Arlberg Giro 2026Mit 1.500 Startern ausgebucht

Kristian Bauer

 · 16.07.2026

Arlberg Giro 2026: Mit 1.500 Startern ausgebuchtFoto: Patrick Säly
Arlberg Giro
Der 14. Arlberg Giro findet am 2. August 2026 in St. Anton am Arlberg statt und ist bereits vollständig ausgebucht. 1.500 Teilnehmer bewältigen 142 Kilometer und mehr als 2.400 Höhenmeter über Arlbergpass, Klostertal, Montafon und Paznauntal. Das Rahmenprogramm läuft von 31. Juli bis 2. August 2026 und umfasst den St. Anton Night Sprint am Freitagabend sowie das Internationale Radkriterium am Samstagabend.

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Das alpine Rennradwochenende in St. Anton am Arlberg kehrt zum 14. Mal zurück. Alle Startplätze für den Hauptbewerb sind seit Anfang des Jahres vergeben. Wer dennoch am Rennwochenende teilnehmen möchte, kann sich für den St. Anton Night Sprint am Freitagabend anmelden. Dieser Wettbewerb ist erstmals unabhängig vom Hauptrennen zugänglich. Das Internationale Radkriterium am Samstagabend bringt Radsport direkt in die Fußgängerzone des Ortszentrums.

Programm Arlberg Giro

Ab Freitag, 31. Juli 2026, beginnt das dreitägige Programm mit einer gemeinsamen Ausfahrt unter Leitung von Coach und Ex-Rennfahrer Mathias Nothegger. Eine Expo-Area dient über das gesamte Wochenende als Treffpunkt für alle Teilnehmer. Der St. Anton Night Sprint startet am Freitagabend im Ortszentrum. Das Format ist kurz und publikumsnah gestaltet. Kurzentschlossene können sich aktuell noch einen Startplatz sichern.

Am Samstag, 1. August 2026, verwandelt sich die Fußgängerzone ab 18.15 Uhr in eine Rennstrecke für das Internationale Radkriterium. Zuschauer erleben Radsport aus nächster Nähe. Vor dem Kriterium stehen Ausfahrten mit Mathias Nothegger und Elena Roch, die traditionelle Pastaparty sowie das Fahrerbriefing auf dem Programm. Am frühen Sonntagmorgen startet dann der 14. Arlberg Giro.

Strecke Arlberg Giro

Die Teilnehmer bewältigen 142 Kilometer und mehr als 2.400 Höhenmeter. Die Silvretta-Hochalpenstraße bleibt bis 2030 gesperrt, weshalb die Strecke erneut über die bewährte Ausweichroute führt. Vom Start in St. Anton am Arlberg geht es zunächst hinauf auf den Arlbergpass. Der erste Anstieg fordert mit Steigungen von bis zu 13 Prozent Kraft und Konzentration. Die Route führt anschließend ins Klostertal, weiter ins Montafon, über das Ganifertal und den Kops-Stausee ins Paznauntal sowie durch das Stanzertal zurück nach St. Anton am Arlberg.

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Die alpine Landschaft und die anspruchsvollen Passagen prägen das Rennen. Zahlreiche Zuschauer entlang der Strecke unterstützen die Fahrer. Der Arlberg Giro ist Teil des Tiroler Rennrad-Cups, einer Rennserie für ambitionierte Rennradfahrer durch ganz Tirol. Am Sonntag werden "King and Queen of the Mountain" gekrönt sowie der "Hero of the Mountain" ermittelt.

Women's Cycling Camp mit Elena Roch

Elena Roch, Ultracycling-Weltmeisterin, begleitet das Rennwochenende mit einem speziellen Angebot. Das Women's Cycling Camp findet von 29. Juli bis 2. August 2026 im Hotel Alte Post statt. Roch hat sich auf den härtesten Ultracycling-Strecken international einen Namen gemacht. Ihre Rennen führten sie zur 24h-Zeitfahr-WM nach Borrego Springs in den USA, zum B-Hard Ultra Race durch Bosnien und Herzegowina sowie über die 2.200 Kilometer des Race Around Austria.

Gemeinsam mit Julia Blum gründete sie VibeCycling und bietet diverse Camps in Österreich und Italien an. Das Programm in St. Anton am Arlberg umfasst gemeinsame Ausfahrten und eine Pilates-Einheit zur Regeneration. Roch erklärt: "Wir wollen Frauen darin stärken, sich mehr zuzutrauen – auf dem Rad, aber auch darüber hinaus. Es entsteht eine Community, in der sich die Teilnehmerinnen austauschen und gegenseitig motivieren."

Der Arlberg Giro bildet den sportlichen Höhepunkt des Camps. Ein Vortrag von Elena Roch über Ultracycling und mentale Stärke gehört ebenfalls zum Programm. Ihr Tipp für herausfordernde Momente: "Zum einen sollte man versuchen, den Fokus bewusst auf etwas anderes zu lenken, zum Beispiel auf die Landschaft. Was für mich außerdem eine sehr große Rolle spielt, ist die Zielsetzung. Die Frage nach dem Warum sollte man sich vorher beantworten – dann weiß man in Tiefphasen, warum es sich lohnt, nicht aufzugeben."

Roch selbst liebt das Abenteuer und hat sich deshalb für das Ultracycling entschieden. "Ich finde es faszinierend zu sehen, wo die eigenen Grenzen liegen. Wenn man eine ganze Nacht durchfährt oder mehrere Tage hintereinander unterwegs ist, erlebt man Höhen und Tiefen. Für mich ist es immer wieder spannend zu sehen, wie man sich selbst aus diesen Tiefphasen herausholen kann."

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Kristian Bauer

Kristian Bauer

Redakteur

Kristian Bauer ist gebürtiger Münchner und liebt Ausdauersport – besonders wenn es in die Berge geht. Er ist ein Fan der Tour de France und bevorzugt solide Rennradtechnik. Er führt für TOUR Interviews, berichtet von Events im Hobbyradsport und schreibt Artikel über die Fahrradbranche sowie Trends im Rennradsport.

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