”Ein Ride. Ein Ziel. Eine Kettenreaktion” - unter diesem Motto startet am 19. Juni 2027 der zweite Chainreaction Bike Convoy for Ukraine in München. Ins Leben gerufen haben den Chainreaction Bikeconvoy for Ukraine fünf Freunde aus München, die ihre Leidenschaft fürs Rennrad mit einer simplen Frage verbunden haben: Wie können wir Menschen helfen, die unter einem Krieg leiden? Einem Krieg, der so nah ist, dass man ihn in wenigen Tagen mit dem Rad erreichen kann…
2025 lautete die Antwort: Mit 14 Rettungswagen im Konvoi, rund 400 Radfahrerinnen und Radfahrern beim Start in München und noch immer 100, die bis an die polnisch-ukrainische Grenze geradelt sind. Vier weitere Rettungswagen, drei Feuerwehrfahrzeuge, ein Evakuierungsbus und Klinkausrüstung folgten in den anschließenden Monaten. Nun nimmt die Initiative, die in enger Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein Bamberg:UA e.V. agiert, erneut Anlauf.
Für 2027 entwickelten die Köpfe hinter dem Chainreaction Bike Convoy den Ansatz weiter: Im Mittelpunkt der Hilfsaktion steht nun ein ganzes Netzwerk, bestehend aus Freundinnen und Freunden, ehemaligen Mitfahrerinnen und Mitfahrern, Radclubs, lokalen Initiativen und engagierten Einzelpersonen. Die Idee dahinter: Statt Kommunikation und Fundraising allein zentral zu bündeln, soll die Bewegung durch viele eigenständige Teams wachsen. Dafür gibt es nun Road Captains, die in ihren Heimatregionen autonom Ausfahrten und Veranstaltungen organisieren und Spenden sammeln. Vertreten ist die Initiative bereits in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Freiburg, Erfurt, Hamburg, Ulm, Garmisch, Freudenstadt, Wendland, Zürich, Dublin und München. Weitere Road Captains sind noch gesucht. Wer sich als Road Captain für den Chainreaction Bike Convoy for Ukraine engagieren möchte, kann damit im eigenen Umfeld beginnen: Denkbar sind gemeinsame Ausfahrten, Spenden-Rides, Veranstaltungen, Kooperationen mit dem Fahrradhandel oder vor Ort ansässigen Unternehmen sowie die Aktivierung der regionalen Rennrad- und Gravel-Community.
Die Tour 2027 startet am 19. Juni 2027 in München und führt über rund 1.270 Kilometer und etwa 7.000 Höhenmeter durch sechs Länder bis nach Lviv in der Ukraine. Das Konzept der Tour ist für unterschiedliche Formen der Teilnahme offen gehalten. Unterstützerinnen und Unterstützer können den Konvoi auf ganzen Etappen oder Teilstücken begleiten oder sich ausschließlich über Fundraising, Kommunikation und lokale Aktionen einbringen. Niemand muss die gesamte Strecke zurücklegen, um die Bewegung zu stärken. Wer sportliche Ambitionen hat, kann sich alternativ für eines der an gleichem Ort und zur gleichen Zeit startenden Brevets von ARA-MUC einschreiben und 300, 600 oder 1200 Kilometer am Stück fahren.
Das gespendete Geld geht an den gemeinnützigen Verein Bamberg:UA, der seit Jahren Hilfe für die Ukraine organsiert und sämtliche Formalitäten übernimmt, die bei der Überführung gespendeter Rettungswagen in die Ukraine anfallen. Als gemeinnütziger Verein kann Bamberg:UA Spendenquittung ausstellen.
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Ein gebrauchter Rettungswagen kostet rund 15.000 Euro, je nach Baujahr und Antrieb. Die Fahrzeuge werden zusammen mit dem Partnerverein Bamberg:UA gekauft. Die Wagen und die darin enthaltenen medizinischen Geräte werden frisch TÜV-geprüft. Die Rettungswagen werden vor Ort in Lviv an die Einsatzkräfte übergeben. Jedes dieser Fahrzeuge hilft in der Ukraine durchschnittlich etwa fünf Menschen pro Tag zu retten. Sämtliche Spenden gehen direkt an Bamberg:UA e.V., den gemeinnützigen Partnerverein, der seit Jahren humanitäre Hilfe für die Ukraine organisiert. Bamberg:UA übernimmt die Beschaffung sowie die formalen und logistischen Schritte für die Überführung der Fahrzeuge in die Ukraine. Spenden können über Betterplace.org oder per Überweisung geleistet werden. Spendenquittung werden ausgestellt.

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