Am 20. September hat Villach die Premiere des Carinthia200 gefeiert. Größter Pluspunkt des Radrennens waren die gesperrten Straßen. Etwas mehr als 1.400 Frauen und Männer standen am Start und wussten teils nicht wie weit es bis ins Ziel ist. Dank der flexiblen Option konnten sie während des Rennens entscheiden, welche Distanz sie fahren wollten. Nach der ersten Schleife in Villach konnten sie ins Ziel rollen oder die zweite Schleife über Bad Bleiberg und erneut über die Windische Höhe anhängen. Der Veranstalter hat jetzt ein Video hochgeladen, dass die Höhepunkte zusammenfasst:
Die gesperrten Straßen ermöglichten den Teilnehmern eine Radfahrt ohne Gefährdung durch motorisierten Verkehr. Einmal im Jahr für wenige Stunden auf das Auto zu verzichten, scheint nicht allen Bewohnern leicht zu fallen. Vereinzelt beschwerten sich Anwohner über Einschränkungen. Die Website 5min.at berichtet über wütende Anwohner im unteren Gailtal. Im Gailtal musste die Straße für ein bis zwei Stunden, zwischen Windischer Höhe und Drautal für drei bis vier Stunden gesperrt werden. “Wenn wir am Sonntag wegfahren wollen, muss wohl der Hubschrauber kommen”, wird eine Frau zitiert. Der Veranstalter betont den hohen ökonomischen Wert der Veranstaltung. Das Eventwochenende brachte laut einer Pressemitteilung rund 6.000 Nächtigungen in die Region.
Wolfgang Krenn setzte sich bei der ersten Austragung der Carinthia200 als Sieger durch. Der Österreicher gewann nach einem taktisch geführten Rennen, bei dem sich die Spitzengruppe in der zweiten Runde verkleinerte. Bei den Frauen siegte die Österreicherin Carina Ziegler. Die kürzere Distanz über 105 Kilometer gewann bei den Männern Arno Kaspret vom Team Special Bike Pörtschach in 2:45:09,6 Stunden. Bei den Frauen siegte Franziska Zuder vom SC Mirnock in 2:51:16,9 Stunden. Kärntens Radkoordinator Paco Wrolich und Ex-Biathlet Julian Eberhard fuhren die Carinthia105. Die Sportbotschafter Nici Schmidhofer, Elisabeth Görgl, Andreas Goldberger, Christoph Sumann sowie Sabine und Alexander Payer absolvierten ebenfalls das Rennen. Eine Altersklassenwertung gab es bei der Veranstaltung nicht.

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.