szene noch weniger organisiert war und das Entdecken im Vordergrund stand.

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